Fußball: 3. Liga
Preußen setzen auch gegen Unterhaching auf die Westfälische Mauer

Münster -

Wenn am Samstag die SpVgg Unterhaching an der Hammer Straße vorbeischaut, vertraut Preußen Münster wieder auf seiner Westfälische Mauer. Die Hintermannschaft erweist sich in der Rückrunde als äußerst stabil. Das soll auch gegen den Tabellensiebten so bleiben.

Freitag, 23.03.2018, 15:36 Uhr aktualisiert: 23.03.2018, 16:07 Uhr
Preußen Münsters Yin und Yang: Ole Kittner (l.) soll hinten abräumen, Adriano Grimaldi (r.) soll vorne einschenken. Beide sind auch gegen Unterhaching gefragt.
Preußen Münsters Yin und Yang: Ole Kittner (l.) soll hinten abräumen, Adriano Grimaldi (r.) soll vorne einschenken. Beide sind auch gegen Unterhaching gefragt. Foto: Jürgen Peperhowe

Ein waschechter Münsteraner bildet das Zentrum der Westfälischen Mauer, eines massiven Verteidigungsverbandes, der seine regionalen Wurzeln in jeder Form perfekt repräsentiert. Solide, bisweilen humorlos, stabil und im besten Sinne stur stellt sich die Dreierkette des SC Preußen Münster den Angriffen der Konkurrenz. In der Mitte waltet Ole Kittner (29) aus Münster und wird flankiert von Simon Scherder (24) aus Dreierwalde und dem Dortmunder Lion Schweers (21). Rückendeckung erhält das Trio vom Keeper aus Freckenhorst, Max Schulze Niehues (29).

Es kann nicht schaden, wenn man auf einer Wellenlänge ist.

Ole Kittner

Trainer Marco Antwerpen ist erwiesenermaßen ein Freund dieser westfälischen Reihe, denn der ehemalige Stoßstürmer baut als Trainer zunächst auf eine defensive Grundordnung. Hurra-Fußball ist erlaubt, wenn es passt, Absicherung ist Pflicht. Das sieht nicht immer spektakulär aus, erhält aber im Zweifel die Klasse. 18 Zähler aus elf Rückrundenspielen bei elf Gegentoren beweisen das eindrucksvoll, in der Hinrunde brauchten die Preußen für ebenfalls 18 Punkte immerhin alle 19 Partien und kassierten dabei 28 Gegentreffer. „Es kann nicht schaden, wenn man auf einer Wellenlänge ist“, sagt Kittner, der aber die gute Stimmung im gesamten Team nicht nur auf die regionale Verbundenheit schieben will. „In der Mannschaft passt es einfach.“

In der Mannschaft passt es einfach.

Ole Kittner

Auch für die kommende Spielzeit stehen bereits große Teile des Preußen-Bollwerks, einzig Kittner steht noch ohne Folgevertrag da. Doch der Routinier muss wohl nicht einmal mehr verhandeln, er muss nur noch spielen. Tut er dies am Samstag gegen die SpVgg Unterhaching (14 Uhr) von Beginn an, wäre es Kittners 16. Startelfeinsatz in der laufenden Spielzeit. Bei Sandrino Braun und Tobias Rühle läuteten aus eben diesem Anlass in den Wochen zuvor jeweils die Glöckchen, die Verträge verlängerten sich automatisch – möglicherweise auch beim Innenverteidiger.

Derby: VfL Osnabrück gegen Preußen Münster

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  • Intensives Duell in Osnabrück: Der VfL und der SC Preußen Münster schenken sich nichts, wie das Duell zwischen Stephan Sama und Adriano Grimaldi beweist.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • In der 27. Minute bringt Adriano Grimaldi die Preußen in Führung.

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  • Das Tor zum 1:0 aus Sicht der Gäste wird bejubelt.

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  • Sandrino Braun umarmt den Torschützen.

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  • Szenen des Derbys: Grimaldi gegen Adam Susac und...

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  • ...Rühle gegen Kamer Krasniqi.

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  • Auch wenn Susac hier...

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  • ...Rühle niederringt, am Ende waren die Preußen obenauf.

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  • Nach Spielschluss bejubelten die Preußen den knappen Derbysieg.

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  • Jubel nach Spielschluss

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  • Die Mannschaft rennt zu den mitgereisten Preußen-Fans.

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  • Etwas widerwillig begibt sich der Mann des Tages...

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  • ...auf den Zaun und lässt sich feiern.

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  • Adriano Grimaldi dankt den SCP-Fans für die Unterstützung.

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  • Die Mannschaft feiert mit den Fans nach dem Derbysieg in Osnabrück.

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  • Fröhliche Gesichter bei den Adlerträgern

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  • Sehen Sie im Folgenden weitere Szenen des Spiels:

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  • Rühle gegen Stephan Sama und Torwart Tim Paterok

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  • Kobylanski köpft

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  • Haariges Luftduell

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  • Rizzi und Koylanski gegen Christian Groß

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  • Schweers gegen Marc Heider

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  • Maximilian Schulze Niehues packt zu.

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  • Kobylanski im Zweikampf

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  • Rizzi gegen Christian Groß

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  • Grimaldi gegen Ahmet Arslan

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  • Rizzi gegen Danneberg

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  • Drei wichtige Punkte für SCP-Trainer Marco Antwerpen

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  • Ahmet Arslan gegen Rizzi und Braun

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  • Adam Heider gegen Rühle und Menig

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  • Marco Antwerpen im Gespräch mit Daniel Thioune

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Allemal wird es wieder eine schwere Aufgabe für das SCP-Trio, das sich gegen die Münchner Vorstädter mit Top-Torjäger Stephan Hain (17 Treffer) und Top-Vorbereiter Sascha Bigalke (13 Assists) wehren muss. Vorne soll es einmal mehr Adriano Grimaldi richten, der laut Trainer Marco Antwerpen „im Moment viel befreiter“ aufspielt. Nachzulesen in der Statistik: Die letzten vier Preußen-Treffer wurden aufs Grimaldi-Konto verbucht. Fehlen wird Michele Rizzi, der seine Gelbsperre absitzen muss, dafür rückt Philipp Hoffmann zurück ins Team. Mit Blick auf den Spieltagskader sieht Marco Antwerpen Schwarz: Benjamin Schwarz wird nach langer Leidenszeit zumindest wieder auf dem Spielberichtsbogen auftauchen. „Das ist absolut beachtenswert, wie er sich zurückgekämpft hat“, so Antwerpen, auch wenn es für den Münchener gegen seinen Ex-Club zunächst bestenfalls Kurzeinsätze geben werde. Preußen Münster: Schulze Niehues – Schweers, Kittner, Scherder – Al-Hazaimeh, Braun, Kobylanski, Menig – Hoffmann, Grimaldi, Rühle

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