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So., 04.02.2018

Fußball: A-Junioren-Bundesliga Preußens A-Junioren bleiben zu Hause eine Macht

Cyrill Akono (r.) setzt sich im Schneetreiben gegen Philip Demler aus Klosterhardt durch. Akono erzielte auch den ersten Treffer für den SC Preußen Münster-

Cyrill Akono (r.) setzt sich im Schneetreiben gegen Philip Demler aus Klosterhardt durch. Akono erzielte auch den ersten Treffer für den SC Preußen Münster- Foto: fotoideen.com

Münster - 

Der Schiedsrichter hatte Zweifel, der Schiedsrichterbeobachter das letzte Wort: Es wurde gespielt auf dem Kunstrasen des SC Preußen. Ob das eine gute Idee war, bleibt dahingestellt. Zwei Preußen zahlten den 2:1-Sieg auf knochenhartem Platz und gegen einen knochenharten Gegner mit ihrer Gesundheit.

Von Thomas Austermann

Auch solche Prüfungen hält der Fußball parat. Und die U-19-Junioren des SC Preußen Münster bestanden eine von den Bedingungen und dem Gegner heraufbeschworene Härtesituation mit 2:1 (1:0) auf einem grenzwertig bespielbaren Kunstrasen bei einem Grad über null gegen Arminia Klosterhardt aus Oberhausen. Die Bundesliga-Heimbilanz der Adlerträger ist herausragend – 18 der erreichten 23 Zähler holte die Elf als Gastgeber.

Und wird froh sein, diesen unbeugsamen Gegner von der Liste zu haben. Denn der konsequent auf den Kampf setzende Drittletzte agierte durchgehend nickelig, permanent bissig und bisweilen rüde wie rigoros in der Zweikampfführung. Angeschoben von Trainer Robin Krüger, der sein extrem emotionales Coaching nur selten kanalisierte. „Das war sehr schwierig für uns und von der Anlage her ganz und gar nicht unser Spiel“, sagte SCP-Trainer Cihan Tasdelen nach dem 98 Minuten währenden beinharten Abtausch. „Wir haben wie erforderlich die Umstellung gepackt und stark gekämpft.“ Mit Cyrill Akono und Marius Lackmann überstand ein SCP-Duo den Fight nur mit Verletzungen.

Nach dem wilden 4:4-Hinspiel im August mit drei Toren von Julian Conze ahnten die Preußen, welchen Stil sie bespielen würden. Jetzt kam das Äußere hinzu: Ob der schneebedeckten Unterlage, die den Ball zum unkalkulierbaren Spielgerät degradierte, musste es mit langen Bällen in die Spitze gehen. Zu oft rannten Akono und Kollegen ins Abseits, zwei Mal rettete die Arminia erst auf der Linie. „Zielspieler“ Akono belohnte seinen Einsatz, als er sich nach einem weiten Zuspiel bestens durchsetzte und fulminant zum 1:0 (37.) abschloss.

Klosterhardt steckte nie zurück und eroberte sich Vorteile. Die zweiten Bälle bekamen die Preußen nicht zu packen, eine Entlastung fand kaum statt. Bis Akono den schnellen Conze einsetzte und der nach Umspielen des Keepers Marvin Gomoluch traf (61.). Weil Mert Yagci per Abstauber schnell das 1:2 markierte (64.), wurde es endgültig hektisch. Spielleiter Patrick Feyer verlor den Überblick und die klare Linie. Alleine Conze-Freistöße sorgten für Gefahr. Ansonsten mussten sich die Preußen aufs Reagieren beschränken und unempfindlich bleiben gegen die vielen kleinen und großen Attacken gegen den Körper.

Preußen U 19: Klante – Scherr, Klann, Merhi – Schulz (90+1 Stummer), Niehues, Ströker, Frenkert (71. Lackmann) – Cakmakci (77. Guirhil), Akono (90.+3 Demir), Conze



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