Ausdehnung der Spieltage
Jetzt auch Montagsspiele in der 3. Liga

Osnabrück -

Ab der Fußball-Saison 2018/19 wird die 3. Liga ein Montagsspiel haben. Nach Informationen wird an allen Spieltagen außerhalb einer englischen Woche eine Partie am Montag um 19 Uhr angepfiffen.

Freitag, 01.06.2018, 13:00 Uhr aktualisiert: 01.06.2018, 14:35 Uhr
Jubel in München: 1860 ist wieder drittklassig.
Neu in Liga 3 und wahrscheinlich absoluter Publikumsmagnet: 1860 München. Aber auch die Löwen müssen sich ab sofort auf Montagsspiele einstellen. Foto: dpa

Der Deutsche Fußball-Bund wird diese Neuerung in Kürze verkünden. Von der Telekom, die alle 380 Spiele live überträgt, gab es keine Bestätigung des neuen Spieltags-Schemas. Doch die Informationen, die aus den Vereinen durchsickern sind eindeutig – und der DFB hat in seinem Rahmenterminkalender 2018/19 den Montag als Spieltag der 3. Liga bereits ausgewiesen.

Spieltag über vier Tage verteilt

Eine Partie am Freitag, sechs am Samstag, zwei sonntags und der Abschluss am Montag – das wird aller Voraussicht nach das Raster für die 3. Liga sein.

Vor etwas mehr als einem Jahr hatte das Unternehmen aus Bonn die Rechte für die Zeit von 2018 bis 2022 erworben und war wenig später als Lizenznehmer der öffentlich-rechtlichen Agentur SportA vorzeitig und kurzfristig in die Übertragungen eingestiegen. Dabei konnte die ARD im freien Zugriff 120 Spiele live in den dritten Regionalprogrammen übertragen. Das ändert sich mit dem Saisonstart am 27. Juli: Nur noch 86 der 380 Partien kann die ARD live in ihren Regionalprogrammen übertragen und hat dabei ausschließlich Zugriff auf die Samstagspiele.

Die Drittliga-Gegner von Preußen Münster

1/19
  • Eintracht Braunschweig: Vor 51 Jahren war die Eintracht Deutscher Meister, vor zwei Jahren noch Erstligist, im Vorjahr in der Aufstiegsrelegation knapp gescheitert – und jetzt nur noch Drittligist. Braunschweig dürfte zu den Zuschauermagneten wie auch den Aufstiegsanwärtern gehören. Ein Nachfolger für Trainer Torsten Lieberknecht fehlt noch.

    Foto: Frank Molter
  • 1. FC Kaiserslautern: Ein Teil der SCP-Vereinslegende, 1951 verlor Münster in Berlin im Finale um die Deutsche Meisterschaft mit 1:2 gegen die „roten Teufel“. In der 1. Bundesliga blieb der SCP ungeschlagen gegen die Pfälzer, das war vor 55 Jahren. Die Lauterer waren 1998 Deutscher Meister – noch nie war der Club drittklassig.

    Foto: Uwe Anspach
  • Karlsruher SC: Die Rückkehr in die 2. Bundesliga floppte, Erzgebirge Aue stach den KSC aus.

    Foto: TimGroothuis
  • SV Wehen Wiesbaden: Die Hessen sind die Nummer eins in der ewigen Drittliga-Tabelle mit 479 Punkte aus 342 Spielen, Absteiger RW Erfurt wurde überholt.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Würzburger Kickers: Eine zweite Saison in der 3. Liga, der Zweitliga-Absteiger konnte nicht die direkte Rückkehr ins Bundesliga-Unterhaus schaffen.

    Foto: Rolf Grundke
  • Hansa Rostock: Keine Frage, der Ex-Erstligist will den nächsten Schritt gehen, Trainer Pavel Dotchev gilt als Aufstiegsmacher. Ex-Preuße Amaury Bischoff gehört an der Ostsee zum Inventar.

    Foto: Uwe Wolter
  • SV Meppen: Der Aufsteiger aus dem Emsland überraschte, Saison Nummer zwei dürfte schwer werden.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Fortuna Köln: Trainer Uwe Koschinat schnupperte mit seinem Team am Aufstieg und brach am Ende ein.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SpVgg. Unterhaching: Starke Leistung dieses Aufsteigers, am Ligaerhalt gab es keinen Zweifel. Auch in der nächsten Saison dürften sich die Bayern einiges einfallen lassen – mit wenig Geld.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • FC Carl Zeiss Jena: Noch ein Aufsteiger, der sein Ding gemacht, hat. Muss Jena den Etat „eindampfen“, wird es nicht einfach werden.

