Fußball: 3. Liga
1:1 bei 1860 München – aber am Ende ist für die Preußen Zittern angesagt

München -

Das erste Tor der Saison haben die Preußen erzielt, drei Punkte aber nahmen sie von den Löwen dann doch nicht mit. Die Führung des SCP durch Kapitän Julian Schauerte glich nach dem Wechsel Philipp Steinhart für 1860 München aus – und leitete damit die Drangphase des Gastgebers ein.

Freitag, 19.07.2019, 21:18 Uhr aktualisiert: 19.07.2019, 22:18 Uhr
Starke Partie: Ole Kittner (links) klärt gegen Efkan Bekiroglu, kurz vor Ende verletzte sich der Preußen-Akteur.
Starke Partie: Ole Kittner (links) klärt gegen Efkan Bekiroglu, kurz vor Ende verletzte sich der Preußen-Akteur. Foto: Jürgen Peperhowe

Ein Punkt zum Auftakt im Hexenkessel an der Grünwalder Straße – damit kann Preußen Münster grundsätzlich leben. Das 1:1 (1:0) beim TSV 1860 München entsprang einer überzeugenden ersten Hälfte, aber auch einem deutlichen Leistungsabfall nach der Pause. Vor allem die fehlende Durchschlagskraft in der Offensive bereitet nach der Saison-Premiere noch Sorgen. Immerhin überstanden die Adler das zumindest phasenweise praktizierte Powerplay der Löwen im zweiten Abschnitt. Ein bisschen Glück war schon dabei.

Die Gäste waren sofort hellwach

Nicht ganz pünktlich um 19 Uhr (oder wie die Einheimischen sagten: um 18.60 Uhr) begann die zwölfte Saison der 3. Liga. Eine kleine Eröffnungszeremonie gab’s, aber keine Verzögerung dadurch. Die mit sechs Neuzugängen (Julian Schauerte, Nico Brandenburger, Fridolin Wagner, Seref Özcan, Maurice Litka, Heinz Mörschel) angetretenen Gäste waren sofort hellwach, holten Standards heraus, machten das Spiel nach Ballgewinnen schnell, ohne sich weit zurückzuziehen.

TSV 1860 München - Preußen Münster

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  • Özcan vom SCP im Duell gegen Daniel Wein von 1860 München.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Heidemann gegen Orestis Kiomourtzoglu

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Kittner gegen Efkan Bekiroglu

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mörschel gegen Phillipp Steinhart

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • TSV 1860 München - Preußen Münster Foto: Jürgen Peperhowe
  • TSV 1860 München - Preußen Münster Foto: Jürgen Peperhowe
  • TSV 1860 München - Preußen Münster Foto: Jürgen Peperhowe
  • TSV 1860 München - Preußen Münster Foto: Jürgen Peperhowe
  • TSV 1860 München - Preußen Münster Foto: Jürgen Peperhowe
  • TSV 1860 München - Preußen Münster Foto: Jürgen Peperhowe
  • TSV 1860 München - Preußen Münster Foto: Jürgen Peperhowe
  • TSV 1860 München - Preußen Münster Foto: Jürgen Peperhowe
  • TSV 1860 München - Preußen Münster Foto: Jürgen Peperhowe

Erstes Drittliga-Tor gehörte den Preußen

Die rechte Seite mit Özcan und Schauerte sorgte für ordentlich Betrieb, Litka ließ technische Klasse erkennen – viel wichtiger aber: Hinten brannte so gar nichts an. Darauf lag in den vergangenen Wochen ja das Hauptaugenmerk, und da klinkte sich auch keiner in der Rückwärtsbewegung aus. Wie so oft in solchen Partien, ließen die Torszenen auf beiden Seiten auf sich warten. Bis der Kapitän die Dinge einfach mal in die Hand nahm. Rechts narrte Schauerte zwei, drei Löwen-Verteidiger, drang in den Strafraum ein, Mörschel ließ ihm elegant den Vortritt, und so senkte sich der Schlenzer mit dem linken Fuß ins lange Eck (33.). Zur Wahrheit gehört, dass der Ball wohl nicht hinter Hendrik Bonmann eingeschlagen wäre, wenn Dennis Erdmann ihn nicht noch abgefälscht hätte. Aber sei’s drum. Das erste Drittliga-Tor 2019/20 gehörte den Preußen. Ein schönes Novum. Verdient war’s auch.

