Fußball: A-Junioren-Bundesliga
Conze trifft für Preußen gegen Bayer in Unterzahl eiskalt und spät vom Punkt

Münster -

Das war ein Drama erster Güte. Trotz Unterzahl nach einer Ampelkarte gegen Ousman Touray sicherte sich Preußen Münster in der A-Junioren-Bundesliga noch den Sieg gegen Bayer Leverkusen. In der Nachspielzeit verwandelte Julian Conze einen Strafstoß zum 3:2.

Sonntag, 18.02.2018, 13:36 Uhr aktualisiert: 19.02.2018, 13:56 Uhr
Durchsetzungsstark: Cyrill Akono (r.) behauptet sich gegen Jakub Bednarczyk.
Durchsetzungsstark: Cyrill Akono (r.) behauptet sich gegen Jakub Bednarczyk. Foto: Wilfried Hiegemann

Fünf Mal kassierten die U-19-Fußballer des SC Preußen Münster in dieser Serie sehr späte Gegentreffer, die zu ärgerlichen Punktverlusten in der Junioren-Bundesliga führten. Jetzt packten sie ohne Zögern in der Nachspielzeit des Duells mit Bayer Leverkusen in Person von Kapitän Julian Conze zu, der einen Foulelfmeter mutig und souverän zum 3:2 (1:2) verwandelte. Und das in Unterzahl nach Gelb-Rot gegen Stürmer Ousman Touray (77.).

Die „Heimmacht“ hat ihren Nimbus auch ersatzgeschwächt untermauert und verdient sich immer größeren Respekt der namhaften Konkurrenz. Bayer macht irgendetwas gründlich falsch – die Trainer Markus von Ahlen und Iraklis Metaxas rätseln nach vier Niederlagen am Stück über die Gründe. Auch die Nationalspieler Sam Schreck und Atakan Akkaynak tauchten mit der Zeit unter. „Ich war in der Pause ganz ehrlich der Meinung, dass wir Bayer schlagen müssen, weil wir den Gegner so weit hatten“, sagte Preußen-Trainer Cihan Tasdelen selbstbewusst und sachlich zutreffend.

Dass diese Preußen nach dem Abgang von Justin Steinkötter (Borussia Mönchengladbach) eine neue offensive Abstimmung ausprägen müssen und sich damit noch schwer tun, war spürbar. Der erstmals von Beginn an nominierte Ex-Gievenbecker Touray und Cyrill Akono liefen vorne nicht immer ideal gegen hoch stehende Gegner, waren aber durchgehend aktiv. Vor allem durch Adrian Knüver getretene Standards sorgten für Szenen gegen eine fahrig-fehlerhaft agierende Gäste-Elf. Deren 1:0 durch Güven Yalcins Kopfball (17.) fiel überraschend. Im Gegenzug wurde Touray gelegt, und Akono setzte den ersten Elfmeter wuchtig ins Netz. Nach einer halben Stunde bog Leverkusen in seine beste Phase ein und legte durch Jakub Bednarczyk vor (44.).

Entfachte bis hierher Noah Schulz über rechts viel Dampf, legte nun Lukas Frenkert über links den belebenden Elan an den Tag. Conze eroberte bissig-entschlossen gegen Bednarczyk den Ball und schloss kurzerhand selbst ab zum 2:2 (71.). Längst agierte Münster wieder mindestens auf Augenhöhe. Nach Tourays Hinausstellung lief alles auf die Punktteilung hinaus – aber Bayers Abwehr patzte. Nach Foul an Frenkert verwandelte Conze den Elfer zu seinem achten Treffer bärenstark. SCP: Klante – Scherr, Ströker, Klann – Schulz (90.+1 Stummer), Knüver, Cakmakci (83. El Gourari), Conze, Frenkert – Touray, Akono (90.+3 Guirhil)

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