Fußball: 3. Liga
Möhlmann und Metzelder – die Zukunft der Preußen

Münster -

Preußen Münster kann die Weichen für die nächste Drittliga-Saison stellen. Die Vertragsverlängerung mit Trainer Benno Möhlmann steht bevor. Gemeinsam mit Sportchef Malte Metzelder wird er das Aufgebot des SCP umgestalten.

Mittwoch, 26.04.2017, 17:01 Uhr aktualisiert: 26.04.2017, 20:48 Uhr
Weiter ein Team: Sportchef Malte Metzelder (links) und Trainer Benno Möhlmann.
Weiter ein Team: Sportchef Malte Metzelder (links) und Trainer Benno Möhlmann. Foto: Jürgen Peperhowe

Malte Metzelder, der neue starke Mann beim SC Preußen Münster im operativen Geschäft, macht nicht den Eindruck, als ob er sich hetzen lassen würde. Eines nach dem anderen, so lautet seine Devise. Seine erste Personalentscheidung hat der 34 Jahre alte Ex-Profi mit der Weiterverpflichtung von Mittelfeldspieler Lennart Stoll (bis 2019) hinter sich gebracht. Die erste ganz große Vertragssache steht knapp bevor und vor dem Abschluss, denn es führt kein Weg an Trainer Benno Möhlmann vorbei. Er wird seinen im Sommer auslaufenden Vertrag verlängern.

Alles andere wäre eine Sensation: Denn Möhlmann holte in seinem gut halben Jahr als Coach 37 Punkte (29:24 Tore) und schraubte aus dem Tabellenschlusslicht eine durchaus ambitionierte gehobene Mittelklasse-Auswahl zusammen. Verein und Coach bestätigten die laufenden Gespräche, die Einigung ist gewiss. Zuletzt wurde Möhlmann nach dem 4:2-Heimsieg über Fortuna Köln von den Fans auf den Rängen gefeiert – was lange kein Coach mehr bei den Preußen erlebt hat. Der Routinier selbst sieht Entwicklungsmöglichkeiten beim SCP und hat sich nach 656 Partien in 1. und 2. Bundesliga schnell mit der Situation in Münster arrangiert.

M & M – Metzelder und Möhlmann werden den SCP, der für den 19. Juni vermutlich den Trainingsstart plant, in die siebte Drittliga-Saison führen. „Ein kleiner, geschmeidiger Kader“, schwebt Metzelder vor, 22 Spieler soll er umfassen, aktuell sind es 25 Akteure. Ob das dem überschaubaren finanziellen Spielraum geschuldet sei oder seiner Philosophie von einer überschaubaren Gruppe ist, lässt der 34-Jährige offen. Er wolle erst noch mit allen Profis reden, ehe Trennung oder Weiterbeschäftigung offiziell werden. Nichtsdestotrotz dürfte das Leihgeschäft mit Sinan Tekerci (Dynamo Dresden) enden, der Zweitligist holt den Linksfuß zurück. Bei den Spielern mit gültigen Verträgen bis Sommer 2018 gibt es zwei überaus interessante Personalien. Tobias Warschewski, zweifacher U-19-Nationalspieler, dürfte auf allen Kandidatenlisten in der 1. und 2. Bundesliga stehen. Geht er im Sommer, winkt dem SCP eine fette Ablösesumme im mittleren sechsstelligen Bereich.

Anders ist die Lage bei SCP-Urgestein Mehmet Kara. Dem 33-Jährigen war schon in der Winterpause im Gespräch mit der sportlichen Leitung nur eine dünne sportliche Perspektive ausgemalt worden. Die Situation hat sich für den Mittelfeld-Rastelli – erprobt in 301 Pflichtspielen (61 Tore) für den SCP seit 2008 – nicht mal im Ansatz verbessert.

►  Interesse: Der SCP hat die Fühler nach Atakan Karazor von Borussia Dortmund II ausgestreckt. Der 20-Jährige spielte auf der Sechser-Position in der Regionalliga West eine starke Hinserie. Zuvor war er in der Jugend für den VfL Bochum und SW Essen aktiv. In Dortmund läuft sein Profi-Vertrag bis Sommer 2018, verlängert der BVB den Kontrakt, wäre ein Leihgeschäft denkbar.

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