Preußen Münster
Dotchev bewegt das Erzgebirge - nichts zu holen für die Preußen

Erzgebirge Aue hat das letzte Punktspiel der Saison in der 3. Liga mit 3:0 gegen Preußen Münster gewonnen. Aue war der zweite Rang und der Aufstieg in die 2. Bundesliga nicht mehr zu nehmen. Münster beendet die Saison auf Rang neun, nachdem das Team in der Hinserie zwischenzeitlich sogar Tabellenzweiter gewesen war. Echtes Drama war aber am 38. Spieltag andernorts angesagt.

Samstag, 14.05.2016, 16:30 Uhr aktualisiert: 14.05.2016, 17:16 Uhr
Es war nichts zu holen beim Tabellenzweiten. Die Preußen steckten eine saftige Niederlage ein.
Es war nichts zu holen beim Tabellenzweiten. Die Preußen steckten eine saftige Niederlage ein. Foto: Sanders

Da war nichts zu holen für die Preußen. Am letzten Spieltag kassierte der SC mit 0:3 eine klare Packung bei Erzgebirge Aue. Eine der längsten Auswärtsfahrten für ein Spiel, in dem es um wenig bis gar nichts mehr ging. Dann mussten die Preußen noch den Jubel der Hausherren erleben - und mittendrin Aufstiegsmacher Pavel Dotchev, der vor drei Jahren noch Trainer des SC Preußen gewesen war. 9000 Zuschauer im ausverkauften Erzgebirge-Stadion wussten schon vor der Partie, dass die Party zum Aufstieg anstehen würde. Der Tabellenzweite setzte dann mit dem klaren Sieg noch den Punkt auf das i.

Dabei schlugen sich die Preußen vor der Pause gar nicht so schlecht. Aber Trainer Horst Steffen musste verletzungsbedingt noch einmal kräftig durchmischen. So stand Max Schulze Niehues erstmals in dieser Saison im Tor. Und man darf es  vorwegnehmen: Er bewahrte die Preußen vor einer noch höheren Niederlage.

„Wir hatten in der ersten Hälfte eine gute Spielanlage, da haben wir mal was anderes probiert. Wir hatten auch vier, fünf gute Chancen. Es hätte zur Pause auch anders stehen können. Nach dem Wechsel war die Luft raus“, sagte Steffen nach der Partie. Aber verneigte sich auch vor seinem Gegenüber, dem Aufstiegstrainer Pavel Dotchev: „Ich gratuliere ihm. Er ist ein sympathischer Trainer in einem guten Verein. Hier sieht man, wie gut man arbeiten kann, wenn man ohne Störungen gelassen wird.“

Lion Schweers hätte Münster nach einer Ecke von Amaury Bischoff (8.) in Führung bringen können, ein rarer Offensivmoment. Überhaupt hatte Münster nur Chancen nach Standardsituation. Die Gastgeber machten es besser. Alle drei Treffer gehörten in die Kategorie Traumtore. Cebio Soukou bereitete das 1:0 durch Pascal Köpke toll vor. Vier Minuten vor Pause zirkelte Skarlatidis einen Freistoß aus 22 Metern in den Giebel. Zwar hatte der SCP Pech, als ein Foulspiel von Rizzuto an Kara (22.) nicht geahndet wurde, ab er viel mehr gab es nicht zu bemängeln.

Nach dem Wechsel und mit der Sicherheit der 2:0-Führung ließ Aue den Ball laufen. Waffenstillstand. Allerdings reagierte Max Schulze Niehues im Preußentor sensationell bei einem Fallrückzieher von Nicky Adler (69.).Zehn Minuten später gewann "der „Max“ auch das zweite Duell gegen Adler. Chancenlos war er beim Hackentor von Pascal Köpke nach 83 Minuten allerdings, weil der Auer den SCP-Keeper auf dem falschen Fuß erwischte.

Das war sie dann, die Saison der Preußen, in der Münster zwischenzeitlich Aufstiegsträume hegte. Trainer Ralf Loose musste vor der Winterpause gehen, als der SCP in die Krise rutschte. Der neue Coach Horst Steffen konnte den frischen Implus nicht mehr setzen. Alle Hoffnung auf mehr als nur Rang neun ruhen jetzt auf der Spielzeit 2016/17, die am Wochenende 27. bis 29. Juli starten wird. 

Die Entscheidungen in der 3. Liga 

Aufsteiger sind Meister Dynamo Dresden (2:1 über Großaspach) und Aue (3:0 über Münster). Würzburg (1:0 in Magdeburg) geht in die Zweitliga-Relegation und Magdeburg erhält das DFB-Pokal-Startrecht. Währendessen ging Osnabrück (1:3 gegen Fortuna Köln) leer aus, landet als Fünfter aber vor den Preußen.

Im Tabellenkeller stand Schlusslicht VfB Stuttgart II als Absteiger bereits fest. In dramatischen letzten zehn Minuten der Saison stolperten die Stuttgarter Kickers (0:1 durch Fink in der 83. Minute gegen Chemnitz) sowie Energie Cottbus (2:3 gegen Mainz II) in die Regionalliga. Cottbus drehte einen 0:1-Rückstand in eine 2:1-Führung durch zwei Treffer von Richard Sukatu-Pasu, um in der 89. und 91.Minute die entscheidenden Gegentore zu kassieren .

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