Fußball: 3. Liga
Preußen starten voller Zuversicht in die Vorbereitung

Münster -

Der Startschuss ist gefallen, als einer der letzten Drittligisten hat der SC Preußen das Training wieder aufgenommen. Zehn Neue zeigten sich den knapp 700 Fans im Stadion. Die Stimmung war gut, Protagonisten und Nebendarsteller gaben sich gleichsam optimistisch.

Sonntag, 19.06.2016, 20:33 Uhr aktualisiert: 19.06.2016, 20:51 Uhr
Der Auftakt in die Vorbereitung geriet zu einer runden Sache beim SC Preußen. Die Profis gerieten ein erstes Mal ein wenig ins Schwitzen.
Der Auftakt in die Vorbereitung geriet zu einer runden Sache beim SC Preußen. Die Profis gerieten ein erstes Mal ein wenig ins Schwitzen. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Spielerei gehört zu fast jedem Vorbereitungsauftakt und ist doch jedes Mal nahezu wertlos. Wer das Premierentor im ersten Trainingsspiel erzielt, erhält jedenfalls keinen Bonus im Rennen um die Stammplätze. Jesse Weißenfels schoss sich am Sonntag auch nicht zwingend in die beste Ausgangslage für die Positionskämpfe. Doch sein Erfolgserlebnis, dem er gleich ein zweites folgen ließ, gehört schon in eine außergewöhnliche Rubrik. Schließlich liegt hinter dem 24-Jährigen eine fast zwölfmonatige Leidenszeit mit einer rätselhaften Fußverletzung und ohne ein Pflichtspiel.

„Es ist alles in Ordnung, keine Beschwerden mehr“, sagte der Linksfuß. „Ich habe in den letzten vier Wochen problemlos an meiner Fitness gearbeitet.“ Dennoch soll er in den kommenden Tagen zunächst dosiert zu Werke gehen, vielleicht auch mal eine Einheit auslassen.

Zwei Neue für den Stab

Zwei neue Gesichter präsentierte der SCP für seinen Stab. Physiotherapeut Christian Krabbe und Athletikcoach Marc Rösgen komplettieren das Team. Damit hat der Club eine zusätzliche Stelle geschaffen. Seinen ersten Arbeitstag hatte zudem Sreto Ristic als neuer Assistent von Horst Steffen, der gleich das Aufwärmprogramm leitete. Er ist wie auch Rösgen bereits bestens mit dem Preußen-Cheftrainer vertraut, bei den Stuttgarter Kickers arbeitete das Trio gemeinsam. Der Athletik-Spezialist, 27 Jahre jung, hat seinen Bachelor an der DSHS Köln gemacht und behandelte den Schwerpunkt „Sport und Gesundheit in Prävention und Therapie“. Danach absolvierte Rösgen etwa ein Praktikum bei Borussia Mönchengladbach, ehe er mit Steffen 2014 ins Schwabenland kam, wo er bis zuletzt arbeitete. Krabbe war seit 2012 in der Sport-Reha Hamm aktiv, die zum Olympia-Stützpunkt Westfalen zählt, und ersetzt Dennis Morschel, den es jüngst zum 1. FC Köln zog. Wie sein Vorgänger wird er in der Praxis des anderen Preußen-Physios Matthias Haase angestellt sein und sich vor allem um den Drittligisten kümmern. Seit 2011 betreute der 36-jährige gebürtige Coesfelder außerderm den aktuellen Regionalligisten RW Ahlen. „Beide passen sehr gut in unser Team“, sagte Steffen.

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Zumindest passte der zufrieden lächelnde Weißenfels ins Bild an einem Sonntag, der aus Preußen-Sicht wie gemalt war. Bestes Wetter, fast 700 Fans auf der Tribüne und eine Mannschaft, die durchaus vielversprechend klingt bei aller gebotenen Zurückhaltung. Später gingen die Profis auf Tuchfühlung, spendierten Autogramme, schossen Selfies, standen für kurze Gespräche zur Verfügung. Das kam an bei den Zuschauern, logisch.

Preußen Münster startet in die Saisonvorbereitung

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Sandrino Braun, neu gekommen von den Stuttgarter Kickers, stellte fest: „Hier herrscht schon mal gute Stimmung.“ Auch Jeron Al-Hazaimeh, der bisher für die SF Lotte auflief, zeigte sich beeindruckt: „Das spornt einen an, wenn so viele Leute kommen.“ Ein Geben und Nehmen also. Der Verein hatte den Startschuss für die neue Serie gut inszeniert.

Trainer Horst Steffen legte sich fest: „Wir haben eine gute Truppe. Ich habe sehr viele Spieler bekommen, die ich unbedingt wollte.“ Der 47-Jährige genießt Vertrauen und hat sich Mannschaft wie Stab nach seinen Wünschen zusammengestellt. Jetzt muss und will er liefern – auch mit Blick auf die Ergebnisse der Rückrunde.

Geburtstagskind an Krücken

Vermutlich hat Philipp Hoffmann schon schönere Geburtstage gefeiert als diesen. Der jetzt 24-Jährige kam in Krücken ins Stadion und sah sich gemeinsam mit dem anderen Langzeitverletzten Simon Scherder die erste Einheit der Kollegen an. Immerhin tröstete ihn das Ständchen („Happy Birthday“) der zahlreichen Fans ein wenig. Und die Genesung schreitet nach dem Patellasehnenriss auch voran, ein zweiter – geplanter – Eingriff steht in Kürze an. „Im Laufe der Rückrunde hoffe ich wieder eingreifen zu können“, sagte der Mittelfeldspieler, der am für Preußen-Anhänger bedeutsamen 19.06. geboren ist. Früher ist wohl auch mit Kniepatient Scherder nicht zu rechnen. „Ich brauche noch Geduld“, so das Eigengewächs. „Aber alle unterstützen mich.“

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Ehe die Akteure unter donnerndem Applaus (speziell für die Neuen) das Grün betraten, hatte Aufsichtsratschef Thomas Bäumer in Abwesenheit von Präsident Georg Krimphove das Wort ergriffen. „Ich habe den Jungs gesagt, dass ich glaube, dass wir einen guten Mix haben. Horst Steffen und Carsten Gockel haben gute Arbeit geleistet. Jetzt wünsche ich mir attraktiven Fußball.“ Den Aufstieg würde der 53-Jährige nicht fordern. „Aber die 1. Klasse fährt ja direkt hinter der Lok.“ Heißt: Vorne mitmischen sollen die Preußen schon.

► Bennet Eickhoff aus der U 23 mischte am Sonntag direkt wieder mit, dafür arbeitete Benjamin Schwarz nach seiner Knie-OP im Frühjahr noch individuell.

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