Fußball: 3. Liga
Bischoff rettet SCP den Punkt: Preußen Münster - MSV Duisburg 1:1

Münster -

Moral gezeigt, Punkt geholt: Der SC Preußen Münster erreichte am 3. Spieltag eine 1:1 (0:1) gegen Zweitliga-Absteiger MSV Duisburg vor 9544 Zuschauern. Nach einem vorsichtigen Auftritt in der ersten Halbzeit steigerte sich der SCP nach der Pause und verdiente sich den Punkt. 

Mittwoch, 10.08.2016, 21:22 Uhr aktualisiert: 11.08.2016, 09:04 Uhr
Fußball: 3. Liga : Bischoff rettet SCP den Punkt: Preußen Münster - MSV Duisburg 1:1
SCP-Stürmer Tobias Rühle beim Kopfball Foto: Jürgen Peperhowe

Das 0:1 nach 18 Minuten durch Dustin Bomheuer glich Amaury Bischoff in der 74. Minute mit einem verwandelten Handelfmeter aus. Nach zwei Auftaktniederlagen gibt dem SCP dieser späte Punktgewinn Mut für das kommende Auswärtsspiel in Großaspach am Samstag.

Amaury Bischoff war zurück in der Startelf nach der „Mental-Pause“ von Rostock. Zudem ersetzte Stephane Tritz als Rechtsverteidiger den gesperrten Denis Mangafic.

Preußen Münster - MSV Duisburg - die Einzelkritik

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  • Max Schulze Niehues - Note: 2:

    Ganz starker Auftritt, vor allem beim Herauslaufen. Rettete in mehreren Situationen und strahlte Ruhe aus. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Stéphane Tritz - Note: 3: Solide Vorstellung, wie man es vom Franzosen gewohnt ist. Schaltete sich auch häufiger nach vorne ein. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Lion Schweers - Note: 3:

    Einige Male sah die gesamte Viererkette nicht gut aus beim Herausrücken, doch der Youngster ließ sich nie nervös machen. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sebastian Mai - Note: 3: Im Aufbau noch mit manchen Schwächen, doch seine Rolle als Antreiber und Abwehrchef interpretiert der Neuzugang immer besser. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Jeron Al-Hazaimeh - Note: 3,5:

    Konzentrierte sich diesmal vornehmlich auf die Defensive und stand da sicher. Allerdings einige unnötige Ballverluste. Hätte fast getroffen (57.). 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sandrino Braun - Note: 4,5:

    Wie regelmäßig sehr fleißig und laufstark, aber doch wieder mit unpräzisen Abspielen und Ballverlusten. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Michele Rizzi - Note: 3: Der Kapitän brauchte lange, ehe er Chef im Ring wurde. Riss das Spiel nach der Pause mit seiner Präsenz aber an sich. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Amaury Bischoff - Note: 2,5:

    Was für ein Comeback! Anfangs mit ein paar Fehlpässen, aber doch immer wieder am Ball. Spielte einige kluge Pässe, war auffälligster Feldspieler - und traf nach seiner vieldiskutierten Auszeit vom Punkt. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tobias Rühle - Note: 4,5: Rieb sich rechts ohne jedes Glück auf, war in viele Zweikämpfe verwickelt, traf aber oft falsche Entscheidungen beim letzten Pass. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Adriano Grimaldi - Note: 4:Schwerer Stand gegen die beiden langen Innenverteidiger, wenig Zug zum Tor trotz allen Bemühens. Am Ende die große Chance zum Siegtor. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mehmet Kara -  Note: 4:

    Fand nie zu seinem klassischen Dribbelspiel, hielt zu lange den Ball, war aber immerhin bemüht, über links für Akzente zu sorgen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sinan Tekerci - Note: 3: Diesmal als Joker am Ball und dabei weitaus gefährlicher als zuvor. Brachte Schwung rein. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Jesse Weißenfels - Note: 3:

    Sein Comeback, sein Drittliga-Debüt - und durchaus ein Faktor auf dem Weg zum ersten Punkt. Mehrere vielversprechende Szenen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Edisson Jordanov - keine Note:

    Nach seiner Einwechslung ohne große Offensivmomente, im Rückwärtsgang aber durchaus wertvoll. 

