Fr., 31.08.2018

Fußball: 3. Liga Schulze Niehues wieder erste Wahl – Preußen Münster schont Schnitzler noch

Flugeinlage: Max Schulze Niehues wird gegen Uerdingen im Tor stehen und Oliver Schnitzler vertreten.

Flugeinlage: Max Schulze Niehues wird gegen Uerdingen im Tor stehen und Oliver Schnitzler vertreten. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Am sechsten Spieltag erwartet der SC Preußen Münster den Aufsteiger KFC Uerdingen im Preußenstadion. Max Schulze Niehues ersetzt dabei im Tor Oliver Schnitzler, der nach einer Gehirnerschütterung noch keinen Wettkampf bestreiten soll. Die Gäste setzen ihrerseits auf einen Weltmeister von 2014.

Von Alexander Heflik

Die jungen Wilden von Preußen Münster treffen auf die Routiniers vom KFC Uerdingen. Darauf könnte das samstägliche Aufeinandertreffen reduziert werden – wenn man wollte. Nur geht es natürlich nicht nur um den Vergleich zwischen Jung und Alt im Preußenstadion, wenn Mitja Stegemann um 14 Uhr anpfeift.

Wobei Letztgenannter schon in der 1. Liga aktiv war, allerdings „nur“ in Luxemburg, nun feiert er in Münster seine Premiere in der 3. Liga nach von ihm geleiteten 65 Regionalliga-Partien. Stegemann wird es richten müssen in einer Begegnung, wo der SCP die jüngste Innenverteidigung aller Zeiten mit den Twens Lion Schweers, Dominik Lanius und/oder Jannik Borgmann ins Geschehen werfen wird, und Uerdingen mit Weltmeister Kevin Großkreutz sowie Erstliga-Spielern wie Stefan Aigner und Maximilian Beister jede Menge bereits bewiesene Klasse in das Preußen-Rund beordert.

Was nun also, nachdem der SCP zuletzt das Derby in Osnabrück auf eigenartige Weise mit 0:3 verloren hat? „Auf unserer Agenda steht, dass wir das Spiel gewinnen wollen“, erklärte Trainer Marco Antwerpen frank und frei. Natürlich kann er es sich nicht vorstellen, dass seine Jungs mit Gedanken an eine Niederlage in die Partie gehen würden.

Zu sehr überzeugte der SCP bereits in dieser Saison bei vermeintlich schweren Aufgaben wie beim 2:1-Auswärtssieg in Kaiserslautern. Und dass das Derby Spuren hinterlassen könnte, daran glaubt auch keiner. „Wenn wir 0:3 verloren und keine einzige Chance gehabt hätten, dann wäre das ein Problem“, meint Rechtsverteidiger Fabian Menig. Aber der Eindruck war trotz der Niederlage ein insgesamt guter.

Fotostrecke: Ein Weltmeister zu Gast in Münster

Antwerpen seinerseits hatte eine Woche nach Osnabrück noch einen ambivalenten Zugang zum Nachbarschaftsvergleich. Einerseits hätte sein Team viele gute Chancen gehabt und das Spiel bestimmt. Andererseits wären einige seiner Vorgaben nicht richtig erfüllt worden. „Taktisch war das unsere schlechteste Leistung in dieser Saison“, sagt er, und fordert mehr Disziplin beim befolgen des Match-Plans gegen Uerdingen. Dann wird er wohl auf eine Viererkette setzen, in der Lion Schweers erste Wahl ist und Dominik Lanius und Jannik Borgmann um den zweiten Platz in der Startelf bis zuletzt rangeln. Antwerpen: „So bekommen wir einen offensiven Spieler mehr ins Team.“ Wer das sein wird, darüber schweigt der Coach.

Gegner-Check: KFC Uerdingen

Theoretisch könnte das siegreiche Team die Tabellenspitze in der 3. Liga übernehmen. Der Aufsteiger aus Uerdingen ist nicht überraschend Dritter, der Mannschaft wird dank der Finanzspritzen von Präsident und Mäzen Mikhail Ponomarew der Durchmarsch zugetraut. Ex-Preuße Marcel Reichwein, Joshua Endres und Florian Rüter stehen auf der Abschussliste. Leon Binder (1. FC Kaan-Marienborn) und Pino Tellez (RW Erfurt) fanden neue Clubs, 25 Spieler umfasst der aktuelle Kader des KFC. Erstliga-Erfahrung haben Kevin Großkreutz, Stefan Aigner und Maximilian Beister gesammelt. Ausfälle in Münster: keiner. Stefan Krämer kam am 23. März, als Uerdingen Tabellenzweiter in der Regionalliga war mit Coach Michael Wiesinger. Seitdem hat Krämer, der auch schon Arminia Bielefeld, Energie Cottbus und RW Erfurt betreute, ligaübergreifend von 19 Punktspielen 16 gewonnen. Die einzige Niederlage war das 1:3 zum Saisonauftakt daheim gegen Unterhaching. Am liebsten spielt Krämer ein 4-2-3-1-System. Keine Gefahr vor der Pause: alle bislang erzielten sieben Treffer fielen nach dem Wechsel. Aber auch Oguzhan Kefkir überraschte bei einem Testspiel. Er hielt nach der Begegnung gegen Mainz 05 (1:2) um die Hand von Freundin Rewa auf dem Spielfeld an. Sie sagte ja, er hatte ja auch das Tor zum 1:2 geschossen – in dieser Saison hat er in vier Partien zwei weitere Treffer markiert.

Münster: Schulze Niehues – Menig, Schweers, Lanius, Heidemann – Braun, Rodrigues Pires – Hoffmann, Klingenburg, Cueto – Rühle



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