Fußball: 3. Liga
Preußen treffen 14 Mal in zwei Testspielen

Münster -

Da war ein ganzes Team sehr torhungrig. Dem 9:0 gegen Rheines Stadtauswahl ließen die Preußen am Sonntag ein 5:1 gegen die „Warsteiner-Masters-Top-Elf“ in Hilbeck folgen. Ganz zufrieden wirkte Trainer Horst Steffen im zweiten Spiel nicht.

Sonntag, 03.07.2016, 18:10 Uhr aktualisiert: 03.07.2016, 22:18 Uhr
Laufduell an der Emsaue: Lennart Stoll, Jungprofi der Preußen, lässt sich vom gefährlichsten Rheinenser Julius Hölscher nicht abschütteln.
Laufduell an der Emsaue: Lennart Stoll, Jungprofi der Preußen, lässt sich vom gefährlichsten Rheinenser Julius Hölscher nicht abschütteln. Foto: Sven Rapreger

Auf seiner Tingeltour durch die Region zeigt sich der SC Preußen weiter extrem torhungrig. Beim Doppelpack des Wochenendes standen Sponsorenverpflichtungen im Vordergrund und Treffer auf der Speisekarte. Im Stadion Emsaue gab es am Samstag einen 9:0 (5:0)-Erfolg gegen eine Rheiner Stadtauswahl, am Sonntag folgte ein 5:1 (2:0) bei der „Warsteiner-Masters-Top-Elf“ in Hilbeck .

Locker ging es in beiden Partien zu. Im nördlichsten Münsterland traf der SCP auf ein Team, das aus Oberliga-Spielern, aber auch aus Kreisklassen-Akteuren bestand. Jesse Weißenfels gelang ein erstes Erfolgserlebnis (2.), Lion Schweers erhöhte nach einer Ecke (14.), dann schlugen noch Tobias Rühle (32.), Mehmet Kara (37.) und Stéphane Tritz (41.) zu. Die Gastgeber blieben harmlos, auch nach der Pause. Sandrino Braun (54.), der Dreifach-Schütze Kara (60./84.) und Michele Rizzi (87.) erhöhten. SCP-Keeper Patrick Drewes entschärfte die einzige Chance der Auswahl durch Julius Hölscher (73.). „Die Jungs treffen das Tor, das ist wichtig“, sagte Trainer Horst Steffen. „Nach der Pause haben wir zu unstrukturiert gespielt. Das hat uns den Spielfluss genommen. Wir haben noch vier Wochen und werden weitere Eindrücke sammeln.“

Taktische Umstellungen

Im Werler Stadtteil versuchten es die Preußen tags darauf zunächst mit einem 4-4-2, in dem Danilo Wiebe innen verteidigte. Keine Frage, zumindest quantitativ fehlt es noch im Abwehrzentrum. Die zusammengewürfelte Auswahl, die sich aus den besten Akteuren eines Hallenturniers im Winter ergeben hatte, hielt erstaunlich lange die Null und auch danach mehr als passabel mit. Nach einem Foul an Rühle verwandelte Rizzi einen Elfmeter zum 1:0 (21.). Weiter ging es mit einer Dreierkette und Wiebe im Mittelfeld, von wo aus der 22-Jährige auch gleich zum 2:0 (39.) nach Rühle-Anspiel traf. Ansonsten waren Torszenen eher Mangelware, der Gegner versteckte sich allerdings keineswegs und brachte den Drittligisten sogar ab und an ins Schwitzen. Direkt nach der Pause gelang Gianluca Greco sogar das Ehrentor nach einem Konter (46.). Amaury Bischoff stellte mit seinem Strafstoß nach erneutem Vergehen an Rühle den alten Abstand wieder her (59.). Der Gefoulte, der vorne wieder mächtig Alarm machte, besorgte das 4:1 (67.). Er war also wie Rizzi an beiden Tagen erfolgreich. Dieses Kunststück vollbrachte in der Schlussminute auch Weißenfels, der eine Kara-Vorlage zum 5:1 nutzte.

SCP (in Rheine ): Schulze Niehues (46. Drewes) – Mangafic, Schweers (46. Eickhoff), Al-Hazaimeh (46. Mai), Tritz (46. Tekerci) – Stoll (46. Wiebe), Bischoff (46. Rizzi), Jordanov (46. Braun) – Kara, Rühle (46. Grimaldi), Weißenfels (46. Warschewski)

SCP (in Hilbeck) : Schulze Niehues (46. Drewes) – Eickhoff (73. Mangafic), Wiebe, Mai (73. Schweers), Al-Hazaimeh (46. Tritz) – Jordanov (46. Braun), Rizzi, Bischoff (73. Kara), Tekerci (73. Warschewski) – Rühle (73. Stoll), Grimaldi (73. Weißenfels)

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