Fußball: 3. Liga
Gegen die Liga-Elite fehlt den Preußen noch ein Sieg

Münster -

Die Großen ärgern – das ist für viele Mittelfeldmannschaften, egal in welcher Liga, immer ein Ziel. Dem SC Preußen ist dieses Vorhaben in der laufenden Saison noch nicht gelungen. In sieben Partien gegen die Top vier gab es magere zwei Pünktchen.

Donnerstag, 05.04.2018, 18:00 Uhr aktualisiert: 05.04.2018, 18:26 Uhr
Beim 2:6 in Wiesbaden schlichen die Preußen Jeron Al-Hazaimeh, Sebastian Mai und Michele Rizzi (v.l.) Ende Oktober bedient vom Feld.
Beim 2:6 in Wiesbaden schlichen die Preußen Jeron Al-Hazaimeh, Sebastian Mai und Michele Rizzi (v.l.) Ende Oktober bedient vom Feld. Foto: Jürgen Peperhowe

Den Klassenerhalt könnte Preußen Münster auch rein rechnerisch schon an diesem Wochenende perfekt machen. Zweifel sind bereits seit einigen Wochen verschwunden, zumal der Drittligist seit dem Amtsantritt von Trainer Marco Antwerpen selten enttäuschte. Vor kurzem deutete der 46-Jährige bereits an, dass er und sein Team sich intern auch noch das eine oder andere Ziel gesetzt haben für den restlichen Saisonverlauf. Eines davon könnte lauten: mal ein Spitzenteam schlagen.

Zieht man nach Platz vier einen Strich, dann bleiben der SC Paderborn, der 1. FC Magdeburg, der SV Wehen Wiesbaden und der Karlsruher SC. Also die vier Vereine, die die zwei Aufstiegsränge und den Relegationsplatz am Ende unter sich ausmachen dürften. Sie alle eint: Gegen Münster haben sie in dieser Saison nicht verloren. Eine letzte Gelegenheit bleibt den Preußen also noch. Nämlich genau an diesem Samstag (14 Uhr), wenn Wiesbaden beim in der Rückrunde auf eigenem Geläuf noch ungeschlagenen SCP antritt.

Nah dran an so einem Erfolg gegen eine Top-Mannschaft war der Tabellen-13. eigentlich nur einmal. Anfang März lag der Außenseiter mit 1:0 (Adriano Grimaldi) vorn gegen Paderborn, hatte nach der Ampelkarte gegen Christian Strohdiek einen Mann mehr auf dem Platz, ließ sich von Philipp Klement aber noch den Ausgleich einschenken und war am Ende mit dem Remis sogar gut bedient. Das Hinspiel hatten die Münsteraner trotz 1:0-Führung durch Moritz Heinrich in der Schlussphase noch mit 1:2 (beide Tore Massih Wassey) verloren.

Die Magdeburger gewannen im August etwas glücklich mit 1:0 an der Hammer Straße (Michel Niemeyer) und setzten im Rückspiel nach dem Tor von Simon Scherder zum Sturmlauf an, den Tobias Schwede, Christopher Handke und Christian Beck mit ihren Toren zu einem 3:1-Sieg krönten.

Beim 1:1 gegen den KSC im Oktober rettete Jeron Al-Hazaimeh Preußen einen Punkt nach Jonas Föhrenbachs Führung für die Badener. Am Osterwochenende machte der Zweitliga-Absteiger am Ende Ernst und bejubelte trotz anfänglicher Probleme Al-Hazaimehs Eigentor sowie die Treffer von Fabian Schleusener und Föhrenbach zum 3:0.

Die bitterste Stunde erlebte Münster beim 2:6 in Wiesbaden eine Woche später. Manuel Schäffler (3), Patrick Breitkreuz, Stephan Andrist und Niklas Dams gestalteten das Ergebnis richtig deutlich. Martin Kobylanski gelang nur Ergebniskosmetik mit seinem Doppelpack.

Am Samstag, nach der Partie im Wildpark, forderte KSC-Manager Oliver Kreuzer sowohl Antwerpen als auch Sportdirektor Malte Metzelder auf, gegen die Hessen doch alles rauszuhausen. Gern täten die Preußen ihm den Gefallen. Nicht aus Sympathie – sondern einfach, um die eigenen Bilanz gegen die Liga-Elite auf den letzten Drücker aufzupolieren. 

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