Die Hausherren antworteten mit ihrer ersten Chance. Nach einer Ecke verfehlte Herbert Paul den Kasten knapp (37.). Doch das war eher ein kurzes Aufflackern.

Ausgleich durch Elfmeter

Münster hatte alles im Griff, doch der zweite Durchgang startete denkbar ungünstig. Brandenburger lief Benjamin Kindsvater völlig unnötig im Strafraum in die Hacken. Referee Harm Osmers blieb nur der Pfiff – Elfmeter. Max Schulze Niehues ahnte die Ecke, doch der Schuss von Philipp Steinhart war zu platziert (51.). Direkt danach kamen Sascha Mölders (52.) und Dennis Dressel (54.) zu Abschlüssen – plötzlich hatte Sechzig Oberwasser. Ole Kittner musste in höchster Not vor Dressel klären (62.), die Preußen hatten den Überblick verloren.

Der Drang der Löwen flaute nach einer Weile zwar wieder ab, doch die SCP-Offensive machte keinen Stich mehr, wie in einigen Tests bereits. Vor allem den beiden Schlachtrossen im Abwehrzentrum, Kittner und Simon Scherder, war es zu verdanken, dass die klaren Möglichkeiten auch für die Münchener ausblieben, dazu rettete Wagner fast heldenhaft gegen den gerade eingewechselten 1860-Publikumliebling Timo Gebhart (81.), der in dieser Woche erst zurückgekehrt war. Fast wäre der eine Zähler doch noch futsch gewesen, doch Mölders knallte die Kugel in der Nachspielzeit aus sechs Metern über den Kasten. Einmal tief durchatmen.

Drei Fragen an Nico Brandenburger

Obwohl er weite Teile der Vorbereitung verpasste, stand Nico Brandenburger in der Mannschaft. Hinterher gab er sich auch selbstkritisch. Hatten Sie mit einem Einsatz gerechnet?

Brandenburger: Ja, der Trainer hatte vorher mit mir gesprochen. Es war schon anstrengend, die Partie sehr intensiv, gerade nach der Pause mussten wir viel laufen.

Wie sehen Sie die Szene zum Elfmeter?

Brandenburger: Mein Gegenspieler hat es clever gemacht und eingefädelt. Keine Frage, ich muss das anders lösen und hatte sogar Glück, nicht Gelb-Rot zu bekommen.

Ist der Punkt okay?

Brandenburger: Ja, wir sind gut reingekommen, haben 1860 laufen lassen. Die Löwen hatten da keine Lösungen, weil wir kompakt standen. Das hat sich in der zweiten Halbzeit leider gedreht, sicher auch bedingt durch das 1:1. Dadurch ist das Spiel schon gekippt. Wir mussten in der Defensive viel arbeiten, dadurch hat uns vorne immer mehr die Kraft für klare Aktionen gefehlt.

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Pokal-Spiel in Reken

Das Erstrundenspiel im Westfalenpokal führt die Preußen zum SC Reken. Die Partie wurde nun zeitgenau angesetzt und findet am 6. August (Dienstag) um 18.30 Uhr beim Bezirksliga-Aufsteiger statt. Anschließend hat der Drittligist zehn Tage Pause.</p></infotext><p> Fast wäre der eine Zähler doch noch futsch gewesen, doch Mölders knallte die Kugel in der Nachspielzeit aus sechs Metern über den Kasten. „Es hätte auch schiefgehen können“, sagte Hübscher. „Aber wir haben die richtige Mentalität gezeigt.“

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