Fußball: B-Junioren-Bundesliga
1. FC Köln vernascht junge Preußen

Münster -

Im vierten Heimspiel in Serie verpasste die U 17 von Preußen Münster den zweiten Sieg. Der Gast war am Samstag in Gelmer einfach zu stark. 3:0 gewann der 1. FC Köln und stellte die Jungadler dabei vor zu große Probleme – offensiv wie defensiv.

Sonntag, 01.09.2019, 13:42 Uhr aktualisiert: 01.09.2019, 21:00 Uhr
Ballett in Gelmer: Preußens U-17-Akteur Ole Jasper Overmann (l.) und der Kölner Simon Breuer
Ballett in Gelmer: Preußens U-17-Akteur Ole Jasper Overmann (l.) und der Kölner Simon Breuer Foto: fotoideen.com

Die deutlich quirligere Offensive bot im Bundesliga-Spiel beim SC Preußen Münster der Gast mit dem Geißbock. Und mit 3:0 (2:0) siegten die B-Junioren des 1. FC Köln, amtierender Deutscher Meister mit dem Vorgänger-Team, unstrittig verdient. „Eine Klasse besser als zuletzt Gladbach“, zog SCP-Trainer Tobias Harink den Vergleich.

Die Fohlen zwang seine Elf zuvor in die Knie, weil Stürmer Deniz-Fabian Bindemann mit langen Bällen zweckdienlich bedient wurde und traf. Das Mittel wählten die im 4-2-3-1-Format aufgebauten Preußen erneut. Der immer wieder gesuchte Bindemann pickte sich gezielt den FC-Verteidiger Carlo Kettig als Kontrahenten heraus, der tatsächlich anfangs schwächelte in den Duellen. Doch mehr als Annäherungen ans Tor gelangen nicht.

Münsters geschickter Toremacher hing mehr und mehr in der Luft – in größter Hitze fiel seinen Kollegen das Nachrücken schwer, auch gingen die zweiten Bälle zumeist an die lebendigen FC-Kicker, die offensiv ausschwärmten und das Spiel in die Breite zogen. Rechtsverteidiger Pierre Nadjombe machte die Meter nach vorne und brach einmal bis zur Grundlinie durch. Seine Hereingabe bugsierte Preußen-Kapitän Noah Kloth beim Klärungsversuch ins eigene Tor (30.).

Nach feinem Solo plus Haken mit Ball erhöhte der bewegliche und passsichere Vladimir Fratea (35.). Der moldawische Nationalspieler wurde im FC-Mittelfeld aufgeboten wie die zweite Nachverpflichtung Philipp Wydra, Nationalspieler aus Österreich.

Diese 0:2-Bürde abzutragen, war das Ansinnen einer nun kollektiv griffigeren Preußen-Elf, die Jonathan Wensing in die Spitze vorschob. Bindemann blieb im Solo resoluter Sieger gegen Nadjombe, verzog aber vor dem Tor (46.). Vom Linksfuß Wydra war wenig zu sehen, bis er klug lief nach einem FC-Seitenwechsel und zum 3:0 traf (53.).

Die Gäste blieben weiter in der Bewegung und ihrem Flügelspiel treu. Trainer Markus Dauns Elf dosierte den Vortrag bei Bedarf auch und hielt sich konsequent schadlos. „Zuerst haben wir zu sehr gehofft, dass die langen Bälle in die Spitze wieder eine Stärke werden“, sagte Harink, der „eine ordentliche zweite Halbzeit“ sah.

SCP: Göttling – Oelgemöller, Hizarci, Brodner, Hinterding (58. Hemsing) – Kloth (74. Korte), Overhoff – Reckels (58. Rudek), Wensing (50. Eßmann), Büger (50. Hake) – Bindemann

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