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Mo., 29.01.2018

Fußball: 3. Liga Preußen planen gegen Erfurt die Operation Punktepolster

Philipp Hoffmann (M.) gefällt Trainer Marco Antwerpen mit seiner Spielweise besonders gut. Zwar fehlen noch Tore oder Assists, doch gerade gegen den Ball arbeitet der 25-Jährige effektiv mit.

Philipp Hoffmann (M.) gefällt Trainer Marco Antwerpen mit seiner Spielweise besonders gut. Zwar fehlen noch Tore oder Assists, doch gerade gegen den Ball arbeitet der 25-Jährige effektiv mit. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Es kann ganz schnell gehen für die Preußen. Gewinnen sie wie geplant ihr Nachholspiel zu Hause gegen Schlusslicht RW Erfurt, beträgt der Vorsprung auf die Abstiegszone bereits sieben Zähler. Fraglich ist noch das Mitwirken von Ole Kittner.

Von Thomas Rellmann

Es wäre ein Leichtes, dem alten Fußballer-Grundsatz zu folgen und nach einem Sieg einfach alles beim alten zu lassen. Der SC Preußen hat zuletzt zwei Mal gut gespielt und am Freitag auch gegen die formstarken Würzburger Kickers gewonnen (1:0). Da könnte Trainer Marco Antwerpen in der Nachholpartie am Dienstag (19 Uhr) gegen RW Erfurt doch am besten der Elf vertrauen, die gerade unter Flutlicht vieles richtig gemacht hat. Vielleicht tut er das auch – in Stein gemeißelt ist das jedoch keineswegs. „Wir können nicht noch mal das Gleiche spielen, das würde nicht funktionieren.“ Zwar kommt das Schlusslicht ebenfalls mit zwei Spitzen daher, doch die (Carsten Kammlott und Elias Huth) sind weitaus kleiner als die Würzburger Marco Königs und Orhan Ademi.

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Wir überlegen, etwas zu ändern, denken nach, was sinnvoll ist.

Marco Antwerpen

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Die Dreierkette steht nach erfolgreicher Premiere also schon wieder auf der Kippe. Auch weil Mittelmann Ole Kittner mit Oberschenkelprobleme kämpft. Jeron Al-Hazaimeh kann trotz Kapselverletzung auflaufen. Immer eine Option ist die Rückkehr von Kapitän Adriano Grimaldi, aber sie ist nicht zwangsläufig. „Wir überlegen, etwas zu ändern, denken nach, was sinnvoll ist“, so Antwerpen. „Vielleicht sind erneut schnelle Spieler vorne gefragt.“ Solche wie Philipp Hoffmann, dem der 46-Jährige eine hohe Aufmerksamkeit bescheinigt. „Er arbeitet sich am Gegner ab und brutal gegen den Ball.“ Eine Großrotation im zweiten Teil der englischen Woche ist nicht geplant. Schließlich hatten die Preußen sogar einen Tag mehr Regeneration als RWE. Für Cyrill Akono, der Sonntag 90 Minuten in der U 19 spielte, rückt Moritz Heinrich ins Aufgebot und nicht Tobias Warschewski, der „professioneller“ werden soll.

Mehr als gnadenlose Gegenwehr

Vom thüringischen Drittliga-Dino erwartet Antwerpen nicht nur gnadenlose Gegenwehr, sondern auch spielerische Akzente. „Das Team steht mit dem Rücken zur Wand, aber mental ist es da, wie die ersten Spiele des Jahres gezeigt haben. Die Erfurter versuchen mittlerweile auch von hinten raus, Fußball zu spielen, aktiver in der Eröffnung zu werden. Aber das kann auch Räume für uns ergeben.“

Fotostrecke: 22. Spieltag - Saison 2017/18: Preußen Münster - Würzburger Kickers

Fraglos steht der Tabellenletzte in Münster unter allergrößtem Druck. Sechs Punkte sind es bis zum rettenden Ufer, drei wären es nur noch im Falle eines Auswärtssieges, aber sieben und ein Spiel mehr auf dem Konto bei einer Niederlage. Für die Hausherren ergibt sich demnach die Chance, sich erstmals seit langer Zeit ein größeres Polster auf die Abstiegsränge zu verschaffen. Sieben Zähler Vorsprung wären schon mal eine Ansage. Doch Antwerpen lässt sich auf diese Rechnungen wenig überraschend kaum ein. „Ich habe wirklich selten aufs Tableau geschaut. Wir wollen Spiele gewinnen und haben vorher gesagt, dass wir 19 Spiele Zeit haben, den Stand zu bereinigen.“ Mit einem Erfolg am Dienstag wäre der SCP schon mal einen großen Schritt weiter. SCP: Körber – Menig, Scherder, Schweers, Al-Hazaimeh – Braun, Wiebe – Hoffmann, Rühle, Kobylanski – Grimaldi



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