Fußball: 3. Liga
Preußen-Verteidiger muss sich weiter absolute Ruhe gönnen

Münster -

Bis zu seiner Verletzung war Sebastian Mai einer der Besten beim SC Preußen. Doch mittlerweile hat er den Anschluss verloren. Grund ist eine Gesäßmuskelentzündung, die jede Form von Training verbietet. Die Rückkehr des Innenverteidigers mit auslaufendem Vertrag ist ungewiss.

Mittwoch, 21.02.2018, 15:00 Uhr
Sebastian Mai ist zurzeit komplett außen vor.
Sebastian Mai ist zurzeit komplett außen vor. Foto: Johannes Oetz

Um Sebastian Mai ist es ruhig geworden. Fast schon zu ruhig. Seit Anfang des Jahres quält den Innenverteidiger eine seltene Verletzung. Der Gesäßmuskel ist entzündet, so wie bei vielen Kollegen das Schambein, nur eben auf der anderen Seite. „Es ist so schmerzhaft, dass an Training nicht zu denken ist“, sagt er. Absolute Ruhe ist angesagt, sonst verheilt die Sache nicht. Wann er wieder einsteigt, ist nicht absehbar.

Die tiefen Böden, die hohe Belastung der Hinrunde, all das könnte die Blessur verursacht haben, mutmaßt der 24-Jährige. Seit Oktober hat er nur ein Spiel bestritten (0:0 in Lotte), zuvor war er in einer wechselhaften Mannschaft der vielleicht konstanteste Feldspieler (Notenschnitt: 3,0), hatte im Vergleich zur Vorsaison einen Schritt nach vorn gemacht. Vom Status einer Führungskraft aber ist er jetzt weit entfernt. Den Höhenflug seines Teams registriert Mai wohlwollend und doch mit einem weinenden Auge: „Ich denke jede Sekunde, dass ich gerne an diesem Aufschwung teilnehmen würde. Die Jungs sind wieder gut in der Spur, das freut mich total. Aber es tut weh, dass das ohne mich der Fall ist.“ Der neue Trainer Marco Antwerpen ist im Bilde über den Behandlungsstand. Ansonsten gab es noch gar nicht so viel Gelegenheit zu sprechen.

Zwischendurch war der Blondschopf bei der Familie in Dresden, pendelte aber zu den SCP-Partien immer nach Münster. Am Samstag treffen die Preußen auf seinen Ex-Club FSV Zwickau, mit dem er 2016 aufstieg. „Es gibt noch viele Kontakte. Für meine ehemaligen Mitspieler wird es schwer gegen uns, wir sind gut drauf, nur auswärts noch nicht so präsent. Ich erwarte ein knappes und knackiges Spiel. Der FSV wird über den Kampf versuchen uns die Lust zu nehmen.“

Wo Mai selbst in der kommenden Saison spielt, steht in den Sternen. Genau wie der Comeback-Zeitpunkt. „An den auslaufenden Vertrag denke ich zurzeit nicht“, sagt er. Einen Verbleib in Münster könne er sich natürlich gut vorstellen. Nur für sich werben, das ist aktuell unmöglich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5538412?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686217%2F2820606%2F
Nachrichten-Ticker