Fußball: 3. Liga
Preußen-Trainer Antwerpen setzt vor Meppen neue Schwerpunkte

Münster -

Zuletzt stand die Arbeit gegen den Ball beim SC Preußen im Vordergrund, nun aber widmen sich Trainer Marco Antwerpen und seine Schützlinge anderen Aufgaben. Vor dem Drittliga-Jahresauftakt in Meppen geht es um Spieleröffnung und Offensivstandards.

Dienstag, 16.01.2018, 14:34 Uhr aktualisiert: 17.01.2018, 14:40 Uhr
Simon Scherder (r.) soll in der Viererkette spielen und gleichzeitig Führungsaufgaben tragen.
Simon Scherder (r.) soll in der Viererkette spielen und gleichzeitig Führungsaufgaben tragen. Foto: Jürgen Peperhowe

Das Emsland macht mobil. Der SV Meppen wirbt für einen Besuch des Drittliga-Heimspiels am Sonntag gegen den SC Preußen und peilt offen eine fünfstellige Besucherzahl an. 10 000 Zuschauer sollen den Aufsteiger, der sich für die 0:3-Hinspielpleite revanchieren möchte, nach vorne treiben. Vergleichsweise entspannt geht es da in Münster zu. In den vergangenen Tagen drehte sich an der Hammer Straße alles um die (erfolgreiche) Ausgliederung.

Auch die Profis waren am Sonntag vor Ort bei der Abstimmung und erhielten am Montag noch einen weiteren trainingsfreien Tag. „Das war so geplant. Wir haben in den letzten Wochen ja auch ein happiges Programm gefahren“, sagt Trainer Marco Antwerpen, der sich auf den eigenen Liga-Einstand merklich freut. Nachdem zuletzt vor allem die Arbeit gegen den Ball im Vordergrund stand, setzte der 46-Jährige in dieser Woche andere Schwerpunkte. Es ging um Spieleröffnung und offensive Standards. Der SCP möchte sich mit einem neuen Gesicht präsentieren – auch auf diesen Feldern.

Wer die Nummer eins zwischen den Pfosten wird, ist noch immer offen. Erst Ende der Woche will sich Antwerpen mit seinem Torwarttrainer Milinko Gilic, den er vor seinem Engagement beim SCP gar nicht kannte, zusammensetzen. „Wir sind ein Team und entscheiden zusammen. Natürlich habe ich ein Vetorecht, aber das Vertrauen ist groß.“ Nils Körber und Max Schulze Niehues haben also noch ein paar Einheiten Zeit, sich ins Rampenlicht zu rücken.

Rizzi pausiert noch

Die ganz großen Sorgenkinder gibt es im Preußen-Kader zurzeit zwar nicht, doch vor dem Wiederbeginn der Meisterschaft müssen einige Akteure weiter Zwangspausen einlegen. Michele Rizzi, der aufgrund muskulärer Probleme im Oberschenkel bereits seit der vergangenen Woche zuschauen muss, soll erst am Donnerstag wieder einsteigen. Abschreiben möchte ihn Trainer Marco Antwerpen für Sonntag aber noch nicht. Auch Jeron Al-Hazaimeh, der sich am Freitag eine Kapselverletzung im Sprunggelenk zugezogen hatte, kann frühestens am Mittwoch wieder mitmischen. Zudem pausiert Danilo Wiebe aktuell mit Adduktorenbeschwerden. „Alles kleinere Blessuren, das können wir auffangen“, sagt der Coach, der sicher nur auf Sebastian Mai (Gesäßmuskelentzündung) verzichten muss. Von den U-19- und U-23-Spielern kommt aktuell noch keiner für den Spieltag infrage.

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Fürs Erste festgelegt hat sich der Coach bei der Frage, wo der von ihm zum Führungsspieler erklärte Simon Scherder auflaufen soll. „Er hat es in der Innenverteidigung zuletzt sehr gut gemacht. Ich sehe keine Gründe, etwas zu ändern.“ Heißt im Umkehrschluss: Ole Kittner und Lion Schweers, zum Ende der Hinrunde oft nebeneinander im Abwehrzentrum, ringen um die Stelle neben dem Eigengewächs.

Bliebe die Frage nach Verstärkungen. Antwerpen gibt sich da ähnlich verschlossen wie seine Vorgesetzten, legt aber für den Fall der Fälle Wert darauf, dass ein Neuer sofort weiterhelfe müsste. Gastspieler sind in diesen Tagen nicht im Training – hinter den Kulissen dürften die Drähte aber glühen.

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