Fußball: 3. Liga
Menzel feiert kleines Dienstjubiläum bei den Preußen

Münster -

Seit zehn Jahren ist Harald Menzel nun schon beim SC Preußen. Co-Trainer, Chefscout, Teammanager – der Allrounder hat schon so einige Positionen ausgefüllt und viele Coaches kommen und gehen gesehen. Von Amtsmüdigkeit ist allerdings noch keine Spur.

Montag, 27.06.2016, 21:00 Uhr aktualisiert: 28.06.2016, 16:24 Uhr
Erster Auftrag: Harald Menzel (r.) begann in Münster als Assistent von Georg Kreß.
Erster Auftrag: Harald Menzel (r.) begann in Münster als Assistent von Georg Kreß. Foto: Jürgen Peperhowe

Die null steht. Hinten! Nein, nicht in der Abwehr. Vielmehr bei einem nicht unwesentlichen Eckdatum von Harald Menzel . Mit der abgelaufenen Saison blickte der 51-Jährige auf ein kleines Dienstjubiläum zurück, steht er doch seit zehn Jahren in Diensten des SC Preußen . Am Freitag (1. Juli) geht er fließend in sein elftes Jahr. Amtsmüde? „Nee, eigentlich nicht. Es hat immer Spaß gemacht und macht es weiterhin“, versichert er. Bei der einen oder anderen Trainerentlassung habe er „gezuckt und nachgedacht“. Doch nach den ersten Gesprächen mit dem neuen Chef habe er Gedanken über einen Ausstieg immer „schnell verworfen“.

Und Trainer hat er schließlich in den zehn Jahren gleich ein halbes Dutzend erlebt. Bis auf eine Ausnahme hat er zu ihnen weiter regelmäßigen Kontakt. Auch zu Georg Kreß , mit dem Menzel 2006 als Co-Trainer aus Wattenscheid nach Münster kam. In der folgenden Spielzeit baute er die zuvor nicht vorhandene Scouting-Abteilung auf. Die führt der gebürtige Wattenscheider, der seit seinem Wechsel nach Münster in Schöppingen wohnt, nach wie vor, wenngleich die Schwerpunkte wechselten.

„Gewisse Sachen sind für alle gleich. Und doch hat der eine oder andere Trainer besondere Vorstellungen und Wünsche. Das ist eben die Herausforderung“, sagt Menzel, der aber ansonsten „die stets freie Hand“ lobt. So wollte Ralf Loose die letzten beiden Spiele des nächsten Gegners analysiert und ausgewertet haben. Horst Steffen studiert nun das CD-Material selbst.

Statt um die Spielbeobachtung kümmert sich Menzel daher vermehrt um Spielersichtungen. Dazu teilt er sein Beobachter-Team, zu dem neben Chef-, Co- und Torwart-Trainer auch Sportvorstand Carsten Gockel zählt, ein. Offenbar mit Erfolg. „Bei 80 Prozent der jungen Spieler, die inzwischen von anderen Vereinen verpflichtet wurden, hatten wir schon vorher Kontakt, sie auf dem Zettel“, sagt er stolz.

Seit vier Jahren – offiziell seit zwei – hat er zudem die Funktion des Teammanagers inne. Zu der zählt unter anderem die ganze Organisation rund um die Mannschaft. Von Spielterminen und Wohnungssuche für Spieler bis zur Hotelfindung sowie Trainingsmöglichkeiten bei Auswärtsspielen und möglichen Trainingslagern. Bis unmittelbar vor dem Anpfiff ist er online. „Kurz zuvor schaue ich noch einmal auf die Aufstellung, kontrolliere, ob wirklich alle Akteure vermerkt und spielberechtigt sind.“ Dass er als Niederlassungsleiter der AOK in Wattenscheid tagtäglich mit Organisation und Menschen zu tun hat, kommt ihm bei der Aufgabenvielfalt entgegen. Schon bei der SG Wattenscheid 09, als sich der Allrounder als Jugendtrainer, Jugend- und Sportlicher Leiter sowie selbst als 2. Vorsitzender einbrachte. 24 Jahre, ehe es ihn zu den Preußen verschlug. Und dort hat er nun auch schon wieder zehn Jahre auf dem Buckel. Das elfte wurde Anfang Mai besiegelt.

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