Fußball: 3. Liga
Finaler Akt der Interimsmission für Preußen-Coach Barez gegen 1860

Münster -

Es ist die erste Rückrundenpartie – und für die Preußen steht weiter eine Menge auf dem Spiel. Gegen 1860 München (Hinrunde: 1:1) sollte ein Sieg her, um den Anschluss zu halten an die Nichtabstiegsplätze. Für Interimstrainer Arne Barez ist es wohl der letzte Auftritt. Er hat sich reichlich Gedanken gemacht.

Freitag, 20.12.2019, 13:50 Uhr
In der vergangenen Wochen hielten sich Ole Kittner (l.) und Simon Scherder (r.) gegen Magdeburgs Christian Beck schadlos, nun wollen sie auch Tore des Löwen-Stürmers Sascha Mölders verhindern.
In der vergangenen Wochen hielten sich Ole Kittner (l.) und Simon Scherder (r.) gegen Magdeburgs Christian Beck schadlos, nun wollen sie auch Tore des Löwen-Stürmers Sascha Mölders verhindern. Foto: Jürgen Peperhowe

Gerade haben die Preußen wieder so etwas wie defensive Stabilität erlangt und zum zweiten Mal in dieser Saison hinten die Null gehalten, da muss Interimstrainer Arne Barez auch schon wieder umbauen. Denn durch seine Ampelkarte beim 2:0 gegen den 1. FC Magdeburg fehlt Fridolin Wagner am Samstag zum Rückrundenauftakt gegen den TSV 1860 München (14 Uhr). Auch Kevin Rodrigues Pires (krank) kann nicht mitwirken, so dass vor der Abwehr einzig Okan Erdogan als Ergänzung neben Nico Brandenburger bleibt. Ebenfalls nicht in der Startelf steht Heinz Mörschel, eventuell hält er sich als Joker bereit. Immerhin kann Alexander Rossipal, der vor einer Woche zur Pause raus musste, wieder mitwirken. „Jedem ist klar, dass es nur ein Sieg war und wir noch nicht großartig vom Fleck gekommen sind“, sagt Barez.

Satte viereinhalb Monate hatten die Adler immer ein Gegentor kassiert, und zwar in 16 Ligaspielen am Stück. Der Schlüssel gegen den FCM? Vielleicht die Besetzung der Zentrale mit Wagner und Nico Brandenburger leicht davor. Gemeinsam standen sie nebeneinander vor der Abwehr, obwohl vor der Saison genau für diese Positionen gehandelt, selten bis nie auf dem Rasen. Nun könnte der kopfballstarke Erdogan einspringen, verbunden mit drei Innenverteidigern hinten wäre das eine sehr auf Sicherung bedachte Variante – im Abstiegskampf aber nicht unüblich und zuletzt eben auch erfolgreich praktiziert. Barez aber hält sich noch bedeckt.

Zwei Partien verantwortete der 41-Jährige bisher, in Meppen war dem Gegner Tür und Tor geöffnet, gegen Magdeburg hielt die Deckung. „Eigentlich hatten wir in beiden Spielen die gleiche Ausrichtung. Ich kann aber verstehen, wenn das nach außen anders gewirkt hat“, sagt er und räumt ein, dass das auch etwas mit dem Personal zu tun haben könnte.

Trainerfrage steht in den Sternen

 

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Also gegen die Giesinger wieder ein Bollwerk? „Unsere Herangehensweise sollte auch diesmal so greifen“, erklärt Barez und verweist auf die mit unterschiedlichen Fähigkeiten bedachten Angreifer der Sechzger sowie gefährliche Außenverteidiger. Taktisch hat er sich allerhand Gedanken gemacht – doch jeder Kniff birgt an anderer Stelle auch ein Risiko.

Womöglich ist dann die individuelle Klasse der bedeutende Faktor. Stürmer Rufat Dadashov („Mit Leistung vorangegangen“), Max Schulze Niehues oder auch Wagner nennt Barez als Kräfte, die Verantwortung übernommen haben. Genau das, was er sich zuvor gewünscht hat.

Nach dem Schlusspfiff entlässt der Fußballlehrer sein Team in einen kurzen Urlaub. Aller Voraussicht nach endet seine Mission am Samstagnachmittag. Athletiktrainer Tim Geidies hat die Trainingspläne ausgearbeitet, Barez rückt wieder ins zweite Glied zur U 19. Ob er unter einem neuen Chefcoach erneut Teil des Trainerstabs ist – völlig offen. „Ich habe versucht, mich damit nicht zu beschäftigen. Auch darüber, dass es vielleicht mein letztes Spiel auf der Bank ist, habe ich nicht nachgedacht.“ Dafür umso mehr darüber, wie auch die Löwen zu knacken sind.SCP: Schulze Niehues – Schauerte, Kittner, Scherder, Rossipal, Hoffmann – Brandenburger, Erdogan – Özcan, Dadashov, Litka

Liveticker aus dem Preußenstadion ab 13 Uhr:

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