Fußball: 3. Liga
Thiel soll Zweijahresvertrag bei den Preußen erhalten

Münster -

Mit Niklas Thiel ist der fünfte Neuzugang für die Preußen nicht nur im Anmarsch, er steht längst auf dem Trainingsplatz. Der Vollzug für einen Zweijahresvertrag steht kurz bevor. Allgemein muss der Verein aber weiter kleine Brötchen auf dem Transfermarkt backen.

Donnerstag, 29.06.2017, 20:00 Uhr aktualisiert: 30.06.2017, 13:47 Uhr
Niklas Thiel (l.) präsentierte sich in seinen ersten Tagen in Münster körperlich und mental voll auf der Höhe und erhält zur Belohnung einen Zweijahresvertrag.
Niklas Thiel (l.) präsentierte sich in seinen ersten Tagen in Münster körperlich und mental voll auf der Höhe und erhält zur Belohnung einen Zweijahresvertrag. Foto: Jürgen Peperhowe

Der fünfte externe Neuzugang des SC Preußen steht so gut wie fest. Niklas Thiel, zuletzt in der U 19 von Eintracht Frankfurt am Ball, soll für zwei Jahre unterschreiben. Seine Verpflichtung kommt inzwischen nicht mehr ganz überraschend, er war seit der vergangenen Woche als Trainingsgast vor Ort und absolvierte bereits zwei Testspiele.

„Er ist sehr weit, dafür dass er bislang A-Jugendlicher war. Und er hat vom Kopf her eine klare Vorstellung, passt sich sehr schnell an“, sagt Trainer Benno Möhlmann. „In Frankfurt und beim HSV hat er eine vernünftige Ausbildung genossen. Aber es ist auch klar, dass er noch nicht sofort helfen kann.“ Der Coach plant ihn eher im defensiven Mittelfeld ein, auch wenn er zuletzt bei den Hessen Innenverteidiger war.

Schöneberg nach Kinderhaus

Kevin Schöneberg, der von 2012 bis 2016 für die Preußen in der 3. Liga auflief, steht kurz vor einem Wechsel zu Westfalia Kinderhaus. Der 31-Jährige, der nach wie vor in Münster wohnt und in der vergangenen Saison für den Regionalligisten BSV SW Rehden in Niedersachsen am Ball war, war im Winter noch für eine Rückkehr zum SCP im Gespräch. Nun setzt er seine Laufbahn wohl beim Bezirksligisten fort.

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Thiel ist 19 und fällt damit genau in die Kategorie, in der der SCP in diesem Sommer nach Zugängen fischt. Große Sprünge sind eben nicht drin. „Wir müssen überlegen, ob wir das Geld für einen ausgeben oder ob wir den Kader breiter aufstellen und drei Leute holen“, sagt Möhlmann. Dass der geringere Etat so konsequent umgesetzt wird, war bei der Vertragsverlängerung des 62-Jährigen im April so nicht absehbar. Jammern möchte er darüber aber nicht. „Es ist klar, dass wir uns noch mal ein Übergangsjahr nehmen und nicht den Aufstieg angreifen können. Wir müssen uns weiter stabilisieren und auswärts effektiver werden“, ruft er die eher bescheidenen Ziele für die neue Saison aus.

Mit Thiel sieht er die Sechser-Position noch nicht vollständig abgedeckt. Dort, in der Abwehr und auf der linken Mittelfeldseite meldet der Routinier noch Bedarf an. Sein Namensvetter Benno Mohr (zuletzt Borussia Mönchengladbach II), der auf der offensiven Außenbahn zu Hause ist, bleibt bis Sonntag bei der Mannschaft und ist ein ernsthafter Kandidat. Er wird auch am Freitag im dritten Test bei der Begatal-Auswahl in Dörentrup (Anstoß 18.30 Uhr) auflaufen. Im nordöstlichsten Zipfel von NRW wartet eine Mischtruppe aus Kreisliga-Akteuren, aber auch höherklassig erfahrenen Kickern der Region. Mit am Ball ist auch Futsal-Nationalspieler Christoph Rüschenpöhler, der aus der Gegend nahe Detmold stammt und lange Jahre für den UFC Münster aktiv war. Bei den Preußen fällt neben Tobias Rühle auch Ole Kittner (Außenbandriss) aus. Luis Cueto hat sich dagegen fit gemeldet.

Kein Thema ist beim SCP in den nächsten Wochen Tobias Warschewski, der nach dem DFB-Lehrgang Mitte Juni und kurzer Erholungspause in den vergangenen Tagen am Donnerstag mit der U-19-Nationalelf zur EM nach Georgien aufbrach. Möhlmann hatte zu ihm nur kurz Kontakt, ist aber guter Dinge zum Saisonstart am 22. Juli voll auf sein Sturmtalent bauen zu können. Verbandscoach Frank Kramer hat ihm einen angepassten Trainingsplan verpasst. „Ich hoffe, dass Tobi viel spielt und im Rhythmus ist, wenn er zurück kommt“, sagt er. Im nominell ersten vollständigen Seniorenjahr soll der 19-Jährige vermehrte Einsätze erhalten. Daher sucht der Verein für den Angriff auch keine Verstärkung. Ein Verkauf des Jungprofis ist ebenfalls nicht vorgesehen – auch wenn der Geld in die Kassen spülen würde.

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