Di., 05.06.2018

Fußball: 3. Liga Der dritte Tormann beim SC Preußen Münster scheint gefunden

Den Ball flach halten und spielen: Der Weg des letztjährigen Preußen-Torwart Nils Körber führt von Münster nach Berlin und vermutlich weiter nach Osnabrück.

Den Ball flach halten und spielen: Der Weg des letztjährigen Preußen-Torwart Nils Körber führt von Münster nach Berlin und vermutlich weiter nach Osnabrück. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Es tut sich was bei den Preußen. Inzwischen scheint der Club bei der Suche nach einem neuen dritten Tormann fündig geworden zu sein. Mitte der Woche soll es Klarheit geben.

Von Alexander Heflik

Langweilig wird die 3. Liga auch im Sommerschlaf nicht. 20 Minuten zu spät registrierte der Deutschen Fußball-Bund die 1,2 Millionen Euro wertvolle Sicherheitsstellung des KFC Uerdingen und wollte dem Relegationssieger (über Waldhof Mannheim) zunächst nicht die wirtschaftliche Stärke für die Drittklassigkeit bescheinigen. Allerdings hatte der von Präsident Mikhail Ponomarev geführte Club, gleichzeitig Investor beim ehemaligen DFB-Pokalsieger, all die knappen Fristen eingehalten. Das sah der DFB ein. Tatsächlich will aber Waldhof Mannheim prüfen, ob der letzte Entscheid des DFB pro Uerdingen korrekt gewesen sei. Es bleibt spannend.

Etwas Restspannung bleibt noch in Sachen Lizenzerteilung. Der DFB hat noch nicht den Vereinen grünes Licht gegeben, täglich wird damit gerechnet. Auch die Preußen erwarten die Zusage. „Aber wenn man das schriftlich in den Händen hat, ist das schon besser“, sagt Münsters Sportchef Malte Metzelder.

Der hatte in den letzten Tagen eine fast perfekte frohe Kunde, aber auch eine ganz schlechte Nachricht im Köcher. Das Positive zuerst: der dritte Tormann scheint inzwischen gefunden. Das Anforderungsprofil sieht einen U-19-Spieler mit Perspektive vor. Platzhirsch ist zunächst Max Schulze Niehues, der im Laufe der vergangenen Saison die Hertha-Leihgabe Nils Körber nach der Winterpause verdrängt hat. Die Körber-Rolle wird der SC Preußen ebenfalls noch neu besetzen, Schulze Niehues muss sich seine Rolle in der Vorbereitung wieder neu erkämpfen.

Währenddessen verlängerte der 21-jährige Körber seinen Vertrag bei Bundesligist Hertha BSC Berlin bis 2020. In der Saison soll der U-21-Nationalspieler dann erneut verliehen werden. Münsters Ligarivale VfL Osnabrück will das Leihgeschäft mit Berlin.

Die weniger gute Neuigkeit: Das Vorbereitungsspiel am 14. Juli gegen den niederländischen Erstligisten PEC Zwolle wurde abgesagt. Die niederländische Polizei hatte dazu die Vereine aufgefordert. Hintergrund war ein Video, in dem sich angeblich ein Dutzend Anhänger aus Zwolle und RW Ahlen mit einem weiteren Dutzend Anhänger von Preußen Münster und dem VfL Bochum prügeln. Verbrüderung zwecks Schlagerei lautete das Motto.

Das Youtube-Video wurde auf einer Hooligan-Seite gepostet, die Personen sind nur verschwommen zu erkennen, rund 16 000 Mal wurde die Keilerei geklickt. Die Polizei befürchtete, dass es im Rahmen des Testspiels zu weiteren Auseinandersetzungen kommen könnte. Zudem steht das Testspiel der Preußen am 21. Juli in Billerbeck unter besonderer Beobachtung, da spielt der Drittligist gegen Hercales Almelo. Zwischen Almelo und Zwolle gibt es eine ausgeprägte Fan-Rivalität.

„Wir haben die Partie gegen Zwolle abgesagt und werden keine Testspiel auf Biegen und Brechen austragen“, sagte Sportchef Malte Metzelder. Der Test in Billerbeck am 21. Juli ist aktuell nicht gefährdet. Für den 14. Juli wird ein neuer Gegner gesucht.



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