Fußball: 3. Liga
Schmaler Preußen-Kader fällt bereits ins Auge

Münster -

Am Mittwoch gegen den MSV Duisburg steht der SC Preußen bereits unter großem Druck. Das Personalpuzzle gestaltet sich allerdings im Vorfeld schwierig. Der schmale Kader macht sich bereits bemerkbar. Stéphane Tritz dürfte in der Viererkette aber Denis Mangafic vertreten.

Montag, 08.08.2016, 16:12 Uhr aktualisiert: 08.08.2016, 20:25 Uhr
Stéphane Tritz dürfte am Mittwoch Denis Mangafic hinten rechts vertreten.
Stéphane Tritz dürfte am Mittwoch Denis Mangafic hinten rechts vertreten. Foto: Jürgen Peperhowe

Nach zwei Start-Niederlagen wären ein paar personelle Korrekturen leicht zu rechtfertigen. Preußen-Trainer Horst Steffen jedoch sind nach den 0:1-Pleiten gegen Osnabrück und in Rostock beinahe die Hände gebunden. Schon vor der dritten Runde – am Mittwoch (19 Uhr) kommt der MSV Duisburg – macht sich der dünne Kader bemerkbar.

Fest steht, dass Denis Mangafic gesperrt fehlt, ihn dürfte der solide Franzose Stéphane Tritz problemlos hinten rechts ersetzen. Sollte Adriano Grimaldi (Oberschenkelzerrung) auch noch ausfallen, hat der Coach bereits ein Problem. Dass sich Tobias Rühle eher als zweite Spitze wohlfühlt, war an der Ostsee deutlich zu erkennen. Einen ähnlichen Stürmertyp wie den Vize-Kapitän gibt das Aufgebot nicht her. Abgesehen von Youngster Tobias Warschewski. Der 18-Jährige wäre ähnlich wie Lennart Stoll oder Bennet Eickhoff vielleicht noch zu grün für eine Partie mit solch immenser Bedeutung. Ebenso riskant wäre es, die gerade erst wieder genesenen Benjamin Schwarz oder Jesse Weißenfels direkt von der Tribüne in die Startelf zu beordern. Danilo Wiebe ist nach seinem Muskelfaserriss noch gar nicht wieder im Mannschaftstraining.

Zuletzt standen lediglich 17 Akteure im Kader. Edisson Jordanov drängte sich bei seinem Kurzeinsatz etwas auf. Wen Steffen letztlich aufstellt, wird er wie immer auch vorn seiner taktischen Vorstellung und dem Gegner abhängig machen.

5500 Karten verkauft

Für die Partie gegen die Zebras sind bislang 5500 Karten verkauft, davon gehen etwa 1000 an die Gäste-Fans. Zugelassen wären 13 700 Besucher, der Verein rechnet jedoch lediglich mit 7500.

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Auffällig war gegen Osnabrück auch die Harmlosigkeit der Standards, in Rostock entsprangen immerhin die beiden besten Chancen einem Freistoß von Michele Rizzi und Tritz. Die Ecken verpufften allerdings wieder ziemlich wirkungslos. In diesem Punkt könnte Sorgenkind Amaury Bischoff am ehesten der Mannschaft helfen. Wie und ob sich der Franzose wieder einbauen lässt, ist aktuell das größte Geheimnis. Zumindest nach außen sind alle Seiten darum bemüht, schnell wieder Normalität aufkommen zu lassen. Hinter den Kulissen muss das nicht zwingend so sein. Auch die Ergebnisse der nächsten beiden Partien gegen Duisburg und am Samstag bei der SG Sonnenhof Großaspach werden eine Rolle spielen, wenn es darum geht, eine Lösung zu finden. So skurril es klingt: Bischoffs Aktien steigen mit jeder weiteren Pleite.

Hier gibt es die Tore vom gesamten Drittliga-Spieltag.

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