So., 24.06.2018

Fußball: 3. Liga Faschers Null steht auch diesmal – Preußen-Allstars überzeugen

Benjamin Siegert (r.) vor Rufat Dadashov – der Nachwuchs staunt.

Benjamin Siegert (r.) vor Rufat Dadashov – der Nachwuchs staunt.

Münster - 

Der erste Auftritt der teils umformierten Preußen-Elf war ein besonderer. Gegen eine Allstar-Auswahl aus früheren Sympathie- und Leistungsträgern langte es in 60 Spielminuten nur zu einem 0:0. Doch im Vordergrund standen ohnehin Wiedersehensfreude und Nostalgie.

Von Thomas Austermann

Die „Legenden“ hielten geschlossen dagegen, die aktuellen Preußen ließen sich nicht aus der Reserve locken: Torlos vor 1146 neugierigen Zuschauern endete in Handorf eine einzigartige Fußballpartie für den guten Zweck. Im Team der Allstars feierten viele Namhafte ein Wiedersehen mit Schulterklopfen und Umarmen, während die neu formierte Drittliga-Mannschaft die ersten Meter mit Ball und gegen einen Gegner machte.

Die gesamte Spiel-Stunde hielt der sehr aktive Benjamin Siegert im Dress mit der Nummer 2018 durch. Gemeinsam mit Ex-Torwart Daniel Masuch hatte er das Benefizspiel organisiert und darf nun den Betrag an die Kampagne „Mehr Raum für Nähe“ des Franziskus-Hospitals und für die Montessori-Schule Münster spenden.

„Komm‘ in die Ordnung“ oder „Bringt Ruhe rein“ lauteten die Kommandos von Trainer Marc Fascher, der sichtlich Spaß hatte, seine Jungs auf Trab zu halten. Sechs Kicker, die im Mai 2011 unter ihm den Drittliga-Aufstieg perfekt machten, standen in der ersten Formation. Sein damaliger Kapitän Stefan Kühne reklamierte augenzwinkernd „ein paar Wechselfehler, über die wir reden müssen“ und passte ansonsten auf, dass nichts anbrennt. „Ums Prestige geht es hier nicht, sondern um den guten Zweck. Die neue Preußen-Elf hat gute Jungs drin. Die müssen jetzt weiter in der Vorbereitung ackern. Und wir machen Urlaub!“

Drei Fragen an Marc Fascher

Trainer-Legende und Legenden-Trainer Marc Fascher im Kurzgespräch.Wie war es denn so in der Kabine?Fascher: Wie eh und je! Ich hab‘ natürlich eine emotionale Ansprache zur Einstimmung auf das Spiel gehalten und klar gemacht, dass die Null stehen muss ...Hat das Spiel denn auch sonst seinen Zweck erfüllt?Fascher: Absolut, das ist ja wie ein Familientreffen hier. Einfach überragend! Ich finde es wirklich bewegend und zugleich extrem witzig, was die Jungs so alles an Storys zum Besten geben. Die haben eben einen tollen Charakter, ganz ohne Frage.Wie geht der Abend weiter für die Truppe?Fascher: Der Abend wird lang, das steht fest. Wir werden auch ein Bier verhaften und dabei gemeinsam die WM gucken. Und sicherlich ganz viel quatschen.

Neben Fascher nahmen als Co-Trainer Alexander Ogrinc, Manni Behrend und Ingo Schlösser, nach Achillessehnenriss an Gehhilfen unterwegs, Platz. Als Zuschauer unterstützten Patrick Kirsch, Clement Halet und Wojciech Pollok die Extra-Auswahl. Die Allstars liehen sich die aktuellen Preußen-Keeper Max Schulze Niehues und Oliver Schnitzler aus, während der aufmerksame Youngster Marian Prinz dem Drittliga-Aufgebot beide Halbzeiten den Rücken stärkte.

„Man merkt schon, dass wir aus der Belastung heraus kommen und dass der Gegner noch sehr klug verschieben kann“, wertete Ole Kittner zum fehlenden Esprit. Eher stand die Ernsthaftigkeit vorne an, als es Tricks im Spektakelformat zu bestaunen gab. Der reaktionsschnelle Schnitzler verhinderte zwei Mal einen Treffer gegen die „Legenden“. San-drino Braun verschonte freistehend mit einem Fehlschuss die „Oldies“, die motiviert waren und clever genug, wenig zuzulassen.

„Alle gesund geblieben, das zählt“, sagte SCP-Trainer Marco Antwerpen nach dem leichten Aufgalopp. Neuzugang Philipp Müller dürfte ihm aufgefallen sein: Der Ex-Wiesbadener war auf der rechten Bahn mit sehr viel Tempo unterwegs. SCP-Allstars, 1. HZ: Schulze Niehues – Siegert, Heitmeier, Neupert, Huckle – Kara, Kühne, Grashoff (27. Krohne), Kluft – Güvenisik, Holt – 2. HZ: Schnitzler – Siegert, Kühne, Ndjeng, Huckle – Heitmeier, Neupert – Kara (55. Güvenisik), Küsters (49. Truckenbrod), Chitsulo (52. Hergesell) – Krohne SCP, 1. HZ: Prinz – Tezel, Schweers, Scherder, Conze – Burchardt, Rodrigues Pires – Hoffmann, Akono, Heinrich – Dadashov – 2. HZ: Prinz – Menig, Kittner, Borgmann, Heidemann – Knüver, Braun – Müller, Kobylanski, Rühle – Warschewski



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