Fußball: Westfalenliga
Preußen-Reserve setzt auf Rückkehrer und „coole Typen“

Münster -

Allzu sehr ähnelt der Kader der Preußen-Reserve dem der Vorsaison nicht mehr. 15 Neuzugänge stehen parat, zwölf Akteure haben den Westfalenligisten verlassen. An Bord zurück sind auch fünf Spieler, die schon mal für die Münsteraner in der Jugend aufliefen.

Mittwoch, 03.08.2016, 14:36 Uhr aktualisiert: 03.08.2016, 17:58 Uhr
Allesamt Rückkehrer sind diese fünf Preußen-Fußballer (v.l.): Luca Steinfeldt, Jannik Borgmann, Marcel Lopez Wismer, Nils Burchardt und Julian Sammerl kennen sich aus im Adlerclub, für dessen Zweite sie aktiv werden.
Allesamt Rückkehrer sind diese fünf Preußen-Fußballer (v.l.): Luca Steinfeldt, Jannik Borgmann, Marcel Lopez Wismer, Nils Burchardt und Julian Sammerl kennen sich aus im Adlerclub, für dessen Zweite sie aktiv werden. Foto: Thomas Austermann

Zum fünften Mal führt Fußball-Trainer Sören Weinfurtner eine Mannschaft des SC Preußen Münster in die Westfalenliga-Spielzeit. Nie zuvor aber musste der in Kinderhaus tätige Pädagoge einen solchen Umbruch bei der Zweiten bewältigen. Nie zuvor gab es einen derartig massiven Personalwechsel im U-23-Kader, für den sich nun ein Altersschnitt von 21 Jahren ausrechnen lässt.

„So einschneidend war der Wandel nicht geplant“, gibt Weinfurtner zu, der zwölf Abgänge auffangen und 15 Neue einbauen muss. „Es gibt immer Spieler, die auch aus Unzufriedenheit heraus einen neuen Abschnitt angehen. Und es gibt immer die Ideen der Trainer, ein paar Plätze neu zu besetzen.“ Weinfurtner hat seinen neuen Assistenten Kieran Schulze-Marmeling (27), der sich gerade zur DFB-Elite-Jugend-Lizenz büffelt, schon in die Planungen stark eingebunden. Der ehemalige Keeper der Bundesliga-Junioren rückt aus dem U-19-Bereich hoch und folgt Dennis Schunke im Amt, der als Teammanager die beiden Trainer entlasten soll und jede Menge organisatorischen Kram erledigt.

Nicht zuletzt Schulze-Marmeling hat sich stets bemüht, den Kontakt zu ehemaligen Preußen aufrecht zu halten. „Nicht jeder, der zu einem Proficlub wechselte, rutscht dann auch hoch zu einem Profiteam“, kann Weinfurtner genau solchen Kandidaten eine sportliche Alternative bieten. Gleich fünf „Rückläufer“ (O-Ton Weinfurtner) begrüßen die Preußen jetzt. „Alle wissen, dass hier leistungsorientiert gearbeitet wird.“ Das Quintett hätte es einfacher haben können – pro Woche wird in Münster einmal mehr trainiert als bei zahlungskräftigeren Oberligisten.

Die neuen „Alten“ sind durch die Bank „coole Typen, die charakterlich bestens zu uns passen“, wie Schulze-Marmeling wertet. Als da wären: Stürmer Luca Steinfeldt (19), der bis 2012 für Preußens U-17-Team erfolgreich war, dann bei Borussia Dortmund und zuletzt bei der Oberliga-Zweiten des MSV Duisburg. Die Zebras haben ihre U 23 vom Spielbetrieb abgemeldet. Beim BVB spielte auch SCP-Zugang Nils Burchardt (19) ein Jahr in der U 19, die Deutscher Meister wurde. Der Defensivspieler, der an der Uni Münster BWL studiert, war von 2011 an ein Adlerträger. Abwehrspieler Marcel Lopez Wismer (24) machte einst in Münster Abitur, wohnte im Sportinternat und suchte nach seiner SCP-Phase beim SC Paderborn und FSV Frankfurt sein Fußballglück, ehe er sportlich beim TuS Hiltrup heimisch wurde. Zuletzt war er studienbedingt ein Jahr lang in Spanien.

Linksfuß und Offensivspieler Julian Sammerl (21) wechselte vor zwei Jahren zur SpVgg Erkenschwick und bestritt 30 Oberliga-Partien für die Spielvereinigung. Abwehrspieler Jannik Borgmann (18) gehörte zur Bundesliga-U-19 des SCP und stand jetzt ein Jahr lang im Aufgebot des lila-weißen VfL Osnabrück in der anderen Erstliga-Staffel.

Das Quintett und die weiteren zehn Zugänge fanden teamgemäß bereits zusammen mit den wenigen, die an Bord geblieben sind. „Es fügt sich tatsächlich bestens“, lobt Weinfurtner die „interessanten Typen, die ungemein lernwillig sind und direkt versuchen, die von uns angesprochenen Dinge umzusetzen. Wir müssen diesbezüglich weniger Kämpfe austragen als zuletzt“.

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