Fußball: 3. Liga
Akono trifft gegen Köln und bewirbt sich für Stammplatz im Preußen-Sturm

Münster -

Nach der Niederlage in Leverkusen holte Preußen Münster im zweiten und letzten Test der Wintervorbereitung immerhin ein 1:1 zu Hause gegen Fortuna Köln. In den Vordergrund hat sich in den vergangenen Wochen vor allem A-Jugend-Stürmer Cyrill Akono gespielt.

Sonntag, 20.01.2019, 14:54 Uhr aktualisiert: 21.01.2019, 16:38 Uhr
Am Boden, aber erfolgreich: Cyrill Akono im Duell mit Moritz Frit.
Am Boden, aber erfolgreich: Cyrill Akono im Duell mit Moritz Frit. Foto: Jürgen Peperhowe

Und dann gab es ihn doch, den Gewinner aufseiten des SC Preußen Münster. Nach der achtbaren 2:4-Niederlage bei Erstligist Bayer Leverkusen folgte nun im zweiten und letzten Testspiel der kurzen Winter-Vorbereitung ein 1:1 (1:0) im Drittliga-Vergleich mit Fortuna Köln. Beide Partien waren nicht der Weisheit letzter Schluss, gerade gegen die Rheinländer fehlte die letzte Intensität, wie sie in Meisterschaftspartien meist zu spüren ist. Aber Cyrill Akono ließ diese beiden Chancen mit seinen 18 Jahren nicht verstreichen und meldet Ansprüche auf einen Platz in der Startelf an – genau dann, wenn der SCP am Samstag bei Carl Zeiss Jena gastiert.

Trainer Marco Antwerpen hatte viele Gründe, in der Vorbereitung die Karten neu zu mischen, bisherige Besitzstände anzuzweifeln. Die vier Drittliga-Niederlagen im Dezember hatten Spuren hinterlassen, der Coach hat den Konkurrenzkampf deshalb auch neu eröffnet. Zum Beispiel auch auf der Position des Mittelstürmers.

Akono fordert Rufat Dadashov heraus. Keine Frage. Ein sportliches Duell. „Es läuft“, sagte Akono nach dem 1:1 vor 250 Zuschauern gegen Fortuna Köln. Als er sich im Herbst als Einwechselspieler im Testspiel gegen Borussia Mönchengladbach eine Muskelverletzung zuzog, da geriet der U-19-Spieler ins Hintertreffen. Nun aber sagt Akono: „Ich spüre nichts mehr davon. Fußball macht mir im Moment Spaß.“ Gegen Leverkusen traf er zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung. Gegen Köln zum 1:0. Nur Philipp Hoffmann markierte in den beiden Testparten für die Preußen noch ein Tor. „Cyrill macht das gut mit seiner Art auf dem Platz, wie er am Gegner dranbleibt.“ Seinen Treffer luchste Akono dem Gäste-Torwart Nikolai Rehnen förmlich ab, dann „tunnelte“ er den Schlussmann auch noch. Sein Fazit zum Treffer: „Ich hatte den Torwart schon bei unserer 0:2-Niederlage im Dezember von der Tribüne gesehen und wusste um seine Schwächen.“ Das hörte sich erfahren an, abgezockt – für einen 18-Jährigen, Jahrgang 2000. Beim SCP besitzt er einen Vertrag bis 2021, das ist gut für den Club. Andere Vereine sollen bereits angeklopft haben, von Bayern Leverkusen ist die Rede, auch vom FSV Mainz 05. Dabei hat Akono erst vier Drittliga-Spiele (zwei Tore) und 28 A-Junioren-Bundesliga-Partien (17 Tore) im Lebenslauf stehen. Den Wechselgerüchten begegnet er gelassen: „Ich habe auch davon gelesen, aber ich konzentriere mich voll auf unsere Mannschaft.“

Nicht unwahrscheinlich, dass der junge Stürmer in Jena erste Wahl ist. Überhaupt scheint Marco Antwerpen schon recht weit zu sein mit der Überlegung, wie seine Formation dann aussehen könnte. „Ich fand uns nicht so gut wie gegen Leverkusen. Nach zehn, 15 Minuten haben wir es gegen Köln besser gemacht. Aber das Gegentor zum 1:1, na ja ...“, der 47-Jährige sah sich auch mit Fehlern wie im Advent konfrontiert. Sprich stotternder Kaltstart und „doofes“ Gegentor. Torwart Max Schulze Niehues verhinderte dreimal in der Frühphase der Partie einen Rückstand, dann klatschte ein Freistoß von Nico Brandenburger noch an die Latte (4.).

Aber der SCP steigerte sich, ein Kopfball von René Klingenburg an die Latte (27.) sorgte neben Schüssen von Martin Kobylanski für Gefahr. Dann kam Akono und erzielte das 1:0.

Nach dem Wechsel nutzte die Fortuna einen Ballverlust von Niklas Heidemann, die Orientierungslosigkeit von Lion Schweers und einen zu zurückhaltend auf der Linie verweilenden Schulze Niehues zum Ausgleich – Michael Eberwein köpfte und erwischte den Tormann auf dem falschen Fuß. Eine Fehlerkette, die Antwerpen gar nicht gefiel. Die Sinne für Jena sind aber geschärft. SCP: Schulze Niehues – Schweers, Kittner (57. Rodrigues Pires), Scherder – Menig, Klingenburg (64. Tezel), Braun, Heidemann – Kobylanski, Akono (85. Rühle), Hoffmann (72. Hoffmann) – Fortuna: Rehnen – Kyere, Bröker, Fritz (62. Kurt), Uaferro, Abu Hanna – Eberwein (72. Exslager), Kegel (62. Ernst), Brandenburger (72. Andersen) – Pintol, Dahmani (72. Hartmann)

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