Fußball: 3. Liga
Nicht nur Einnahme aus Akono-Transfer hilft Preußen bei Lizenzvergabe

Münster -

So langsam kommen die Dinge ins Rollen. Die Lizenz des SC Preußen scheint, sofern sie es denn je war, nicht mehr gefährdet. Das hängt nicht nur mit dem Verkauf von Stürmertalent Cyrill Akono zusammen, sondern auch noch mit anderen positiven Entwicklungen.

Dienstag, 21.05.2019, 08:00 Uhr
Bernhard Niewöhner 
Bernhard Niewöhner  Foto: Johannes Oetz

Der Stichtag bleibt der 28. Mai, bis dahin muss der SC Preußen Münster die vom DFB geforderte Nachbesserung im Lizenzverfahren für die Spielzeit 2019/20 geliefert haben. Und glaubt man Bernd Niewöhner, Geschäftsführer des Drittligisten, wird das auch gelingen. „Alles ist vorbereitet“, sagt er, wie andere Vereine in der 3. Liga auch musste der SCP den Lizenzantrag aus dem Februar halt nachbessern. Niewöhner: „Als brave Schüler haben wir die Hausaufgaben gemacht. Ich bin überzeugt davon, dass wir die ­Lizenz erhalten.“

Die Preußen hatte in der Zwischenzeit sogar mit einer Beschwerde im Rahmen der Lizenzierung Recht bekommen, als es bei den Personalkosten um eine Summe von 175 000 Euro ging. Am Ende des Tages geht es dem Verband sowieso vor allem um die Sicherstellung der Liquidität. Der SCP besserte dreifach nach.

Zum einen wurden weitere Sponsorenverträge, wie zu dieser Jahreszeit üblich, abgeschlossen. Zum anderen steht offenbar der Vertragsabschluss mit einem neuen Hauptsponsor vor der Tür, es fehlen wohl nur noch die Unterschriften. Der bisherige Partner „Schauinsland-Reisen“, der durch die Insolvenz des Flugunternehmens Germania gebeutelt ist, beendet nach einer Saison das En­gagement bei den Preußen. Wobei sowieso fraglich wäre, inwieweit ein Geldgeber bei zwei Clubs aktiv sein darf. Der Reiseanbieter ist auch (als Namensgeber des Stadion) beim MSV Duisburg engagiert – und die Meide­richer sind gerade in die 3. Liga abgestiegen.

Der neue Hauptsponsor, aber auch eine weitere Einnahme dürfte helfen: Denn der 19 Jahre alte Cyrill Akono wechselt trotz laufenden Vertrages bis 2021 in Münster nun zum FSV Mainz 05. Das Sturmtalent hat einen Vierjahreskontrakt erhalten, über die U 23 in der Regionalliga Südwest soll er auf Dauer den Sprung ins Erst­liga-Team schaffen. Mainz II sicherte sich am letzten Spieltag den Klassenerhalt, weil auch Wormatia Worms (mit dem Ex-Preußen Stéphane Tritz) sein Punktspiel verlor. Der Akono-Transfer dürfte dem SCP rund 300 000 Euro einbringen. Der Wechsel hatte am Wochenende nur kurz gestockt, seit Montag ist alles klar.

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