Fußball: 3. Liga
Fehlstart für rundumerneuerte Preußen

Preußen Münster -

Klassischer Fehlstart für den SC Preußen Münster: Zum Auftakt der neuen Drittliga-Saison unterlagen die Preußen mit 0:1 (0:1) gegen den VfL Osnabrück. Das war die eine schlechte Nachricht des Sonntags, die zweite: Die Niederlage war absolut verdient. Osnabrücks Kapitän Halil Savran hatte schon nach 22 Minuten von 10530 Zuschauern für das Tor des Tages gesorgt.

Sonntag, 31.07.2016, 16:00 Uhr aktualisiert: 31.07.2016, 23:07 Uhr
Fußball: 3. Liga : Fehlstart für rundumerneuerte Preußen
SC Preußen Münster - VfL Osnabrück - 1:0 für Osnabrück durch Halil Savran Foto: Jürgen Peperhowe

Es lohnte sich zu Beginn noch einmal, genau die Vereinsnamen auf der offiziellen Mannschaftsaufstellung nachzulesen. Zumindest für die Preußenfans, die das Team zuletzt im Mai gesehen hatten, hielt sich der Wiedererkennungswert in Grenzen: Acht Neue hatte Trainer Horst Steffen in die Startaufstellung berufen, einzig Lion Schweers, Adriano Grimaldi und Keeper Max Schulze Niehues hatten schon im Frühjahr einen Preußenstempel im Spielerpass. Überraschend auf der Bank: Ex-Kapitän Amaury Bischoff und Mehmet Kara, dreifacher Torschütze im letzten Praxistest vor Wochenfrist gegen Wattenscheid 09.

Fotostrecke: 3. Liga-Derby: SC Preußen Münster - VfL Osnabrück

3. Liga-Derby: SC Preußen Münster - VfL Osnabrück

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  • Jordanov gegen Christian Groß

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  • Rizzi

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  • Rühle gegen Pisot

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  • Kara und Bischoff auf der Auswechselbank

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  • Ultras mit Pyrotechnik

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  • Rühle gegen Pisot

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  • Kara und Bischoff auf der Auswechselbank

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  • Grimaldi und Rühle gegen Anthony Syhre

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  • Kara und Bischoff auf der Auswechselbank

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  • Grimaldi gegen Alexander Dercho

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  • Tim Hartwig und Matthias Hase mit Rühle

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  • Tekerci

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  • Al-Hazaimeh gegen Kwasi Wriedt

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  • Mai

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  • Rühle gegen Alexander Dercho

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  • Grimaldi und Rühle gegen Anthony Syhre

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  • Rizzi gegen Bastian Schulz

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  • Braun

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  • Braun und Steffen

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  • Rizzi, Jordanov und Mangafic

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  • Schulze Niehues

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  • Joe Enochs

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  • Rühle, Rizzi, Jordanov, Tritz, Warschewski, Tekerci

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  • Bischoff

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  • Warschewski

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  • Al-Hazaimeh gegen El Bouazzati

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  • Schweers gegen Bashkim Renneke

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  • Schweers

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  • Bischoff

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  • Mai gegen Anthony Syhre

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  • Joe Enochs

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  • Kara gegen Marc Heider

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  • Schweers gegen Halil Savran

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  • Joedanov und Bischoff

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  • Al-Hazaimeh

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  • Grimaldi gegen Pisot

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  • Horst Steffen

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  • Horst Steffen

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  • Rühle gegen Anthony Syhre

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  • Horst Steffen

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  • Mai gegen Kwasi Wriedt

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  • 3. Liga-Derby: SC Preußen Münster - VfL Osnabrück Foto: Jürgen Peperhowe
  • 3. Liga-Derby: SC Preußen Münster - VfL Osnabrück Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tekerci gegen David Pisot

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  • 1:0 für Osnabrück durch Halil Savran

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  • Rauchtöpfe im Stadion an der Hammerstraße

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  • 1:0 für Osnabrück durch Halil Savran

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  • Rauchtöpfe im Preußenstadion

