Fußball: 3. Liga
Nur ein Sieg über die SG Großaspach hilft dem SC Preußen weiter

Münster -

Preußen Münster steht - mal wieder - vor einem wegweisenden Spiel. Im Duell der Tabellennachbarn erwartet der Fußball-Drittligist am Samstag um 14 Uhr die SG Sonnenhof Großaspach. Beide Mannschaften stehen auf einem Abstiegsrang aktuell, der Sieger könnte über den Strich hüpfen.

Freitag, 18.10.2019, 16:58 Uhr aktualisiert: 19.10.2019, 10:09 Uhr
Erinnerungen an den letzten Sieg Anfang August: Gegen Kaiserslautern erzwang Seref Özcan den 3:2-Siegtreffer.
Erinnerungen an den letzten Sieg Anfang August: Gegen Kaiserslautern erzwang Seref Özcan den 3:2-Siegtreffer. Foto: Jürgen Peperhowe

Ganz ehrlich: Am Samstag (14 Uhr) zählt im Heimspiel für den SC Preußen Münster nur ein Sieg. Das ist eine ganz einfache Aufgabenstellung. Der Blick auf die Tabelle, und den sollte jeder beim Fußball-Drittligisten verinnerlicht haben, lässt keinen anderen Schluss zu. Gewinnt der SCP die Heimpartie gegen die SG Sonnenhof Großaspach nicht, dann wird es zappenduster für die Adlerträger. „Es hat mich nicht gefreut, auf die Tabelle zu gucken“, sagte Trainer Sven Hübscher. Und: „Es ist ein Spiel, das wir gewinnen wollen, das wir gewinnen sollten.“

Den Imperativ, das „Muss“, bemüht Hübscher nicht, Aber er weiß auch, was die Stunde geschlagen hat nach sieben Partien ohne Sieg und dem Absturz auf Rang 18. „Das ist kein Endspiel“, erklärt er, will sich damit einen kleinen Puffer offenlassen. Natürlich wäre der SCP im Falle einer Niederlage, dem schlimmsten Fall, nicht abgestiegen. Aber die Sorgen und Nöte des Clubs würden größer und größer.

Spiel auf Augenhöhe?

Hübscher erwartet ein „Spiel auf Augenhöhe“, was nicht mehr oder weniger bedeuten soll, als dass der SCP in der Lage sein sollte, zu gewinnen. Wie, das dürfte den meisten am Ende ziemlich schnuppe sein. Hauptsache drei Punkte, Hauptsache mal wieder gewinnen, Hauptsache die Negativserie beenden. Die Preußen werden über den Kampf, über die Zweikämpfe, über den Einsatz kommen müssen. Man habe genau das in der Woche trainiert, am Defensivverhalten in der Gruppe gewerkelt. Jetzt gilt es, PS auf den Platz zu bringen, kompromisslos und fehlerfrei in der Verteidigung zu arbeiten.

Gegner-Check: SG Großaspach

Verliert die SG Sonnenhof die Partie, stehen der Mannschaften schwere Woche bevor. Nur vier von 18 möglichen Punkten holte die SGS – was immer noch besser ist als die drei aus 21 des SCP. Sieben Kadermitglieder sind angeschlagen. Die Großaspacher verlassen sich auf ihre Verteidigung um Kai Gehring und Julian Leist. Offensivkraft Timo Röttger ist schon 34 Jahre alt (226 Drittliga-Spiele/45 Tore), besonders gerne spielt er gegen die Preußen: Sieben Spiele, fünf Siege, drei Tore.

Oliver Zapel ist zum zweiten Mal Coach im Schwabenland nach der Saison 2016/17. Der 51 Jahre alte Fußballlehrer wurde als Zehnter drei Tage nach Saisonende beurlaubt. Bei seiner nächsten Station, Werder Bremen II, wurde er am 5. Februar 2018 beurlaubt – sein Nachfolger war Preußen-Trainer Sven Hübscher.

Im Ranking des „Kicker“ belegte der VfL Osnabrück (2,93) Platz eins in der Vorsaison, gefolgt von Großaspach auf Rang zwei (3,13), der SCP war Achter (3,25) wieder. Tabellarisch klaffte da eine Riesenlücke, denn Großaspach wurde nur 15. am Saisonende. Aktuell passt es beim SCP (16./3,52) und Großaspach (17., 3,55) besser.

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Personell sieht es dabei rosig aus. Verletzte? Keine. Selbst Lucas Cueto und Torwart Marian Prinz sind ins Training zurückgekehrt. Erstgenannter ist aber noch keine Alternative für die Offensive in diesem wichtigen Spiel, Letztgenannter ist Torwart Nummer drei.

Mehr noch: Wie Hübscher berichtet, waren alle hochengagiert. Rufat Dadashov zum Beispiel, der von der Länderspielreise mit Aserbaidschan am Montag zurückgekehrt war und „praktisch zu einem freien Tag gezwungen werden musste“.

Schwache Resonanz

Ein Zuschauerfest wird es dabei nicht werden, nur 3700 Karten wurden im Vorverkauf abgesetzt, ob die 5000er Marke überschritten werden wird, ist fraglich. Der schlechteste Besuch bei einem Drittligaspiel datiert vom 3. November 2012, als nur 4526 Zuschauer den 3:2-Sieg über RW Erfurt sahen.

►  Münster: Schulze Niehues – Schauerte, Kittner, Scherder, Rossipal – Brandenburger, Wagner – Özcan, Litka, Schnellbacher – Dadashov

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