Fußball: 3. Liga
Preußen-Trainer Antwerpen hofft auf Hexenkessel gegen Würzburg

Münster -

Vom Heimspiel-Debüt in der Liga möchte Preußen-Trainer Marco Antwerpen nichts wissen. Er will gewinnen, um nicht schon wieder Krisenstimmung in Münster zu riskieren. Nach dem 0:2 in Meppen, bei dem seine Mannschaft sich ordentlich verkaufte, kommt nun das Team der Stunde, die Würzburger Kickers.

Donnerstag, 25.01.2018, 15:34 Uhr aktualisiert: 25.01.2018, 17:07 Uhr
Jeron Al-Hazaimeh hat unter Trainer Marco Antwerpen wegen seiner Größe und Kopfballstärke bessere Karten als unter dessen Vorgänger Benno Möhlmann. Nur die Unterstützung für „Seitenwechsler“ Tobias Rühle müsse besser werden.
Jeron Al-Hazaimeh hat unter Trainer Marco Antwerpen wegen seiner Größe und Kopfballstärke bessere Karten als unter dessen Vorgänger Benno Möhlmann. Nur die Unterstützung für „Seitenwechsler“ Tobias Rühle müsse besser werden. Foto: Jürgen Peperhowe

Die fehlende organisierte Stimmung im Gästeblock beim 0:2 in Meppen haben Mannschaft und Trainerstab der Preußen durchaus registriert. Die aktive Fanszene hat nach der Ausgliederung den Support fürs Erste eingestellt. Trainer Marco Antwerpen fordert nichts, bringt aber vor dem Heimspiel gegen die Würzburger Kickers (Freitag, 19 Uhr) den Wunsch zum Ausdruck, dass die Unterstützung zu Hause zurückkehrt. „Der Zusammenhalt muss so groß sein, wie es geht. Ein Hexenkessel wäre schön. Wir brauchen jeden Zuschauer. Gerade jetzt, da wir die Philosophie geändert haben und aggressivere Zweikämpfe führen wollen. Die Jungs werden jedenfalls fighten.“ Das klingt fast wie ein flammender Appell.

Die sportliche Aufgabe ist ja auch schwer genug. Der Zweitliga-Absteiger ist das Team der Stunde in der 3. Liga. „Das ist eine abgezockte Truppe, die nicht viel zulässt, aber viel über Standards kommt“, sagt der SCP-Coach. Die eigene Cleverness bei ruhenden Bällen hält er noch für ausbaufähig. „Defensiv gab es ja in der Hinrunde große Probleme, da haben wir die Positionen etwas anders formiert. Offensiv fehlte zuletzt nur ein Tick Glück und Entschlossenheit. Da kann man rangehen.“

Wiebe vor der Abwehr

Mit Blick auf Ecken und Freistöße darf sich Martin Kobylanski Hoffnung auf die Startelf machen. Er ist ein Spezialist für diese Momente und „eine Option“, wie Antwerpen über den Polen, der sich selbst eher im Zentrum als außen sieht, sagt. „Aber er muss sich erst auch an unseren Stil gewöhnen.“ Die Rückkehr von Führungskraft Michele Rizzi, der nach zweiwöchiger Pause fit ist, sei dagegen „nicht automatisch“. Diese beiden und der zuletzt nominierte Nico Rinderknecht ringen wohl um den einzigen freien Posten.

In der Viererkette war in Meppen alles bestens, Danilo Wiebe hat vor der Abwehr einen hohen neuen Stellenwert. Genau wie Sandrino Braun, über den der Trainer sagt: „Vor dem 0:2 am Sonntag leistet er sich keinen Fehlpass im klassischen Sinne. Er verliert nur ganz wenige Zweikämpfe. Das sollte auch mal Akzeptanz finden.“

Keeper Körber wird spielen

Adriano Grimaldi ist vorn zudem unumstritten. „Er sieht sich für viele Dinge auf dem Platz verantwortlich, muss aber auch auf sein eigenes Spiel achten“, sagt Antwerpen über den Kapitän. Und allgemein: „Viele haben wir nicht, die Tore garantieren.“ Sicher ist, dass als Backup auf der Bank A-Junior Cyrill Akono sitzt – für Tobias Warschewski bedeutet das wohl Tribüne.

Keeper Nils Körber, der am Mittwoch das Training abbrach, ist fit und wird spielen. Allerdings sagt sein Boss auch: „Er wird sich strecken müssen. In unserer prekären Situation brauchen wir den Rückhalt. Aber so schnell wechseln wir nicht. Der Fehler beim 0:1 war Konzentrationssache. Er ist noch ein junger Torwart.“ Das höhere Verteidigen, das Antwerpen predigt, hatte zuvor den Ausschlag pro Körber gegeben.

SCP: Körber – Menig, Schweers, Scherder, Al-Hazaimeh – Braun, Wiebe – Hoffmann, Kobylanski, Rühle – Grimaldi

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