    Foto: Thomas Corbus
  • VfR Aalen: Nach dem Abschied von Peter Vollmann als Coach steht zwar kein Neuanfang auf dem Programm, aber der VfR wird sich erst finden müssen.

    Foto: Thomas Siedler
  • Hallescher FC: Frischer Wind durch Trainer Torsten Ziegner, der sich Sebastian Mai für die Defensivzentrale aus Münster holte. Beide kennen sich noch aus Zwickauer Aufstiegszeiten. Halle könnte für Furore sorgen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SG Großaspach: Der Club verliert einige seiner Topkräfte mit Gyau und Sohm, aber Sascha Hildmann dürfte keine Probleme mit einem Neuaufbau bekommen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • FSV Zwickau: Meistertrainer Torsten Ziegner ist gegangen, finanziell bleibt es angespannt, dem FSV droht Abstiegskampf.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SF Lotte: Nach der Traumreise 2016/17 mit dem Erreichen des DFB-Pokal-Viertelfinals erlebte Lotte eine „Chaos-Saison“ mit vier Trainern und einer Mannschaft, die ihren Geist verloren hat. Ein Umbruch des Kaders steht bevor. Die Trainerfrage ist offen, kommt Ismail Atalan zurück?

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • VfL Osnabrück: Das einzig Positive der Vorsaison war, dass die Lila-Weißen nicht abgestiegen sind. Zu allem Überfluss verlor der VfL auch beide Derbys gegen Münster. Schlimmer wird es nicht mehr.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • TSV 1860 München: Daniel Bierofka hat die Talfahrt gestoppt, die „Löwen“ haben einiges zu bieten. Etwa den Durchmarsch in Liga zwei?

    Foto: Angelika Warmuth
  • Energie Cottbus: Trainer Claus-Dieter Wollitz hat die Nordost-Meisterschaft des Ex-Erstligisten gekrönt. Das wird ein starker Aufsteiger.

    Foto: Jan Kuppert
  • KFC Uerdingen: Noch ein starker Aufsteiger, noch ein Ex-Erstligist, und Coach Stefan Krämer kennt sich in der 3. Liga aus. Leichte Beute wird der KFC nicht werden.

    Foto: Roland Weihrauch

Damit profiliert sich die Telekom als TV-Partner der 3. Liga – nach einer Anlaufsaison, die der Konzern als vollen Erfolg bewertet. „Die Zahlen haben gestimmt, die Qualität der Übertragungen war top, wir haben von Vereinen und Fans durchweg positives Feedback bekommen“, sagt Henning Stiegenroth, Sport-Marketing-Chef der Telekom, „in einem Satz: Wir sind von der 3. Liga mit offenen Armen aufgenommen worden.“

TV-Honorar für Vereine steigt

Der Plan, die 3. Liga als die bodenständige, fannahe Fußballspielklasse zu präsentieren, sei aufgegangen. „Die Vereine, die Spieler und die Trainer haben sich trotz anfänglicher Skepsis darauf eingelassen“, sagt Stiegenroth, der sich mit diesem TV-Fußballprodukt bewusst absetzen will von der Sterilität der Übertragungen von der ganz großen Bühne.

Pünktlich zum offiziellen Einstieg der Telekom kommt die 3. Liga in ihrer zehnten Saison so attraktiv wie nie zuvor daher. „Natürlich tut es uns leid, dass Eintracht Braunschweig und der 1. FC Kaiserslautern absteigen mussten“, sagt er, „aber für die Liga und uns sind diese Vereine genauso ein Glücksfall wie die die Aufsteiger.“ Das gilt auch für Energie Cottbus, 1860 München und KFC Uerdingen.

Auch für die Vereine lohnt sich die anhaltende Sport-Offensive der Telekom. Das TV-Honorar steigt in der nächsten Saison auf 850 000 Euro pro Club; die Präsenz in den Live-Übertragungen steigert die Wirksamkeit der Werbung auf Bande und Trikot. Inklusive der Erlöse aus dem Ligasponsoring kassiert jeder Drittligist fast 1,2 Millionen Euro aus der Zentralvermarktung des DFB.

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