    Foto: Jürgen Peperhowe

Nach acht Minuten musste Maximilian Schulze Niehues, der Torwart der Preußen, sein taktisches Gefühl unter Beweis stellen, als er den Konterangriff von Zlatko Janjic im letzten Moment bremsen konnte. Es wäre sonst bereits das 0:1 gewesen.

Doch die Preußen fingen sich schnell und hatten durch Tobias Rühle (11.), Amaury Bischoff (13.), ein Solo von Adriano Grimaldi (15.) sowie Michele Rizzi (16.) zumindest passable Chancen.

Preußen Münster - MSV Duisburg

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  • Der „12. Mann“ zeigt Flagge vor Spielbeginn.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Oben auf im Luftduell: SCP-Abwehrmann Lion Schweers.

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  • Fokussiert aufs Spielgerät: SCP-Stürmer Adriano Grimaldi (l.), Gegenspieler Tugrul Erat (M.) und MSV-Keeper Mark Flekken.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Engagiert an der Seitenlinie SCP-Coach Horst Steffen (l.) und MSV-Trainer Ilia Gruev.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Im Zweikampf: SCP-Abwehrspieler Sebastian Mai (r.) gegen Simon Brandstetter.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Die 1:0-Führung für den MSV Duisburg durch Dustin Bomheuer: SCP-Torhüter Maximilian Schulze Niehues streckt sich vergeblich.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Es folgen weitere Impressionen vom Spiel....

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
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  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe

Doch der Rückstand fiel aus dem Nichts. Eine Ecke von Janjic köpft der aufgerückte Dustin Bomheuer (18.) ins Tor. Das war gut gemacht, aber viel zu passiv verteidigt von den Preußen. Die wussten, was auf sie zukommt und konnten den Rückstand doch nicht verhindern.

0:1 gegen Osnabrück, 0:1 gegen Rostock, das waren Endstände, nun wieder ein 0:1. Die Saison läuft für das Steffen-Team ziemlich dürftig an.

Der SCP fing sich in der Folgezeit, gerade Amaury Bischoff war bemüht, die Angriffe etwas zu sortieren, aber richtig gute Chancen blieben aus. Münster versuchte sich, aber Durchschlagskraft sieht anders aus. Einzig Bischoff prüfte mit einem Fernschuss Gäste-Schlussmann Mark Flekken.

Zudem musste Schulze Niehues auf der anderen Seite mehrfach einen Feldspieler kopieren und Konter der „Zebras“ in höchster Not abfangen. War die Führung der Gäste verdient? Sie hatte jedenfalls beim Pausenpfiff Bestand.

Wenige Torchancen

Erst nach dem Wechsel zeigten die Preußen die notwendige Aggressivität. Die Einwechselungen von Jesse Weißenfels und Sinan Tekerci belebten die Offensive, der erneut enttäuschende Tobias Rühle und Sandrino Braun mussten weichen. Die Spielweise des SCP war nun einfach giftiger, die Hausherren stemmten sich gegen die drohende Niederlage. Zwar blieben richtig gute Chancen Mangelware, aber jetzt waren die Adlerträger gefährlicher.

Nach einem Handspiel von Kevin Wolze zeigte Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck (Freiburg) auf den Elfmeterpunkt. Amaury Bischoff übernahm die Verantwortung und traf zum 1:1.

Zwei Minuten vor dem Abpfiff war es dann Adriano Grimaldi, der mit einem Kopfball das 2:1 hätte erzielen können, doch der Ball landete neben dem Tor.

Die Aufstellungen:

Preußen Münster: Schulze Niehues - Tritz, Schweers, Mai, Al-Hazaimeh - Braun (56. Tekerci ), Rizzi, Bischoff - Rühle (56. Weißenfels), Grimaldi, Kara (70. Jordanov)

MSV Duisburg: Flekken - Leutenecker, Bomheuer, Bajic, Wolze - Özbek (75. Dausch), Schnellhardt - Tugrul (61. Wiegel ), Janjic, Bröker - Brandstetter (78. Iljutchenko )

Die Spielstatistik:

Tore: 0:1 Bomheuer (18., Ecke von Janjic), 1:1 Bischoff (74., Handelfmeter von Wolze)

Gelbe Karten: Bischoff, Rizzi, Grimaldi, Al-Hazaimeh / Özbek

Zuschauer: 9544

Schiedsrichter: Jöllenbeck (Freiburg)

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