Fußball: Oberliga
Müheloser Ausklang einer guten Hinserie gegen Hamm für Preußen II

Münster -

Schön anzusehen war diese zweite Halbzeit nicht mehr. Das lag aber nicht an den Akteuren auf dem Rasen, sondern eher am wilden Wetter. Zu diesem Zeitpunkt aber hatte Preußen Münster II die Partie gegen die Hammer SpVg schon entschieden. Am Ende stand es 3:0 für den Neuling.

Sonntag, 15.12.2019, 14:22 Uhr
Akrobatisch behauptet sich der zuverlässige Preußen-Außenverteidiger Lukas Frenkert hier gegen den Hammer Halil Can Dogan (r.)
Akrobatisch behauptet sich der zuverlässige Preußen-Außenverteidiger Lukas Frenkert hier gegen den Hammer Halil Can Dogan (r.) Foto: Jürgen Peperhowe

Nie zuvor war es leichter, in der Oberliga an den Dreier zu kommen. Eine einseitige Partie dominierte die Zweite des SC Preußen Münster mühelos, schlug das überforderte Schlusslicht Hammer Spielvereinigung, jetzt zum 18. Mal sieglos, mit 3:0 (2:0) und machte es gnädig vor der Minuskulisse von 75 Zuschauern.

Die Wenigen suchten in einer von Regen und Wind durchtränkten zweiten Halbzeit Schutz unter Schirmen, während die Kicker auf Kunstrasen durchhalten mussten. Eine nachlassende Sorgfalt hielt Einzug in die Aktionen der Preußen – geschenkt. Der Jahresabschluss war erfolgreich, der erste Heimsieg seit Ende September besorgt dem Aufsteiger beachtliche 24 Punkte. „Wir haben gut reingefunden in die neue Klasse und sind im Mittelfeld angekommen“, sagte Trainer Sören Weinfurtner. Und wusste zugleich für 2020: „Wir dürfen nicht zufrieden bleiben!“ Zu viele Unwägbarkeiten hält die Liga parat, „die uns das Niveau bietet, das wir haben wollten und die auch uns Trainer stärker fordert“.

Vom Gegner gefordert wurden die von Co-Trainer Daniel Feldkamp vorbereiteten Preußen nicht. HSV-Coach René Lewejohann drehte die Startelf auf links und setzte sogar zwei U-19-Junioren ein. Nicht nur die Talente waren individuell unterlegen, was Aktivposten Joel Grodowski zu zwei Treffern ausnutzte. Nach fünf Minuten drehte er sich leichten Fußes in Schussposition und traf nach Nils Burchardts Anspiel, nach 34 Minuten köpfte er das 2:0 perfekt auf Hereingabe von Julius Hölscher. Der im Sommer aus Hamm gekommene Stürmer verzichtete auf ausgiebigen Jubel.

Wohl alle spürten, dass die Partie zeitig entschieden war. Hamm griff in seiner Aussichtslosigkeit, die Offensivmann Halil Dogan durch energische Dribblings unterbrach, keineswegs zu unfairen Mitteln, Zeitspiel oder Theatralik. Die Truppe blieb sportlich, ehe die schwache Abwehr am Stück patzte. Nach Foul an Ousman Touray setzte Burchardt, ungewöhnlich genug, den Elfmeter über das Tor (51.). Marcel Hoffmeier nutzte einen Stockfehler des Gegners zum 3:0 (56.).

Spielleiter Stefan Tendyck verzichtete nach Notbremsenfoul an Grodowski auf die fällige Sanktion für Mika Oxe, einem der beiden A-Junioren. Nach vier Wechseln gab es für die Preußen noch Szenen, die ungenutzt blieben im strömenden Regen. „Das war grundsolide“, sagte Feldkamp. „Wir hatten sehr schnell die Kontrolle.“SCP:Dedovic – Mekonnen, Rüschenschmidt, Klauke, Frenkert – Klann (65. Remberg) – Hölscher, Burchardt (68. Wald), Hoffmeier, Touray (68. Özmen) – Grodowski (74. Ibraim)

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