Fußball: U-19-Bundesliga
SC Preußen Münster mit großem Fleiß zum Unentschieden

Münster -

Das siebte Remis gab es am Wochenende für die A-Junioren des SC Preußen Münster. Gegen den Tabellenführer 1. FC Köln hieß es nach 90 Minuten 0:0. Das Hinspiel hatten die Kölner noch mit 5:0 für sich entschieden.

Sonntag, 08.12.2019, 19:22 Uhr aktualisiert: 09.12.2019, 14:14 Uhr
Kölns Tim Lemperle
Kölns Tim Lemperle Foto: fotoideen.com

Torlos glücklich: Das siebte Remis der Bundesligaserie holten die A-Junioren des SC Preußen Münster dank großer Leidenschaft gegen den aktuellen West-Besten 1. FC Köln um Trainer Stefan Ruthenbeck und gehen nach dem 0:0 mit dem Wissen darum, wie 2020 unbedingt weitergearbeitet werden muss, in die Pause.

Die hat der reduzierte Kader nötig – mit einem nur 16-köpfigen Aufgebot bot die Mannschaft dem 5:0-Hinspielsieger die Stirn und biss sich stark defensiv strukturiert durch 90 einseitige Minuten, die der spielerisch klar überlegene FC im Ballbesitz-Stil mit nachlassendem Esprit und ohne Durchschlagskraft dominierte.

Janis Hohenhövel, aktueller Verantwortlicher als Barez-Vertreter, coachte unablässig und hoch engagiert. „Bleibt fleißig“, rief der 28-Jährige immer wieder. Und sah, dass alle diese Tugend partout beherzigten. „Fleißiges verteidigen wird auch mal belohnt“, sagte Hohenhövel. „Heute hat sich jeder rein geknallt. Diese Leidenschaft ist ein Grundstein.“ Dass er die Fünferabwehr als reinen Abwehrblock ausrichtete, lag auf der Hand.

Köln startete mit den U-19-Nationalspielern Erkan Akalp, links herum sehr offensiv, und Robert Voloder in der Abwehr sowie Torjäger Sebastian Müller (13 Tore), enorm selbstbewusst, ballsicher und stark im Umschaltverhalten. Münster blieben zunächst Befreiungsschläge als Mittel. Vorne blieb jeder in den direkten Duellen nahezu chancenlos. Trotzdem dauerte es 26 Minuten, bis der erneut sehr aufmerksame und fehlerfrei reagierende Torwart Tom Limberg parieren musste. Gegen Tim Lemperle, der mehrfach im Keeper seinen Meister finden sollte. Limbergs Reflex gegen den Kopfball von Jo­shua Schwirten sicherte den Spielstand.

Lemperles beste Szene wurde auch Limbergs Beute (47.). Angeführt von Kämpfervorbild Tom Sikorski rackerte sich die umformierte Preußenabwehr von einer klärenden Aktion zur nächsten – und ließ auch gegen Standards nie nach. 20 Minuten vor Schluss geriet Köln in Unterzahl: Gelb-Rot gegen Innenverteidiger Elias Oubella. Mit dem eingewechselten und mutig die Offensive suchenden Luis Frieling schufen die Preußen Entlastung. Frieling gab den besten Torschuss ab (82.). Eine Portion Glück nahmen die Kämpfer in Anspruch, als Kölns luxemburgischer Nationalspieler Mathias Olesen aus guter Position vergab (90.).

SCP: Limberg – Ter-Horst, Michalak, Sikorski, Wesberg, Benjamins – Heering, Demirarslan – Osmani (65. Frieling) – Mika, Sinev (88. Siregar)

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