Fußball: Testspiele
Preußen Münster trifft alle sechs Minuten

Münster -

Drittligist Preußen Münster hat sich richtig heiß geschossen. Bei den Testspielen in Mauritz (16:0) und in Reckenfeld (14:0) gab es klare Siege, auch wenn die Gegner in der Kreisliga A beheimatet sind. Viel Aussagekraft haben die Ergebnisse darum nicht.

Sonntag, 25.06.2017, 19:30 Uhr aktualisiert: 25.06.2017, 19:34 Uhr
Meist war es umgekehrt: Germania-Schlussmann Joscha Klaes fängt eine Flanke ab, Adriano Grimaldi aber nutzte seine vielen Chancen beim ersten Testspiel zu acht Treffern.
Meist war es umgekehrt: Germania-Schlussmann Joscha Klaes fängt eine Flanke ab, Adriano Grimaldi aber nutzte seine vielen Chancen beim ersten Testspiel zu acht Treffern. Foto: Jürgen Peperhowe

23, 16, 15, 14, 13, 8 und 4. Das waren die zentralen Zahlen des SC Preußen Münster an diesem Wochenende. Fünf Tage befand sich der Fußball-Drittligist im Training, ehe mit einem selbst für diese Verhältnisse ungewöhnlich hohen 16:0-Kantersieg bei A-Kreisligist Germania Mauritz vor 450 Zuschauern der Reigen der acht geplanten Testspiele eingeläutet wurde. 22 Stunden später stellte sich das Team von Trainer Benno Möhlmann der Stadtauswahl Greven auf der Anlage des SC Reckenfeld, wieder schepperte es beim 14:0 (9:0) vor 650 Besuchern. Alle sechs Minuten traf der SCP in den ersten beiden Testpartien im Schnitt.

23 Monate musste Simon Scherder auf diesen Moment warten, nach der Pause wurde der Innenverteidiger in Mauritz eingewechselt. Scherder, seit 2006 ein Preuße und seit einem Testspiel im Juli 2015 mit zwei aufeinander folgenden Kreuzbandrissen aus der Profiwelt gerissen, meldete sich auf dem Platz zurück. Es sei ein gutes Gefühl gewesen, den Respekt vor der Situation habe er schnell abgelegt, jetzt wolle er sich Stück für Stück, Testspiel für Testspiel heranarbeiten an alte Stärke.

Stadtauswahl gegen Preußen Münster

1/30
  • Foto: Weßeling
  • Foto: Weßeling
  • Foto: Weßeling
  • Foto: Weßeling
  • Foto: Weßeling
  • Foto: Weßeling
  • Foto: Weßeling
  • Foto: Weßeling
  • Foto: Weßeling
  • Foto: Weßeling
  • Foto: Weßeling
  • Foto: Weßeling
  • Foto: Weßeling
  • Foto: Weßeling
  • Stadtauswahl gegen Preußen Münster Foto: Weßeling
  • Foto: Weßeling
  • Foto: Weßeling
  • Foto: Weßeling
  • Foto: Weßeling
  • Foto: Weßeling
  • Foto: Weßeling
  • Foto: Weßeling
  • Foto: Weßeling
  • Foto: Weßeling
  • Foto: Weßeling
  • Foto: Weßeling
  • Foto: Weßeling
  • Foto: Weßeling
  • Foto: Weßeling
  • Foto: Weßeling

16 Tore hatte der SCP in der Vergangenheit nur selten in einem Testspiel erzielt. Obwohl: Im Winter-Trainingslager in Estepona/Spanien im Januar 2014 erlegte der SCP eine Art Dorfauswahl von CD Ronda auch mit 16:0. Der Sieg am Samstag passte in den Kanon der Drittliga-Konkurrenz, weil der FSV Zwickau gegen den Ebersbrunner SV gar mit 20:0 siegte und Hansa Rostock gegen den Löwenberger SV genauso mit 16:0 gewann wie RW Erfurt beim Bischlebener SV mit 16:0. Aussagekraft für die Sieger: Eigentlich keine. Außer vielleicht der Spaßfaktor, der groß war, und dass SCP-Trainer Benno Möhlmann meinte: „Alles gut, vor allem in der zweiten Halbzeit war das okay.“ Sein Mauritzer Gegenüber Christopher Dunkel-Steinhoff wollte zumindest Licht in die Sache bringen: „Die erste Halbzeit war überragend von uns.“ Die Torflut später war aber nicht mehr zu stoppen vom A-Ligisten.

15 Spieler, und damit alle, die spielberechtigt waren, setzte Möhlmann ein. 14 Treffer ließ der SCP in Reckenfeld folgen, und machte das, was Coach Möhlmann als „schöne Spielzüge, die man erst einmal spielen muss“, vorsichtig lobend beschrieb.

Die 13 stand auf dem Trikot von Niklas Thiel, er hatte sich das Jersey des verletzten Ole Kittner geborgt. Der Testspieler von Eintracht Frankfurt machte auf der Sechser-Position keinen Unsinn, mehr war beim Auftakt in Mauritz nicht zu erwarten. Zu groß war der Leistungsunterschied zwischen den Teams einfach. Einen Tag später machte er genauso wenig Unfug als Innenverteidiger. Ob Thiel direkt weiterhelfen könne, wollte Möhlmann nicht beurteilen. Auf längere Sicht habe Thiel Drittliga-Format.

Acht Tore schoss derweil Adriano Grimaldi zum Auftakt. Anfangs schludrig bei einer „Hundertprozentigen“, war schnell Schluss mit lustig. „Tore schießen ist immer schön“, sagte er lapidar. Ein Alleinstellungsmerkmal hatte er damit nicht, denn auch Aykut Öztürk traf für Zwickau beim 20:0 achtfach. Nicht überliefert ist, ob Öztürk sechs Treffer einen Tag später nachlegte wie der Preußen-Kapitän ganz selbstverständlich in Reckenfeld am Sonntag.

Vier, und das war wohl die alarmierendste Zahl in Trainingswoche eins, also vier Akteure sind verletzt. Tobias Rühle, Ole Kittner und Lucas Cueto fehlten in Mauritz, da schied auch Fabian Menig aus, allerdings bestätigte sich der Mittelhandbruch nicht. Menig soll diese Woche ins Training zurückkehren.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4956291?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686217%2F2820606%2F
Nachrichten-Ticker