Fußball: Westfalenliga
Kara-Frust und keine Tore – Preußen II 0:0 gegen Vreden

Münster -

Das Rennen um Platz zwei in der Westfalenliga bleibt offen. Preußen Münster II verpasste zu Hause gegen die SpVgg Vreden einen Sieg und musste sich mit einem 0:0 begnügen. Damit rückte dem SCP der SV Schermbeck bis auf drei Punkte auf die Pelle.

Sonntag, 29.04.2018, 18:46 Uhr aktualisiert: 02.05.2018, 21:18 Uhr
Preußen-Flügelstürmer Ali Ibraim kann hier den Ball ungestört vor Vredens Sebastian Hahn annehmen.
Preußen-Flügelstürmer Ali Ibraim kann hier den Ball ungestört vor Vredens Sebastian Hahn annehmen. Foto: Wilfried Hiegemann

Erneut nur ein Punkt, dazu Schwächen im Abschluss und eine schmerzliche rote Karte – gegen die SpVgg Vreden kam die U 23 des SC Preußen Münster am Sonntag nicht über ein 0:0 hinaus. Doch immerhin machten die Gastgeber ihre Sache defensiv besser als noch am vorherigen Spieltag bei Victoria Clarholz und bleiben im Aufstiegsrennen.

Die Adlerträger ließen den Gästen, die ebenfalls noch auf Platz zwei, der zur Relegation oder vielleicht sogar zum direkten Aufstieg führt, schielen, wenig Raum. Trainer Sören Weinfurtner lobte: „Wir haben das hinten gut kontrolliert.“ Die übrigen wenigen Schusschancen vergaben die Vredener leichtfertig, so zum Beispiel durch Niklas Niehuis (30./32.).

Die Hausherren hatten zwar offensiv mehr Spielanteile, doch sie taten sich viel zu schwer beim letzten Pass und im Abschluss. Keeper Ricardo Ottink wehrte Mehmet Karas zu harmlosen Schuss in der zwölften Minute ab. Wenig später dribbelte und flankte Kara, doch Tobias Warschewski verpasste den Kopfball knapp (16.).

Weinfurtner vermisste in der Offensive die „zielführenden Aktionen“ und sagte: „Es war schwer, weil die Passgenauigkeit fehlte und die Vredener einfach gut verteidigt haben.“

Daran änderte sich nach der Pause wenig, auch wenn es keinesfalls an Tempo und Einsatz mangelte. So spielte sich die Partie oft im Mittelfeld ab, wo vor allem Münster phasenweise schöne Kombinationen zeigte. Ein Manko in der guten Defensivarbeit zeigte sich jedoch, als Jannik Enning ungehindert durchspazierte. Sein Schuss landete in den Armen von Torwart Stephan Tantow (80.).

Für Diskussionsstoff sorgte eine Aktion in der 83. Minute: Nach Zuspiel des eingewechselten Sören Wald dribbelte Kara im Sechzehner und fiel umringt von drei Verteidigern zehn Meter vor dem Tor. Schiedsrichter Ali Senol gab den fälligen Elfmeter nicht.

Die Partie wurde immer hitziger, und die Münsteraner ließen sich vom Temperament der unruhigen und lauten Gäste anstecken. Zwei Minuten vor Abpfiff provozierte Marvin Möllers Kara mit Erfolg, indem er den Ball festhielt. Kara schubste seinen Gegner unsportlich um, Möllers sah Gelb, Kara bekam Rot und stapfte sichtlich gefrustet vom Platz. SCP: Tantow – Voß (69. Benmbarek), Mause, Burchardt, Born – Sammerl, Budak – Ibraim (69. Schmitz), Kerellaj (83. Wald), Budak, Kara – Warschewski

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5696638?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686217%2F2820606%2F
Nachrichten-Ticker