Fr., 15.06.2018

Kommentar & Netzreaktionen Preußen Münsters Adler-Streit: Mehr als eine Provinzposse

Kommentar & Netzreaktionen: Preußen Münsters Adler-Streit: Mehr als eine Provinzposse

Links das alte Logo, rechts der neue Entwurf. Foto: Preußen Münster

Der SC Preußen Münster hat in dieser Woche die Vorbereitung auf eine herausfordernde Drittliga-Saison gestartet, zwei neue Spieler verpflichtet und überraschend einen Leistungsträger verloren – diskutiert wurde aber vor allem über die grafische Gestaltung des Wappen-Adlers. Das hat das Zeug zur Provinzposse und dürfte außerhalb der Stadtgrenzen auch als solche gewertet werden. 

Von  Ansgar Griebel

Nur: Es geht tatsächlich um mehr als Geflügelpest und Vogelgrippe. Es geht um das gestörte Innenverhältnis von Fans und Verein – das vom Adler nur beflügelt wurde, aber bereits zuvor im Argen lag. „Ignoranz“, wirft Benny Sicking, Vorsitzender des Fan-Projekts, dem Preußen-Vorstand vor – und meint nicht nur das neue Wappentier. „Naivität“ trifft es wohl eher – nur: böser Wille war sicher nicht im Spiel.

Der neue Adler ist weg – und konnte wahrscheinlich am wenigsten für den viralen Aufruhr. Es gab schlichtweg keine Zeit, sich für das arme Tier zu erwärmen, weil die sozialen Netzwerke als veritabler Schnellkochtopf die Gemüter in Sekundenschnelle zum Kochen brachten. Immerhin haben Frank Westermann und Christoph Strässer kühlen Kopf bewahrt und den Vogel schnellstmöglich wieder eingefangen.

Bei aller nachvollziehbaren Kritik, gebührt dieser konsequenten Reaktion Respekt. Der SCP beweist Lernfähigkeit und macht mit diesem kleinen Schritt zurück gleichzeitig einen großen auf die Fans zu. Die dürfen sich jetzt wieder auf das Wesentliche konzentrieren, und das ist bekanntlich auf dem Platz.

Reaktionen aus Netz zum Logo-Rückzieher:

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