Fr., 03.08.2018

Premiere im Preußenstadion nach Gala in Köln Klingenburgs erster Auftritt an der Hammer Straße

Die geballte Faust: René Klingenburg (3. von links) wurde zum Mann des Tages in Köln.

Die geballte Faust: René Klingenburg (3. von links) wurde zum Mann des Tages in Köln. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Rene Klingenburg hat beim SC Preußen Münster eingeschlagen wie eine Bombe. Zwei Tore, eine Torvorlage, 4:1 bei Fortuna Köln – der 24-Jährige war der Mann des Spiels, aus einer ganz starken Preußen-Elf ragte er heraus. Und das nicht nur wegen seiner 190 Zentimeter Körpergröße. 

Von Alexander Heflik

Am Samstag spielt er erstmals überhaupt im Preußenstadion und verbindet das mit einem Versprechen: „Ich will jeden Zuschauer von meiner Mentalität, von meinem Siegeswillen überzeugen.“

„Mentalitäts-Monster“ werden ja nicht erst seit der Pleite der deutschen Nationalelf bei der WM in Russland händeringend gesucht. Wenn noch ein bisschen „Straßenfußballer“ beigemischt wird, ist der perfekte Mittelfeldspieler wohl gefunden. „Meine Einstellung zum Fußball ist geprägt durch die Straße und den Straßenfußball“, sagt der gebürtige Oberhausener.

Phänomen "Dark Horse"

Bei Schalke 04 durchlief er die Juniorenteams, wurde unter Trainer Norbert Elgert Deutscher Meister und Pokalsieger in der U-19-Klasse. Doch der Durchbruch über die Regionalliga hinaus fand nicht statt. „Dark Horse“ werden solche Spieler genannt, Akteure, die erst im richtigen Verein, im richtigen Moment und an der richtigen Stelle vielleicht loslegen. Ohne Zweifel, das Mittelfeldtalent aus Schalke will Spuren in Liga drei hinterlassen. Und in Köln wurden schon erste Wegmarken gesetzt.

„Wir haben eine hochtalentierte Truppe, eine junge Mannschaft“, sagt er. Münsters Kader hat einen Altersschnitt von 23,99 Jahren. Und, so Klingenburg weiter: „Im Mittelfeld haben wir brutale Qualität.“ Michele Rizzi (VfL Wolfsburg II) ging, Klingenburg und Kevin Rodrigues Pires (SF Lotte) kamen. Schritte nach vorn.

Der Ex-Schalker ist einer, der mit seiner Leidenschaft und Einsatzbereitschaft auf einem schmalen Grat wandern wird. Klingenburg riskiert viel in Zweikämpfen, teilt aus, steckt ein, provoziert und geht Niemandem aus dem Weg. Als er gegen Fortuna Köln seinen Gegenspieler „umarmte“, forderten die Hausherren einen Platzverweis, Münsters Coach Marco Antwerpen sah das anders. Klingenburg, dessen Gang allein dem Gegner Angst einflößen soll, brachte es auf den Punkt: „Die einen sagen dies, die anderen sagen das. Ich habe zwei Tore geschossen und wir haben 4:1 gewonnen.“ Fragen? Im Moment keine.



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