Fußball: B-Junioren-Bundesliga
Für Barez geht es bei Preußen zurück in die Zukunft

Münster -

Arne Barez war nie raus. Im Gegenteil. Als Sportlicher Leiter der Junioren-Abteilung war er in den vergangenen sechs Jahren einer der großen Strippenzieher beim SC Preußen. Nun kehrt er voller Vorfreude bei der U 17 zurück an die Seitenlinie.

Freitag, 23.03.2018, 15:56 Uhr aktualisiert: 23.03.2018, 21:24 Uhr
Wer A sagt, muss auch B sagen. Die Initialen auf seinem Trainingsshirt scheinen zu unterstreichen, dass Arne Barez die Verantwortung nicht scheut. Er ist ab Sommer wieder als Trainer aktiv.
Wer A sagt, muss auch B sagen. Die Initialen auf seinem Trainingsshirt scheinen zu unterstreichen, dass Arne Barez die Verantwortung nicht scheut. Er ist ab Sommer wieder als Trainer aktiv. Foto: Thomas Austermann

Mit Doppelpässen kennt er sich bestens aus. Und nicht nur damit. Schließlich beschäftigt sich Arne Barez doch auch hauptberuflich als Redakteur eines Fachmagazins für Fußball-Training mit seiner Lieblingssportart. Vielleicht wagt der 40-Jährige beim SC Preußen Münster ab der kommenden Saison auch deshalb zwar keine Ball-, aber eine Job-Stafette. Nach seinem Abschied von der Seitenlinie als U-23-Coach vor sechs Jahren kehrt er zur neuen Saison als U-17-Trainer und Nachfolger vom Martin Kastner in den aktiven Dienst zurück.

Mit einiger unüberhörbaren Vorfreude: „Das Interesse ist groß, wieder auf dem Platz zu stehen und eine eigene Mannschaft zu übernehmen. Es reizt mich einfach wieder“, musste Barez wohl nicht allzu lange überlegen, um auch diese Kombination der Ämter anzustoßen. Denn seine Funktion als Sportlicher Leiter der „Youngstars“ wird er nicht aufgeben. Vielmehr wird der ehemalige Regionalliga-Spieler des FC St. Pauli, quasi Vorgesetzter der Preußen-Nachwuchstrainer, die seit fünf Jahren ausgeübte Funktion beibehalten.

Barez, der 2006 nach einem USA-Abstecher wieder nach Münster kam und das Trikot von Emsdetten 05 trug, ist für die Trainingsinhalte sowie die Kaderplanungen im Nachwuchsbereich der Adlerträger mitverantwortlich. „Es ist wichtig, dass wir auch weiterhin vermehrt im konzeptionellen Bereich ansetzen. Ich denke, da haben wir in den letzten Jahren bereits große Fortschritte gemacht.“

Dazu zählt er, dass seine Trainerkollegen umfangreicher eingebunden sowie organisatorische Abläufe längst verinnerlicht werden. Das Begleiten der Trainer auf dem Übungsplatz bedarf zudem nicht mehr einer so großen Intensität. Auch haben sich einige Aufgaben verschoben. „Inzwischen haben wir eine gute Grundlage geschaffen“, versichert Barez im Rückblick auf die vergangenen fünf Jahre. Gründe, warum er der Doppelfunktion entspannt entgegensieht und zeitliche Kapazitäten entstanden sind. Einleben muss er sich ohnehin nicht. „Ich bin ja nie weg gewesen. Ganz im Gegenteil“, lächelt er.

Sein Comeback im aktiven Dienst hat der frühere Defensivspieler längst in Angriff genommen. Da die aktuelle U 17 über keinen Spieler des Jungjahrgangs verfügt und die U 16 ab Sommer nachrückt, kann Barez am Aufgebot feilen – gleich ob für die Bundesliga oder nicht. „Wir planen zweigleisig. Dabei sind wir schon jetzt in einer ganz wichtigen Phase der Kaderzusammenstellung, und ich muss die eigenen Spieler noch besser kennenlernen. Man muss zudem gucken, ob man sich nicht doch verstärken kann und muss“, sagt er.

Eine Übergangsphase oder gar nur ein einjähriges Gastspiel soll es an der Seitenlinie nicht werden. Auch wenn beispielsweise mit Tobias Harink ein interessanter und ambitionierter Mann in den Fokus gerückt ist. Allerdings hat dieser erst vor einem Jahr die U 15 übernommen. „Es kommen grundsätzlich einige bei uns infrage. Aber ich habe keine Hintergedanken, denke nicht nur an ein Jahr. Ich möchte sehen, wie es sich entwickelt,“ erklärt Barez.

Ob 2012 oder 2018 – der Fußball-Experte widmet sich eben stets der Zukunft.

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