Fußball: 3. Liga
Keine Chancen, keine Tore – Preußen blicken nach unten

Münster -

Doch noch mal Abstiegskampf? Der Trend und die jüngsten Eindrücke sprechen dafür, dass sich die Preußen warm anziehen müssen. Der Partie am Samstag gegen die SpVgg Unterhaching kommt eine besondere Bedeutung zu.

Montag, 18.03.2019, 14:54 Uhr aktualisiert: 19.03.2019, 16:00 Uhr
Zwiegespräch: Trainer Marco Antwerpen und Vizekapitän Martin Kobylanski (r.)
Zwiegespräch: Trainer Marco Antwerpen und Vizekapitän Martin Kobylanski (r.) Foto: Jürgen Peperhowe

Bei allen Sorgen, die die Preußen im Moment durch die 3. Liga begleiten – das Verletzungspech hat den Tabellenzwölften bisher weitgehend verschont. In dieser Trainingswoche, die am Dienstagmorgen mit einer Einheit beginnt, sollen alle Profis dabei sein. Bis auf Rufat Dadashov eben, der am Samstag seine Länderspielreise Richtung Aserbaidschan angetreten hat und vorher passenderweise die fünfte Gelbe Karte beim 0:2 in Wiesbaden sah. „Er hatte keine Anweisung, das war reiner Zufall“, sagte Trainer Marco Antwerpen zu der Szene, als sich der 27-Jährige bei einem Freistoß vor den Ball stellte.

Schwere Blessuren blieben bisher aus, eher fielen immer wieder Akteure mit Infekten aus. So wie zuletzt René Klingenburg. Der Mittelfeldspieler soll aber am Dienstag wieder einsteigen. Gegen die SpVgg Unterhaching am Samstag (14 Uhr) wird er gebraucht, auch wenn die Präsenz des 25-Jährigen in der Rückserie nicht mehr so hoch war wie in den ersten Monaten.

Der Leistungsabfall ist bei anderen Akteuren aus dem vorderen Bereich allerdings wesentlich eklatanter. „Wir sind nicht mehr in der Lage, Chancen herauszuspielen. Das ist noch schlimmer als fehlende Tore“, sagt Antwerpen. Drei gute Gelegenheiten und eine Handvoll halber Möglichkeiten – mehr war da nicht in den jüngsten drei Spielen. „Wir haben schon eine Reaktion gezeigt in Wiesbaden. Alle haben sich reingehauen. Die Laufwerte waren zum Beispiel sehr gut“, so der Coach.

Hilft nur nichts, wenn die Harmlosigkeit so stilprägend ist wie in der englischen ­Woche mit drei Niederlagen bei 0:6 Toren. 280 Minuten sind vergangen seit dem letzten Treffer durch Ole Kittner. Zehn der letzten zwölf Partien endeten mit der Null auf der falschen Seite. Gewinnt Cottbus Mittwoch das Nachholspiel in Haching, schrumpft der SCP-Vorsprung auf die Abstiegszone plötzlich auf nur noch sechs Zähler. „Wir werden aber nicht anfangen zu rechnen“, so Antwerpen.

Er ist noch immer weit davon entfernt, seine Mannschaft an den Pranger zu stellen. „Die Jungs haben einen guten Charakter, sie beschäftigen sich auch mit der Situation.“ Ein paar Änderungen in Sachen Taktik und Ausrichtung wird es auch in dieser Woche geben. Die Partie gegen Haching ist schon eine mit Signalwirkung. Der Gast hat in der zweiten Saisonhälfte sogar noch zwei Zähler weniger geholt als Münster. Es ist eine der wenigen Begegnungen, in die die Preußen im weiteren Saisonverlauf als Favorit gehen werden. Und die viertletzte zu Hause.

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