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Horst Steffen hatte im Vorfeld gebetsmühlenartig betont, dass das Verfallsdatum seiner Startaufstellungen den Anpfiff des aktuellen Spiels nicht überschreiten würde. Jeder Spieltag biete für alle Beteiligten eine neue Chance. Am Sonntag um 14 Uhr wussten jedoch die ersten elf Auserwählten, dass sie ihre Aussichten auf den nächsten Starteinsatz am kommenden Freitag in Rostock mit einem Sieg nebst überzeugender Leistung deutlich würden steigern können. Einzig Max Schulze Niehues hat zwischen den Pfosten zumindest etwas Planungssicherheit: Der Ur-Preuße hat die Vorbereitungsrallye gegen Neuzugang Patrick Drewes offensichtlich für sich entschieden und ist jetzt für Steffen die unumstrittene Nummer eins. Für alle anderen ging das Bewerbungsspiel eher nach hinten los.

Denn bei ihrer Punktspielpremiere lief zunächst längst nicht alles nach Plan. Im Gegenteil: Die Gäste aus Osnabrück wirkten sicherer bei ihren Ballstafetten, souveräner im Spielaufbau und folgerichtig auch torgefährlicher. Die VfL-Führung nach 22 Minuten deutete sich an und entsprach den Spielanteilen: Jeron Al-Hazaimeh verliert das Leder im Vorwärtsgang und muss im Zurücklaufen aus der Ferne mit ansehen, wie Marc Heider den Ball auf den Kopf von VfL-Kapitän Halil Savran serviert, der unhaltbar für Schulze Niehues verwandelt. Auch in der Folge war Osnabrück die spielbestimmende Mannschaft, Münsters Mittelfeldzentrale um Michele Rizzi blieb blass und ideenlos, Tobias Rühle und Adriano Grimaldi verdienten sich immerhin das Prädikat „stets bemüht“, erfolgversprechend war das leider nicht.

Fotostrecke: Die Preußen-Spieler in der Einzelkritik

Preußen-Spieler in der Einzelkritik

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  • Amaury Bischoff

    Auch der Ex-Kapitän brachte nicht die Wende. Seine Standards waren etwas gefährlicher als die seiner Kollegen. Note: 3,5

    Foto: WN
  • Adriano Grimaldi

    Undankbare Position als zentrale Spitze. Er führte viele Zweikämpfe, gewann auch so einige, kam aber nie zum Abschluss. Note: 3,5

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  • Lion Schweers

    Das 0:1 ging ein bisschen auch auf seine Kappe, er kam gegen Halil Savran zu spät. Später stabilisierte er sich, auch bei den langen Bällen. Note: 3,5

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  • Mehmet Kara

    Hatte nur gut 20 Minuten Zeit sich zu zeigen. Keine Note

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  • Max Schulze Niehues

    Nur ein Miniwackler. Ansonsten gewohnt souverän und in der zweiten Hälfte ganz stark, als das 0:2 drohte. Note: 2,5

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  • Sinan Tekerci

    Astreine Ballbehandlung, mutige Ideen, aber kaum Effizienz. Im Mann-gegen-Mann muss der Dresdner Leihspieler zulegen. Note: 3,5

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  • Denis Mangafic

    Pech bei einem Schuss an den Pfosten, ansonsten aber nicht so offensivfreudig wie gewohnt. Kaum Flankenläufe, beim 0:1 einen Schritt zu spät. Note: 4,0

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  • Tobias Rühle

    Warf sich in viele Duelle, war viel unterwegs. Das ist seine Spielweise, das kann er immer liefern. Darüber hinaus gelang wenig. Note: 3,5

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  • Michele Rizzi

    Der Kapitän gewann nie die Kontrolle über das Mittelfeld, ging aber kämpferisch zumindest voran. Später ausgewechselt. Note: 3,5

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  • Edisson Jordanov

    Tauchte nach guter Anfangsphase nahezu komplett ab. Keine Akzente von der Spielmacherposition, logische Auswechslung. Note: 4,5

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  • Tobias Warschewski

    Drittliga-Debüt ohne große Akzente. Was in fünf Minuten auch schwierig war. Keine Note

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  • Jeron Al-Hazaimeh

    Kaum Akzente nach vorne, wenn dann unglücklich. Ließ sich vor dem Gegentor arg düpieren. Auch ansonsten viele Fehler. Note: 4,5

