Fußball: 3. Liga
Neuauflage: Paderborn trifft wieder auf die Preußen

Der SC Paderborn ist wieder in der 3. Liga angekommen. Am letzten Spieltag der 2. Bundesliga stieg das Team vom Ex-Preußen Rene Müller nach der 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg ab. Auch der FSV Frankfurt wird in der nächsten Saison Gegner des SC Preußen Münster werden. Offen sind natürlich noch die Fragen nach den Regionalliga-Aufsteigern, hier werden noch drei neue Drittligisten gesucht.

Sonntag, 15.05.2016, 18:02 Uhr aktualisiert: 16.05.2016, 16:38 Uhr
Am Ende hat es nicht gereicht. Der SC Paderborn ist offiziell abgestiegen.
Am Ende hat es nicht gereicht. Der SC Paderborn ist offiziell abgestiegen. Foto: Dpa

Münster. Der SC Paderborn ist nach dem zweiten Abstieg in Folge wieder in der 3. Liga gelandet. Und trifft da wieder auf den westfälischen Rivalen Preußen Münster. Als zweiter Absteiger aus dem Bundesliga-Unterhaus kommt der FSV Frankfurt dazu. Aufsteiger in die 2. Bundesliga sind Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue, sie verlassen die 3. Liga. Im direkten Vergleich treffen in der Relegation nun der Zweitliga-Drittletzte MSV Duisburg und die Würzburger Kickers, Dritter der 3. Liga, aufeinander. Wer die drei Regionalligisten sind, die in die 3. Liga aufsteigen, ist noch ungeklärt.

Preußen Münster freut sich jedenfalls auf den SC Paderborn, der 2014 noch in die Bundesliga aufgestiegen war unter Andre Breitreiter. Aber nach dem Abstieg im vergangenen Jahr wurde der andere SCP durchgereicht in die 3. Liga. Da soll sogar die Lizenzerteilung gefährdet sein. Zuletzt betreute der frühere Preußen-Stürmer Rene Müller die Mannschaft, nachdem Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg beurlaubt worden war. „Das ist eine Herausfordernung. Aber ein Neuaufbau ist machbar“, sagte Müller kämpferisch in einem ersten Interview mit dem TV-Sender Sky. Am letzten Spieltag platzte der letzte Funken Hoffnung in Paderborn beim Schlusslicht bei der 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg. Vor 14000 Zuschauern in der Benteler-Arena traf Cedric Teuchert nach 86 Minuten zum Sieg für die „Clubberer“. Nürnberg spielt in der Aufstiegs-Relegation zur 1. Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt.

Die Preußen haben somit in der nächsten Saison zwei Nachbarschaftsvergleiche gegen den SC Paderborn und den VfL Osnabrück. Das verspricht Zahltage bei den Heimspielen. Zudem fallen die weiten Auswärtsfahrten nach Dresden und Aue weg.

Auch den FSV Frankfurt hat es in der 2. Bundesliga erwischt, obwohl das Team von Trainer Falko Götz zum Saisonausklang mit 2:1 gegen den TSV 1860 München gewann. Aber Platz 19 bedeutet den Abstieg nach acht Spielzeiten in der Zweitklassigkeit.

Mit einem furiosen Endspurt schaffte es der lange Zeit in der Tabelle abgeschlagene MSV Duisburg in die Relegation gegen die Würzburger Kickers. Giorgi Chanturia erzielte nach 75 Minuten das Siegtor gegen Vizemeister RB Leipzig vor 27000 Zuschauern.  Der Verlierer der Relegation zwischen Duisburg und Würzburg spielt in der 3. Liga in der nächsten Saison. Aufsteiger Würzburg kann somit noch den zweiten Aufstieg in Folge schaffen.

Vereine in der 3. Liga in der Saison 2016/17 (16 Mannschaften bisher): SC Paderborn, FSV Frankfurt (beide Zweitliga-Absteiger), 1. FC Magdeburg, VfL Osnabrück, Chemnitzer FC, SG Sonnenhof Großaspach, RW Erfurt, Preußen Münster, Hansa Rostock, Fortuna Köln, FSV Mainz 05 II, Hallescher FC, Holstein Kiel, VfR Aalen, SV Wehen Wiesbaden, Werder Bremen II.

Offen bleibt, wer den Sprung aus der Regionalliga schafft. Da sind noch nicht in allen fünf Ligen die Entscheidungen gefallen, schließlich stehen  noch die Relegationspartien um den Aufstieg an. Die Regionalliga Südwest darf dabei Meister und Vizemeister in die Relegation entsenden.

Hier ein Überblick:

Meister Regionalliga West: SF Lotte. Das Team von Trainer Ismael Atalan wartet auf einen Vertreter aus der Regionalliga Südwest, das wird noch ausgelost nach dem letzten Spieltag am kommenden Wochenende.

Meister Regionalliga Nord: VfL Wolfsburg II. Trainer Valerian Ismäel wartet mit seinem Team auf den Meister aus der Regionalliga Bayern.

Regionalliga Nordost: FSV Zwickau, hier spielt der zukünftige Preußen-Verteidiger Sebastian Mai, und Berliner AK sind mit 74 Punkten punktgleich vor dem letzten Spieltag, Zwickau hat das um ein Tor bessere Torverhältnis, Dramatik ist also garantiert. Der Nordost-Meister spielt in der Relegation gegen einen Vertreter der Regionalliga Südwest.

Regionalliga Südwest: Der SV Elversberg und Waldhof Mannheim sind für die Relegation qualifiziert, Elversberg hat zwei Punkte Vorsprung vor dem letzten Spieltag. Erst wenn die Entscheidung über Platz eins und Vizemeister gefallen ist, werden die Teams den Relegationsgegnern zugelost.

Regionalliga Bayern: Jahn Regensburg hat am Pfingstmontag mit einem 2:1-Sieg bei Greuther Fürth II die Meisterschaft klargemacht.

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