Fußball: A-Junioren-Bundesliga
Preußen brocken sich den Rückstand gegen Leverkusen selbst ein

Münster -

Die A-Junioren des SC Preußen handelten zu Beginn der Partie gegen Bayer Leverkusen gegen die Empfehlung ihres Trainers und wurden bitter bestraft. Zwar lehnten sich die Münsteraner gegen die Niederlage auf, doch zu vermeiden war sie nicht. 1:3 hieß es am Ende.

Sonntag, 10.03.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 10.03.2019, 20:08 Uhr
Jonas Schneck (r.)
Jonas Schneck (r.) Foto: Peter Leßmann

Ein massiver Eingriff des Trainers brachte die A-Junioren des SC Preußen im Bundesliga-Duell daheim auf Kunstrasen gegen Bayer Leverkusen zwischenzeitlich in die Spur, aber die Gäste holten nach langer passiver Phase doch noch zum entscheidenden Treffer aus und siegten 3:1 (2:0).

Die neue Sattelfestigkeit zeichnet Bayer aus. Die Elf kassierte zuvor 2019 in fünf Partien nur ein Gegentor. Als wollten die wie von der Kette gelassenen Preußen das Bollwerk direkt stürmen, attackierten sie in den ersten Minuten bereits ganz vorne. „Das war ein Anlaufen ohne Ansage dazu“, ärgerte sich Trainer Cihan Tasdelen darüber, dass die Spieler den zuvor klar besprochenen Plan kurzerhand über den Haufen warfen. Bayer nutzte schon zeitig die sich im Mittelfeld bietenden Räume. Aus abseitsverdächtiger Position traf Herdi Bukusu (9.), dessen jüngerer Bruder Kevin dank großer Physis in der Viererkette dominierte.

Tasdelen reagierte, nachdem der Bayer-Torschütze erneut getroffen hatte (28.). „Wir waren im Zentrum überhaupt nicht präsent.“ Sondern stets zweiter Sieger gegen die passsicheren und gedanklich schnell handelnden Gäste. Zwei Wechsel (38.) und Positionsneubesetzungen sorgten auch für besseren Zugriff der Preußen, die nach dem Wechsel durch Jonas Schneck und Finn Wortmann, der haarscharf eine Hereingabe verpasste, Torszenen schufen.

Leverkusen schaltete früh in einen Verwaltungsmodus um – bei strömendem Regen und heftigen Windböen vielleicht auch verständlich. Schneck sorgte für neue Spannung, als er eine Hereingabe von Mohammed El Gourari verwertete (68.). Abwehrspieler Max Michalak sicherte mit einer Rettungstat auf der Linie die Chancen auf den einen Punkt. Nach weiteren Wechseln fehlten Münster vorne die Zielspieler. Der sehr präsente Bayer-Mittelfeldspieler Marc Lamti war dann nach Freistoß im zweiten Versuch zum 3:1 (87.) erfolgreich. „Unsere Reaktion war da, und das ist auch gut so, aber insgesamt fehlte mir die Gier zum dritten Sieg nacheinander“, sagte Tasdelen, dessen Elf Neunter bleibt. „Das Gefühl der Genugtuung aber dürfen wir niemals entwickeln.“

Nach einer Spielpause steht für die Preußen ein Auswärts-Doppelschlag an – in Essen (31. März) und auf Schalke (6. April). SCP: Breuers – Busemann, Michalak, Pohl – Frenkert, Remberg (82. Osmani), Polm (38, Wortmann), Stummer (38. Heering) – El Gourari – Schneck, Rausch (82. Husha)

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