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  • Sebastian Mai

    In der ersten Hälfte sehr bissig, aber im Aufbau ohne Präzision. Zwei schlimme Fehlpässe nach der Pause. Lautstarker Taktgeber. Note: 4,0

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  • Sandrino Braun

    Fehlerhaft im Passspiel, mehrfach ohne das passende Timing im Zweikampf. Biss sich nachher aber rein in die Partie. Note: 4,0

    Foto: WN

2. Halbzeit

Horst Steffen konnte nicht gefallen haben, was er 45 Minuten lang gesehen hatte, dennoch blieb er bei Anstoß zum zweiten Abschnitt seiner ersten Elf noch treu. Und die leider ihrer mauen Vorstellung. Nach 56 Minuten leistete sich Sebastian Mai gleich zwei kapitale Böcke binnen Sekundenfrist - und erneut zappelte das Leder im Preußennetz, glücklicherweise aus einer zurecht geahndeten Abseitsposition heraus. Zuviel für das arg strapazierte Urvertrauen des Preußentrainers und Zeit für das Comeback von Amaury Bischoff, der für Edisson Jordanov ins Spiel kam. Wenige Minuten später stand dann auch Mehmet Kara auf dem Platz, er übernahm den Part von Edisson Jordanov. Dem Spiel was jedoch auch das zunächst herzlich egal, die nächste Großchance bot sich dem Ex-Kieler beim VfL, Marc Heider, der Schulze Niehues zu einer Glanztat zwang.

Anschließend dann endlich das lang ersehnte Aufbäumen der Preußen, die allerdings nur selten einen Weg durch die jetzt vielbeinige Osnabrücker Abwehrreihe fand. Die beste Gelegenheit hatte Denis Mangafic, der den Ball nach Kara-Flanke immerhin bis auf die Torlinie brachte, wo er dann letztinstanzlich geklärt wurde. Diese Chance verpuffte an diesem Nachmittag ebenso wie ein Großteil der Euphorie im Umfeld des SC Preußen.

Preußen Münster: Schulze Niehues -- Mangafic, Schweers, Mai, Al-Hazaimeh -- Tekerci (71. Kara), Rizzi (85. Warschewski), Braun -- Jordanov (60. Bischoff), Grimaldi, Rühle
VfL Osnabrück: Gersbeck -- El Bouazzati, Pisot, Syhre, Dercho -- Heider (87. Hohnstedt), Schulz, Groß, Reimerink (57. Renneke) -- Wriedt (77. Kristo), Savran
Tor: 0:1 Savran (22, Haider)
Gelbe Karten: Jordanov (52.) -- Savran (13.), El Bouazzati (62.), Willers (63./als Ersatzspieler außerhalb des Platzes)


Pyrotechnik im Stadion

Die Polizei zeigte sich mit ihrem Einsatzkonzept "im Großen und Ganzen" zufrieden. 11530 Zuschauer, davon etwa 1700 aus Osnabrück, haben sich laut Polizeiinformationen die Partie im Stadion an der Hammer Straße angeschaut. Ein Großteil der Fans aus Osnabrück reiste mit der Bahn an und wurde vom Hauptbahnhof mit Bussen zum Stadion gebracht. Dazu kam es im Bereich rund um den Bremer Platz bei der An- und Abreise der Fans zu Verkehrsbehinderungen.

Unangenehm fielen auch diesmal wieder einige Unbelehrbare auf. In dem Bericht der Polizei heißt es: "Vor dem Spiel zündeten Anhänger von Preußen Münster auf dem Weg zum Stadion Böller und Rauchtöpfe. In der Arena brannten zum Anpfiff in beiden Fangruppierungen insgesamt 25 Rauchtöpfe. Anhänger von Preußen Münster verbrannten nach dem Spiel mehrere Osnabrücker Schals auf einem Fluchttor, so dass dessen Hydraulik beschädigt wurde. Insgesamt fertigten die Beamten 31 Anzeigen. Eine Person wurde in Gewahrsam genommen, weil sie einem Platzverweis nicht nachgekommen sein soll.
Zum Spielende sperrten Polizisten die Hammer Straße, damit alle Fans sicher den Heimweg antreten konnten. Die Einbahnstraßenregelung Am Berg Fidel dauerte von 11 bis 17 Uhr.

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