Fußball: A-Junioren-Bundesliga
Preußen-Talente stehen gegen RW Essen neben sich

Münster -

Bislang waren die Ergebnisse, die die A-Jugend der Preußen erzielt hatte, alle im Rahmen. Das 0:2 am Sonntag zu Hause gegen RW Essen war allerdings so nicht eingeplant. Diesmal lief so gut wie gar nichts zusammen.

Sonntag, 25.09.2016, 17:58 Uhr aktualisiert: 25.09.2016, 20:38 Uhr
Münsters Mike Jordan steigt hoch zum Kopfball, doch RWE-Keeper Stefan Jaschin ist zur Stelle (l.).
Münsters Mike Jordan steigt hoch zum Kopfball, doch RWE-Keeper Stefan Jaschin ist zur Stelle (l.). Foto: Peter Leßmann

Klar war und belegt wurde, dass die U-19-Fußballer des SC Preußen Münster gegen die Großen der Bundesliga ihre Probleme haben. Umso schmerzlicher für sie, dass es ausgerechnet gegen einen gleichfalls um den Klassenerhalt rackernden Gegner eine Minusleistung plus Niederlage gab. Beim 0:2 (0:1) gegen RW Essen standen die allermeisten Jung-Adler ziemlich neben sich und erlaubten dem Revierclub Sieg Nummer zwei. „Jetzt stehen wir da, wo wir nie landen wollten – in der Abstiegszone“, schimpfte Trainer Cihan Tasdelen über das Los, das zu ersparen der Mannschaft nur dann möglich gewesen wäre, wenn sie eine komplett andere Körpersprache an den Tag gelegt hätte. Eine wie in zwei Heimspielen zuvor. „Das war unterirdisch. Ich habe keinen gesehen, der seine normale Form gezeigt hat.“ Die anstehende Herbstpause muss der Kader zur Rückbesinnung auf die notwendigen Tugenden nutzen.

Der Lattentreffer von Timon Schmitz (14.) nach Tobias Warschewskis Vorarbeit blieb die beste Offensivszene einer mit sich hadernden Auswahl, die im Aufbau etliche Fehlentscheidungen traf und nach Ballverlust immer wieder nur reagieren durfte. Essen machte keineswegs mächtig Dampf, traf aber direkt vor der Pause durch Boris Tomiak nach Freistoß in die Zentrale. Ins Getümmel stürzte sich Preußen-Keeper Wiktor Beska, dabei war er dort völlig fehl am Platz.

Baris Ekincier legte nach (59.), als er gegen Mike Jordan den direkten Weg suchte und ungestört zum Abschluss kam. Mehr hatte RWE offensiv nicht zu bieten, mehr musste an dem Tag vom Sieger nicht geboten werden. „Wenn wir uns gegen einen solchen Gegner so präsentieren, dann werden wir echte Probleme bekommen“, muss Tasdelen in der spielfreien Phase genau das ansprechen.

SCP: Beska – Weid, Homann, Jordan, Enning – Möllmann (73. Exner), Ströker (62. Gül), Knüver, Kondring (62. Steinkötter) – Schmitz, Warschewski.

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