Fußball: 3. Liga
Preußen-Verteidiger Mai muss sich weiter absolute Ruhe gönnen

Münster -

Bis zu seiner Verletzung war Sebastian Mai einer der Besten beim SC Preußen. Doch mittlerweile hat er den Anschluss verloren. Grund ist eine Gesäßmuskelentzündung, die jede Form von Training verbietet. Die Rückkehr des Innenverteidigers mit auslaufendem Vertrag ist ungewiss.

Mittwoch, 21.02.2018, 15:00 Uhr aktualisiert: 22.02.2018, 16:25 Uhr
Sebastian Mai ist zurzeit mit einer Gesäßmuskelentzündung komplett außen vor.
Sebastian Mai ist zurzeit mit einer Gesäßmuskelentzündung komplett außen vor. Foto: Jürgen Peperhowe

Um Sebastian Mai ist es ruhig geworden. Fast schon zu ruhig. Seit Anfang des Jahres quält den Innenverteidiger eine seltene Verletzung. Der Gesäßmuskel ist entzündet, so wie bei vielen Kollegen das Schambein, nur eben auf der anderen Seite. „Es ist so schmerzhaft, dass an Training nicht zu denken ist“, sagt er. Absolute Ruhe ist angesagt, sonst verheilt die Sache nicht. Wann er wieder einsteigt, ist nicht absehbar.

Die tiefen Böden, die hohe Belastung der Hinrunde, all das könnte die Blessur verursacht haben, mutmaßt der 24-Jährige. Seit Oktober hat er nur ein Spiel bestritten (0:0 in Lotte), zuvor war er in einer wechselhaften Mannschaft der vielleicht konstanteste Feldspieler (Notenschnitt: 3,0), hatte im Vergleich zur Vorsaison einen Schritt nach vorn gemacht. Vom Status einer Führungskraft aber ist er jetzt weit entfernt. Den Höhenflug seines Teams registriert Mai wohlwollend und doch mit einem weinenden Auge: „Ich denke jede Sekunde, dass ich gerne an diesem Aufschwung teilnehmen würde. Die Jungs sind wieder gut in der Spur, das freut mich total. Aber es tut weh, dass das jetzt ohne mich der Fall ist.“ Sein neuer Trainer Marco Antwerpen ist im Bilde über den Behandlungsstand. Ansonsten gab es noch gar nicht so viel Gelegenheit für beide zu sprechen.

Zwischenstopp in Baunatal

Zwickau ist eine Reise wert, das zumindest empfiehlt der Spielplan der 3. Liga. „Schön, da war ich noch nicht“, sagt Marco Antwerpen, Trainer des SC Preußen Münster, vor der 500-Kilometer-Fahrt gen Osten, wo am Samstag (14 Uhr) im Stadion des FSV bis zu drei Punkte im Abstiegskampf verteilt werden. Die Stimmung in der Preußen-Reisegruppe dürfte nach dem starken Start ins Jahr allemal gut sein, wenn der Bus am Freitagmorgen um 9 Uhr den Parkplatz am Berg Fidel verlässt. Auf halber Strecke wird die gesetzlich vorgeschriebene Pause für den Busfahrer auf eine 90-Minuten-Einheit ausgebaut, während in perfekter Aufgabenteilung der Fahrer die Beine hochlegen darf und seine Besatzung in Baunatal eine letzte Trainingseinheit einlegt. Nicht mit an Bord sind die drei Rekonvaleszenten Moritz Heinrich Nico Rinderknecht und Torhüter Nils Körber. „Sie sind noch nicht so weit, und wir wollen nichts riskieren“, so Antwerpen, der wohl auf den Erfolgskader aus dem Rostock-Spiel bauen wird.

...

Zwischendurch war der Blondschopf bei der Familie in Dresden, pendelte aber zu den SCP-Partien immer nach Münster. Am Samstag treffen die Preußen auf seinen Ex-Club FSV Zwickau, mit dem er 2016 aufstieg. „Es gibt noch viele Kontakte. Für meine ehemaligen Mitspieler wird es schwer gegen uns, wir sind gut drauf, nur auswärts noch nicht so präsent. Ich erwarte ein knappes und knackiges Spiel. Der FSV wird sicher über den Kampf versuchen uns die Lust zu nehmen.“

Wo Mai selbst in der kommenden Saison spielt, steht in den Sternen. Genau wie der Comeback-Zeitpunkt. „An den auslaufenden Vertrag denke ich zurzeit nicht“, sagt er. Einen Verbleib in Münster könne er sich natürlich gut vorstellen. Nur für sich werben, das ist aktuell unmöglich. Geduld ist weiter gefragt.

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