Mi., 15.08.2018

Fußball: U-19-Bundesliga Akono hat das erste und das letzte Wort beim SC Preußen Münster gegen Borussia Mönchengladbach

U-19-Preuße Mathis Schrick (rechts) nimmt es in dieser Szene mit dem Gladbacher 2:1-Torschützen Ryan-Segon Adigo auf.

U-19-Preuße Mathis Schrick (rechts) nimmt es in dieser Szene mit dem Gladbacher 2:1-Torschützen Ryan-Segon Adigo auf. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Das war knapp: Cyrill Akono rettete den Preußen mit seinem Treffer in der Nachspielzeit gegen Borussia Mönchengladbach einen Punkt beim unterm Strich leistungsgerechten 2:2.

Von Thomas Austermann

Die U-19-Preußen legten vor und hatten auch das letzte Wort im ersten Bundesliga-Heimspiel: Münsters 2:2 (1:0) gegen Borussia Mönchengladbach kam nach zwei völlig unterschiedlich geführten Halbzeiten am Ende etwas glücklich zustande. Denn Cyrill Akono traf per Kopf in der Nachspielzeit nach einem lang geschlagenen Freistoß zum Ausgleich, den die nach dem Wechsel dominierenden Gäste eher geschockt zur Kenntnis nahmen.

Auch wenn SCP-Kapitän Ali Merhi zeitig (20.) seinen Platz räumen musste mit Verdacht auf Leistenverletzung, hielten seine Kollegen im 5-3-2-System eine griffige Ordnung und ließen die anfangs zu behäbige Borussia gar nicht ins Spiel kommen. Münsters in der Offensive mutiger Auftritt wurde belohnt: Der 45 Minuten lang überaus emsige Stürmer Finn Wortmann wurde nach Akono-Zuspiel elfmeterwürdig gefoult. Letztgenannter verwandelte vom Punkt souverän (13.). Die hellwachen wie sehr konzentrierten Preußen bestachen als homogene Gruppe, der die beiden Sechser Nicolai Remberg und Bajrush Osmani Halt gaben. Akono und Wortmann sowie Lukas Frenkert, dieses Mal auf der Seite aktiv, sorgten für Szenen. Aber nicht für mehr Treffer.

Fohlen-Trainer Thomas Flath dürfte die Seinen auf mehr Tempo gepolt haben, denn deutlich aggressiver kam Gladbach in die zweite Halbzeit. „Es ist und bleibt eine Kopfsache“, sinnierte SCP-Trainer Cihan Tasdelen später darüber, warum in seiner Elf fast alle fast immer einen Schritt zu spät kamen. Gladbach eroberte die zweiten Bälle und drückte enorm. Antreiber Behadil Sabani traf aus über 20 Metern zum 1:1 (63.). Hier sah Münsters Keeper Marian Prinz, zuvor die Ruhe selbst, nicht wirklich gut aus. Zehn Minuten später ließen seine schlecht postierten Vorderleute eine Flanke passieren, die Ryan-Segon Adigo per Kopf zum 2:1 verwertete.

„Der Gegner hat enorm beschleunigt und wir haben das zugelassen“, sagte Tasdelen, der spät doch noch erleichtert dreinblickte. Denn Akono, zuvor wie Wortmann phasenweise abgetaucht, bewies Torjägerqualität nach der letzten guten Phase der am Ende noch mal aufdrehenden Münsteraner.

SCP U 19: Prinz – Stummer (74. Pohl), Holtmann, Nabrotzki, Merhi (20. Michalak), Schrick (76. Schneck) – Remberg, Osmani, Frenkert (58. Husha) – Wortmann, Akono



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