Fußball: A-Jugend-Bundesliga
2:1 gegen den BVB – Preußen-Wahnsinn in der Schlussphase

Münster -

Was für ein Finish, was für eine Moral: Die in den letzten Wochen ins Schlingern geratene U 19 von Preußen Münster kassierte gegen Borussia Dortmund vier Minuten vor Schluss das 0:1 und bog das Ergebnis noch zu einem 2:1-Erfolg um.

Sonntag, 29.04.2018, 20:12 Uhr
Preußen-Mittelfeldmotor Jari Polm (r.) gewinnt den Zweikampf mit dem Dortmunder David Kopacz.
Preußen-Mittelfeldmotor Jari Polm (r.) gewinnt den Zweikampf mit dem Dortmunder David Kopacz. Foto: Wilfried Hiegemann

Fünf Minuten reichten den A-Junioren des SC Preußen, um dem Favoriten wichtige Punkte zu rauben. Mit dem 2:1 (0:0) gegen Borussia Dortmund vor etwa 250 Zuschauern holten die Adlerträger ihren ersten Sieg seit Anfang Februar.

Vorweggegangen war eine Partie, die viele in ihrem Verlauf schon als torloses Unentschieden abgestempelt hatten. Die Gastgeber hielten als Underdog gut mit dem BVB, der sich den Druck im Meisterschaftsrennen anmerken ließ, mit. Dortmund hatte mehr Chancen und zahlreiche Eckbälle, doch ließ Ideenreichtum wie Konsequenz im Abschluss vermissen, während Münster tief stand und souverän verteidigte. Ebenso war Torhüter Luis Klante stets zur Stelle bei hohen Hereingaben.

Derweil knackte Münster die Borussia-Abwehrreihe viel seltener und wirkte nach vorne nervös. Ousman Touray hatte zwei kleine Chancen (24., 27.). Auch die schöne Doppelpass-Kombination von Soufian Guirhil und Lukas Frenkert (70.) endete mit einem Schuss von Malik Cakmakci neben das Tor.

In der 86. Minute platzte der Knoten beim BVB: Nach einem Eckstoß verlängerte Luca Kilian per Kopf auf Paul-Philipp Besong, der zur Führung einköpfte. Münster warf alles in die Waagschale – drei Minuten später schlug Mohammed El Gourari von rechts einen Freistoß, den Marius Lackmann mit einem wuchtigen Kopfball vollendete. Trainer Cihan Tasdelen freute sich über die gute Reaktion: „Der Ausgleich hat eine Euphoriewelle ausgelöst, zugleich haben wir den BVB-Schockzustand genutzt.“ Denn Guirhil grätschte den Ball nach Cebrail Demirs Flanke zum umjubelten 2:1 ins Tor, auf das der Schlusspfiff nach 95 Minuten folgte. SCP: Klante – Frenkert, Lackmann, Klann, Stummer, Schulz (89. Demir) – Conze, El Gourari, Polm (68. Ströker), Cakmakci (84. Winter) – Touray (49. Guirhil)

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