Fußball: 3. Liga
Preußen Münster legt den Vorwärtsgang ein

Münster -

Drei Partien ohne Sieg, aber von diesem negativen Lauf will sich der wiedererstarkte Fußball-Drittligist Preußen Münster nicht beirren lassen. Gegen Aufsteiger FC Carls Zeiss Jena (Samstag, 14 Uhr) soll ein Sieg her, und damit der Klassenerhalt noch ein Stückchen näher rücken.

Freitag, 09.03.2018, 14:58 Uhr aktualisiert: 10.03.2018, 21:56 Uhr
Mit vereinten Kräften: Sandrino Braun (links) und Fabian Menig (rechts), wie hier gegen Magdeburgs Richard Weil, sind gegen Jena gefordert.
Mit vereinten Kräften: Sandrino Braun (links) und Fabian Menig (rechts), wie hier gegen Magdeburgs Richard Weil, sind gegen Jena gefordert. Foto: Jürgen Peperhowe

Wer auch immer das Punktspiel des SC Preußen Münster in der Wochenmitte in Aalen gesehen hat, der erlebte kein Fußball-Feuerwerk. Verteidigen war Trumpf bei dieser Nullnummer. Jetzt sind die Preußen zurück. Und wenn der Fußball-Drittligist sein heimisches Terrain an der Hammer Straße betritt, dann steht den Gegnern anderes bevor. So auch, wenn es nach Trainer Marco Antwerpen geht, dem FC Carl Zeiss Jena (Samstag, Anpfiff um 14 Uhr), denn: „Das wird sich unterscheiden von der Art, wie wir in Aalen gespielt haben. Wir wollen Power entfachen und Druck auf den Gegner ausüben.“ Das ist mal ein Versprechen.

Sieg, Sieg, Sieg, Unentschieden, zehn Punkte und neun Treffer lautet die Antwerpensche Bilanz bei Heimpartien. Und wenn man bedenkt, dass in dieser Serie ohne Niederlage die Kontrahenten alles andere als Stangenware waren (Würzburg, Rostock und Paderborn), dann könnte es auch gegen Jena etwas zu erleben geben.

In Aalen jedenfalls praktizierte der SCP jenen verteidigenden Pragmatismus, bei dem unter dem Strich dann ein Erfolgserlebnis steht, der Rest aber schnell vergessen wird. Diese Aufgabe wurde mit dem 0:0 erfüllt. Im Heimspiel ist dann eine fußballerische Hochdruckbetankung der rund 7000 Zuschauer angesagt. So der Plan. Die Frage ist nur, ob Jena da mitmachen will?

Beim SCP fällt weiterhin mit Benjamin Schwarz, Danilo Wiebe, Nico Rinderknecht, Moritz Heinrich und Sebastian Mai ein Quintett aus. Gerade die Rückkehr von Mai (Gesäßmuskelentzündung) ist völlig offen. Der Vertrag des 24 Jahre alten Dresdners endet am 30. Juni. „Er hat sich bislang nicht zeigen können, das ist ein schwierige Situation“, sagt Trainer Antwerpen. Nur vor seiner Zeit als Chefcoach in Münster hat er Mai bei Preußen-Partien beobachtet, und: „Das war manchmal gut, manchmal nicht. Aber wir spielen jetzt anders. Durch seine Verletzungspause kann er somit auf dem Feld nicht beweisen, dass er das auch kann.“ Das ist für den Abwehrakteur, 2016 aus Zwickau gekommen, eine klassische Hängepartie – nicht gut im Vertragspoker.

Anders ist das für Ole Kittner, der nur eine Partie in Aalen seine Gelb-Sperre absitzen musste und gegen Jena wieder erste Wahl in der Abwehrzentrale sein wird.►  Münster: Schulze Niehues – Schweers, Kittner, Scherder – Menig, Braun, Rizzi, Al-Hazaimeh – Hoffmann, Grimaldi, Rühle.

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