Fußball: 3. Liga
Erster Eindruck bei den Preußen fällt positiv aus

Münster -

Zweiter Trainingstag beim SC Preußen Münster. Trainer Benno Möhlmann ist dabei erfreut über den flotten Eindruck, den seinen Spieler in der kurzen Zeit hinterlassen haben. Aber, auch das stellt der 62 Jahre alte Fußballlehrer klar, es fehlen noch einige Verstärkungen.

Mittwoch, 21.06.2017, 07:02 Uhr aktualisiert: 21.06.2017, 07:58 Uhr
Einige neue Gesichter: Fabian Menig (2.v.l.), Co-Trainer Sven Kmetsch (3.v.l) und SCP-Nachwuchsspieler Cyrill Akono (4.v.l.).
Einige neue Gesichter: Fabian Menig (2.v.l.), Co-Trainer Sven Kmetsch (3.v.l) und SCP-Nachwuchsspieler Cyrill Akono (4.v.l.). Foto: Jürgen Peperhowe

Die Profikarriere als Spieler von Benno Möhlmann nahm 1974 in Münster ihren Anfang, 1988 sattelte er auf Trainer um. Irgendwo zwischen 80 und 90 dürfte die Anzahl der mehrwöchigen Trainings-Vorbereitungen sich beim heute 62 Jahre alte Fußballlehrer mittlerweile auftürmen. Wenn er also, wie nach den ersten zwei Übungseinheiten, erklärt, dass das „sehr gut und flott abgelaufen ist“, dann hat das wohl Gewicht.

Aber, so der Coach von Fußball-Drittligist Preußen Münster weiter: „Wir sind nicht ganz vollständig. Trotzdem sieht man bei den Jungs, dass sie in der trainingsfreien Zeit ihre Programme umgesetzt haben.“ Plan A ging also auf den ersten Blick auf. Die Leistungsdiagnostik am Institut für Sportmedizin des UKM am nächsten Dienstag wird endgültig Klarheit bringen, ob die Adlerträger im Urlaub gefaulenzt haben oder auch gelaufen sind.

Bei Plan B sind die Preußen um Sportchef Malte Metzelder noch gefordert. Sprich, es müssen noch Verstärkungen her. Zuletzt holten sich die Preußen bei ihren Bemühungen um Spieler zwei Abfuhren ab. Metzelder muss, wie Möhlmann sagt, mit dem knappen Budget jonglieren. Möhlmann: „Wir müssen nach Alternativen suchen.“ Der Markt ist schwierig.

Zenga kein Thema

Dass Erik Zenga für die zentrale Mittelfeldposition vom Zweitligisten SV Sandhausen zurückgeholt wird, ist eher unwahrscheinlich. Münster hat mit Innenverteidiger Simon Scherder nach 22monatiger Verletzungspause sowie Benjamin Schwarz, dem bei einer denkbaren weiteren Knie-OP eine gut zehnmonatige Zwangspause droht, schon zwei „Wackelkandidaten“.

Ausdauer und Kraft stehen bei nahezu täglich zwei Übungseinheiten in den nächsten 14 Tagen vorrangig auf dem Programm. Am Wochenende wird dann doppelt getestet (Germania Mauritz/Samstag und SC Reckenfeld/Sonntag, jeweils 15 Uhr).

KSC und Würzburg ambitioniert

Möhlmann jedenfalls wagt schon einen vagen Blick über den Tellerrand hinaus: „Speziell der Karlsruher SC und die Würzburger Kickers deuten mit ihren Transfers an, direkt wieder in die 2. Bundesliga zurückkehren zu wollen.“ Bei den meisten anderen Clubs habe sich aus der Sicht von Möhlmann nicht so viel getan.

►  Generalprobe: Das letzte Testspiel der Vorbereitung findet am 15. Juli um 15 Uhr beim Nord-Regionalligisten BSV Rehden statt. Die Partie rundet das viertägige Trainingslager der Preußen in Herzlake ab. Ex-Preuße und Verteidiger Kevin Schöneberg spielte letzte Saison für den BSV (17 Spiele).

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