Fußball: 3. Liga
Cueto macht den Anfang - erstes Tor für die Preußen in der Vorbereitung

Münster -

Der SC Preußen Münster, gegründet 1906, hat am 19.06. das Training wieder aufgenommen. Der Fußball-Drittligist begrüßte dabei vier Zugänge mit Fabian Menig, Lucas Cueto, Nils Körber und Luis Klante sowie im Trainerstab Sven Kmetsch und Milenko Gilic. Es sollen nicht die letzten Zugänge gewesen sein.

Dienstag, 20.06.2017, 06:45 Uhr aktualisiert: 20.06.2017, 07:15 Uhr
Die Trainer stehen, die Spieler knien: Co-Trainer Sven Kmetsch (von links), Chefcoach Benno Möhlmann und Torwartrainer Milenko Gilic. Neuzugänge sind Lucas Cueto (hockend von links), Nils Körber, Luis Klante und Fabian Menig.
Die Trainer stehen, die Spieler knien: Co-Trainer Sven Kmetsch (von links), Chefcoach Benno Möhlmann und Torwartrainer Milenko Gilic. Neuzugänge sind Lucas Cueto (hockend von links), Nils Körber, Luis Klante und Fabian Menig. Foto: Jürgen Peperhowe

Ganz in Schwarz bewegte sich der Tross der Spieler und der Trainerstab durch den Tunnel hinein ins Preußenstadion. Ein wenig die Stimmung, die Witterung aufnehmen, hier soll es also passieren. Das ist der Ort, an dem der Fußball-Drittligist in der nächsten Saison es bei den Heimpartien richtig gut machen will. Der Umbruch in der Mannschaft von Trainer Benno Möhlmann fiel dabei überschaubar aus, den meisten Abgängen wird nicht hinterher getrauert. Von den Zugängen ist Co-Trainer Sven Kmetsch der mit Abstand bekannteste, und einer, der bestens aufgeräumt an die Sache herangeht. Möhlmann und Kmetsch, zwei, die sich gefunden haben.

„Auf zwei Positionen wollen wir noch was machen“, erklärte derweil Sportchef Malte Metzelder nüchtern. Er sei zufrieden mit der Kaderplanung bis hierhin, vor allem das Leihgeschäft mit Torwart Nils Körber (Hertha BSC Berlin) gefiel ihm. Dass der Neuzugang sich die Nummer 1 auf dem Trikot angelte, überraschte. Platzhirsch Max Schulze Niehues blieb bei seinen Leisten und vertraut der 35. Martin Kobylanski, von Lechia Danzig zum SCP geholt, übernahm dagegen die prestigeträchtige 10 – zwei Zahlen mit großer Wucht im Fußball.

SCP-Fahrplan durch die Vorbereitung

24.6. (Samstag, 15 Uhr): Test bei Germania Mauritz (A-Kreisligist)

25.6. (Sonntag, 15 Uhr): Test beim SC Reckenfeld (A-Kreisligist)

30.06. (Freitag, 18.30 Uhr): Test gegen die Begatal-Auswahl in Dörentrup.

2.7. (Sonntag, 15 Uhr): Test gegen SG Wattenscheid 09 (Regional­ligist) in Billerbeck

Anfang Juli: Bekanntgabe Spielplan 3. Liga.

5.7. (Mittwoch, 18:30): Test gegen Borussia Dortmund II (Regionalligist), Spielort offen.

8.7. (Samstag, 15 Uhr): Test gegen SC Wiedenbrück (Regionalligist) in Sünninghausen/Oelde.

11.7. (Dienstag, 18:30 Uhr): Test gegen Westfalia Rhynern (Oberliga) in Beelen

12.7. bis 15.7. (Mittwoch bis Samstag): Trainingslager in Herzlake

15. oder 16.7. (Sonntag): Saisoneröffnung, Gegner noch offen

21. bis 23. Juli: 1. Spieltag 3. Liga

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Plan B: Systemumstellung

Metzelder jedenfalls sucht noch einen zentralen defensiven Mittelfeldspieler und eine Offensivkraft. Trainer Benno Möhlmann, der seine x-ste Vorbereitung als Profi mit einer Ansprache an die Mannschaft eröffnet hatte, würde sich über zwei oder drei Zugänge freuen. Aber er plant auch für den Fall, dass kein „Sechser“ mehr geholt wird. „Es könnte dann eine Systemänderung geben“, sagt er, vielleicht mit Sebastian Mai und Danilo Wiebe als „Doppel-Sechs“ die Dinge aus dem Bestand lösen. Zukunftsmusik zum Start. Hektik war dem Coach jedenfalls nicht anzumerken, auch Metzelder ließ nicht tiefer blicken. Alle sind froh, darunter auch die knapp 100 Tribünengäste, dass der SCP wieder Fahrt aufnimmt und die Fußball-lose Zeit endet.

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Erstes Trainingsspielchen

Max Schulze Niehues, der Torwart mit der Nummer 35, erwischte im ersten Trainingsspielchen einen schlechten Moment und trat irgendwie über den Ball. So ergab es sich, dass Lucas Cueto, gebürtiger Kölner und Zugang vom FC St. Gallen, den Ball zum ersten Tor der Vorbereitung in den Kasten schob. Die Männer ganz in Schwarz führten gegen die Rot-Leibchen mit 1:0. Ein Anfang ist gemacht. Am Samstag bei Germania Mauritz (15 Uhr) und 24 Stunden später beim SC Reckenfeld folgen die ersten Testspiele in direkter Nachbarschaft. Es sind Appetithäppchen.

Kommentar

Keine Garantie für nix

Die Rückrunde unter Trainer Benno Möhlmann macht Hoffnung, dass es bei den Preußen nicht eine weitere Saison im Tabellenkeller gibt. Ein Großteil des Kaders, der für den Aufschwung gesorgt hatte, wurde zusammen­gehalten. Immerhin.

Aber der SCP hat offenbar keinen finanziellen Spielraum, die Lizenzerteilung war eine schwere Geburt. Es konnten bislang nur „Nobodys“ verpflichtet werden. Zudem ist das Aufgebot nicht gerade üppig besetzt, Verletzungspech kann der verjüngte und ausgedünnte Kader nicht gebrauchen. Und eigentlich fehlt in jedem Mannschaftsteil noch ein direkt drittliga-tauglicher Akteur. Trainer Möhlmann wird wohl tricksen müssen. Dass er das durchaus kann, hat er in der letzten Saison bereits bewiesen.

Alexander Heflik

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