Fußball: 3. Liga
Der Mat(s)chplan der Preußen für Meppen steht

Münster -

Noch steht ein kleines Fragezeichen hinter der Austragung der Preußen-Partie beim SV Meppen. Doch der Auftakt in die Rückrunde ist fest eingeplant, beim Gastgeber wie bei Münsters Trainer Marco Antwerpen, der sich auf seine Premiere in der Liga eingestellt hat.

Freitag, 19.01.2018, 15:14 Uhr aktualisiert: 19.01.2018, 17:46 Uhr
Nico Rinderknecht (r.) darf sich berechtigte Hoffnungen auf einen der drei zentralen Mittelfeldplätze machen, zumal Michele Rizzi und Danilo Wiebe zuletzt angeschlagen waren.
Nico Rinderknecht (r.) darf sich berechtigte Hoffnungen auf einen der drei zentralen Mittelfeldplätze machen, zumal Michele Rizzi und Danilo Wiebe zuletzt angeschlagen waren. Foto: Jürgen Peperhowe

Mehr als fünf Wochen ist Marco Antwerpen schon als Preußen-Trainer im Amt. Nun darf es aber auch mal in die Vollen gehen. Sonntag, 14 Uhr – der Countdown läuft. In der Hänsch-Arena des SV Meppen steht das verspätete Pflichtspieldebüt für den 46-Jährigen an. Die Zeit, die er mit der Mannschaft verbringen durfte, ist fast vergleichbar mit einer regulären Sommer-Vorbereitung.

„Ins kalte Wasser habe ich mich nie geworfen gefühlt“, sagt er. „Trotzdem ist es etwas anderes, ein bestehendes Team zu übernehmen, als selbst eines zusammenzustellen. Richtig viel sprechen konnten wir nicht. Aber wir haben unsere Abläufe, wissen, was wir wollen – alles in Ordnung.“

Auf die personelle Lage trifft dies nur bedingt zu. Neben Sebastian Mai fehlt auch Moritz Heinrich (Infekt). Ein Einsatz von Michele Rizzi, der gerade erst seine muskulären Probleme auskuriert hat, ist eher unwahrscheinlich. Auf die zuletzt ebenfalls angeschlagenen Jeron Al-Hazaimeh und Danilo Wiebe kann der SCP vermutlich zurückgreifen. Offen lässt Antwerpen weiter die Torwartfrage zwischen Nils Körber und Max Schulze Niehues. „Mir wird da manchmal zu viel Extra-Status reininterpretiert. Die Position ist auch nach Sonntag nicht in Stein gemeißelt“, so der Coach.

Antworten liefert er dafür zum Mat(s)chplan auf dem sicherlich tiefen und unebenen Boden im Emsland. „Wir wollen die Gegner durch Anlaufen zu hohen Bällen zwingen, weil sie offensiv nicht so kopfballstark sind. Und natürlich kommt es auf die Zweikämpfe an.“

Die Aussicht auf viele Luftduelle schmälert die Einsatzchancen für Martin Kobylanski, die Zehnerrolle im 4-2-3-1 dürfte an einen nicht nur nach vorne orientierten Spieler wie Nico Rinderknecht oder eben Rizzi gehen. Lucas Cueto ist nach langer Verletzungspause als Joker vorgesehen. Der inzwischen spielberechtigte A-Junior Cyrill Akono könnte auch von der Bank kommen.

Dass die Partie trotz anderslautender Signale nach einer Platzbegehung am Samstag noch abgesagt werden könnte, tangiert Antwerpen kaum. „Das können wir eh nicht beeinflussen.“ Vielmehr versucht er seinen Schützlingen die passende Einstellung einzuimpfen. „Wenn man 17. in der Tabelle ist, wird es auch Defizite in der Mentalität gegeben haben. Doch darauf wird es gerade bei den Meppenern, die ja in diesem Punkt stark sind, ankommen“, sagt er. Gleichwohl hat er im Team „eine gute Stimmung“ ausgemacht. „Es hilft ja keinem, wenn hier nur Trauerklöße herumlaufen.“ Die Eindrücke der Testspiele machen dem Trainer jedenfalls Hoffnung: „Wir haben gegen Leverkusen und Uerdingen sechs Mal getroffen. Das war aller Ehren wert.“

►  SCP: Körber – Tritz, Scherder, Schweers, Menig – Wiebe, Braun – Hoffmann, Rinderknecht, Rühle – Grimaldi

► Verkauft sind 7500 Karten. Aus Münster werden etwa 1000 Fans erwartet.

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