Fußball: 3. Liga
Preußen reist in die Partyzone Erzgebirge

Münster -

Das Saisonende naht. Fußball-Drittligist Preußen Münster muss am Samstag nochmals reisen. Es geht zum designierten Zweitliga-Aufsteiger Erzgebirge Aue. Dort erwartet die Gäste eine Partyzone.

Donnerstag, 12.05.2016, 17:52 Uhr aktualisiert: 12.05.2016, 18:48 Uhr
Auf der Kippe: Stürmer Adriano Grimaldi.
Auf der Kippe: Stürmer Adriano Grimaldi. Foto: Jürgen Peperhowe

Im Erzgebirge ließen sie in der vergangenen Woche die Korken knallen. Und nicht nur dort – auch im Rheinland. Besser gesagt in Köln. Zumindest die Delegation aus Aue mutierte zu Feierbiestern. Der 2:0-Erfolg bei der Fortuna bescherte den Mannen von Trainer Pavel Dotchev die Rückkehr in die 2. Liga.

Glückwünsche richteten auch die Preußen unmittelbar nach dem Spieltag in Richtung Veilchen. Am Samstag will es der Spielplan so, dass der SCP seinem Ex-Coach Face-to-Face die Hand schütteln darf. Allen voran Trainer Horst Steffen, der große Stücke auf Dotchev hält: „Die Mannschaft trägt seine Handschrift. Da hat sich was entwickelt.“ Wenn die Preußen am Samstag um 13.45 Uhr im Erzgebirgsstadion antreten, werden sie Teil der großen Aufstiegsparty sein – denn daheim feiert es sich eben am besten. „Ich würde gern tauschen“, sagt die ehrliche Haut Steffen. Er weiß: An diesem Tag ist Münster in Aue nur ein nettes Beiwerk, mehr nicht.

Darum will der Fußballlehrer das Spiel nicht herschenken. „Ich will immer gewinnen, das Beste rausholen“, sagt der 47-Jährige. Münster als Spielverderber? Nein! Selbst im Falle einer Niederlage wird im Osten nach den 90 Minuten auf dem Rathausbalkon gefeiert. So will es die Tradition. So wollen es die Fans. Münsters Ziel, in Aue zu bestehen, ist ohnehin davon abhängig, welche Formation Steffen auf den Rasen entsenden kann. Mit Simon Scherder (Kreuzband), Philipp Hoffmann (Patellasehne), Benjamin Schwarz (Knie), Marcel Reichwein (Rücken und Fuß) und Rogier Krohne (Adduktoren) fallen fünf Kräfte aus. Hinter Adriano Grimaldi (Oberschenkel) und Youngster Lennart Stoll, der am Donnerstag im Training einen Ball ins Auge bekam und sich in ärztliche Behandlung begab, stehen Fragezeichen. Dafür hat sich Jesse Weißenfels auch in seiner zweiten Einheit mit einem Törchen zurückgemeldet. Eine Alternative – aber erst im Sommer, nicht im Erzgebirge.

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