Fr., 15.06.2018

Fußball-Lehrer-Lehrgang des DFB Preußen Münsters Arne Barez strebt die höchste Trainerlizenz an

Arne Barez hat in den nächsten zehn Monaten reichlich zu tun – und freut sich trotzdem auf diese Phase.

Arne Barez hat in den nächsten zehn Monaten reichlich zu tun – und freut sich trotzdem auf diese Phase. Foto: Thomas Austermann

Münster - 

Zehn intensive Monate hat Arne Barez vor sich. Ganz freiwillig stellt sich der 40-jährige Sportliche Leiter der Juniorenabteilung des SC Preußen Münster und künftige U-17-Bundesligatrainer dem Mehraufwand. Ab Montag büffelt er sich im Fußball-Lehrer-Lehrgang des DFB zur höchsten Trainerlizenz.

Von Thomas Austermann

Montag beginnt in der Sportschule Hennef für eine 24-köpfige sportaffine Gruppe eine besondere Berufsausbildung. Im 65. Fußball-Lehrer-Lehrgang des Deutschen Fußball-Bundes steckt dann auch der Münsteraner Arne Barez, Sportlicher Leiter der Junioren-Abteilung des SC Preußen Münster und künftiger Coach der U-17-Bundesligamannschaft. Der 40-Jährige freut sich „auf zehn sehr intensive Monate“.

Bevor sich der Chefredakteur für Fußball-Medien im münsterischen Philippka-Verlag der Eignungsprüfung der DFB-Akademie stellte, sagte er beim Adlerclub zu, bei den B-Junioren die Nachfolge Martin Kastners anzutreten. Erst danach kam die Zulassung zur Prüfung – schriftlich, mündlich und praktisch mussten 63 Bewerber den Nachweis erbringen, fit zu sein für die rund 15 000 Euro teure Ausbildung. Der Kurs endet mit den Abschlussprüfungen im März 2019. Dass der SCP dann im nächsten Jahr womöglich einen Coach mit der höchsten Lizenz in Reihen seiner Juniorentrainer begrüßen kann, ist auch hinsichtlich eines eigenen Nachwuchsleistungszen­trums nicht nur wünschenswert, sondern Pflicht. Seit Jahren ist der Aufbau eines solchen Ausbildungszen­trums zumindest gedanklich „in der Pipeline“. Bei einem Aufstieg in die 2. Bundesliga wird eine Einrichtung dieser Art sogar verlangt.

„Für mich ist es von großem Interesse, die spannenden Inhalte kennenzulernen und über die Monate hinweg mit Ausbildern und Kollegen im Austausch sein zu können“, sagte Barez, der mit seinem Arbeitgeber eine Einigung getroffen hat und kürzertreten darf. Barez ist „dem Verlag wie auch dem Verein dankbar für die große Unterstützung.“ Die garantiert Bernhard Niewöhner für den SCP gerne: „Wir streben ja eine Ausbildung auf höchstem Niveau an und können mit einem Fußball-Lehrer aus unseren Reihen einen großen Schritt machen.“

Von Montag bis Mittwoch sind die Kandidaten in der Regel in Hennef gefordert, dazu kommen Maßnahmen wie im Juli. Dann wird der Elite-Trainerlehrgang „zur Schulung der systematischen Spielanalyse“, wie es heißt, zur U-19-Europameisterschaft nach Finnland reisen und dort die Partien unter die Lupe nehmen. Ein Praktikum bei einem Profiverein steht ebenfalls an.

Der neue Lehrgang ist der erste unter Leitung von Daniel Niedzkowski, dem Nachfolger von Frank Wormuth an der Spitze der Hennes-Weisweiler-Akademie. Die Ausbildung ist erstmals angesiedelt im Bereich Aus-, Weiter- und Fortbildung der DFB-Akademie.

Die Preußen fangen intern die Phasen, in denen Barez bei der U 17 fehlen wird, mit dem Engagement von Co-Trainer David Paulus auf, der zuletzt bereits an Kastners Seite tätig war. „David wird noch Unterstützung bekommen“, sagt Barez.

Der gebürtige Soester Paulus kam Mitte 2016 vom 1. FC Gievenbeck an die Hammer Straße und war im ersten Jahr Co-Trainer bei den U-15-Junioren des SCP.

► Neben Arne Barez hat ein ehemaliger Preußen-Spieler das Ticket für die Ausbildung zum Fußball-Lehrer. Ovid Hajou, die rechte Hand von Maik Walpurgis, wird in den kommenden Monaten ebenfalls büffeln.



https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5821899?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686217%2F2820606%2F