Fußball: 3. Liga
Hildmann wird bei Preußen Münster der Hübscher-Nachfolger

Münster -

Die Ungewissheit hat ein Ende gefunden. Sascha Hildmann folgt auf Ex-Coach Sven Hübscher und Interimslösung Arne Barez und wird neuer Cheftrainer von Preußen Münster. Am Freitagmorgen präsentierte der SCP seinen Hoffnungsträger im Ringen um den Klassenerhalt.

Freitag, 27.12.2019, 10:44 Uhr aktualisiert: 27.12.2019, 11:41 Uhr
Sascha Hildmann
Sascha Hildmann Foto: imago-images

Preußen Münster hat seinen neuen Cheftrainer. Über die Feiertage machte Sportchef Malte Metzelder Nägel mit Köpfen, vier Wochen nach der Trennung von Sven Hübscher präsentierte der Tabellenvorletzte Sascha Hildmann als „Feuerwehrmann“ und mehr.

Ehemaliger Lautern-Coach

Der 47-Jährige kennt sich in der aktuellen 3. Liga gut aus, er coachte von Dezember 2018 bis Oktober dieses Jahres den 1. FC Kaiserslautern. Davor war er von Juli 2017 bis Oktober 2018 bei der SG Sonnenhof Großaspach. Beide Male wurde er nach guter Anfangszeit allerdings freigestellt.

Die Trainer des SC Preußen Münster seit 2010

1/10
  • Am 27. Dezember 2019 stellte der SC Preußen Münster Sascha Hildmann als neuen Coach vor. Er coachte von Dezember 2018 bis Oktober 2019 den 1. FC Kaiserslautern, davor war er von Juli 2017 bis Oktober 2018 bei der SG Sonnenhof Großaspach tätig. 

    Foto: dpa
  • Nach der Entlassung von Trainer Hübscher übernahm Arne Barez die Adlerträger interimsmäßig. Bis zur Winterpause 2019/2020 saß er für drei Spiele auf der Bank (ein Sieg, zwei Niederlagen).

    Foto: Noah Wedel
  • Sven Hübscher war zu Beginn der Saison 2019/20 an die Hammer Straße gekommen. Nach einer rekordverdächtigen Sieglosserie wurde er am 1. Dezember 2019 entlassen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Im Dezember 2017 trat Marco Antwerpen den Trainerjob bei Preußen Münster an. Seinen bis Sommer 2019 laufenden Vertrag verlängerte er nicht. Er heuerte später bei Eintracht Braunschweig an.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Benno Möhlmann kam im Herbst 2016 in höchste Not und rettete mit einer starken Rückserie den SCP vor dem Abstieg. Der Routinier war im Verein extrem beliebt, doch im Dezember 2017 musste auch er gehen, nachdem die Preußen wieder auf einen Abstiegsplatz gerutscht waren und der Trend fatal wirkte. 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Horst Steffen kam an Heiligabend 2015 als Nachfolger von Ralf Loose und musste Anfang Oktober 2016 die Preußen wieder verlassen. Als Trainer ist er gescheitert, das belegte die Tabelle, die saisonübergreifende Schreckensbilanz des 47-Jährigen und vor allem die allzu häufig leb- und ratlosen Vorstellungen der Spieler. Dennoch hat Steffen in Münster Eindruck hinterlassen. Er war immer gesprächsbereit, stets offen, selbstkritisch und bei Fans wie Spielern beliebt – vor allem war er angetreten mit der Idee eines sehenswerten Offensivfußballs. Leider schaffte diese Idee viel zu selten die Platzreife. Außerhalb des Platzes stimmte die Chemie – auf dem Feld verpuffte das Experiment mit einem leisen Zischen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Nach einer Talfahrt trennte sich der SC Preußen im Dezember 2015 von Ralf Loose (5.9.2012 bis 19.12.2015). Der 52-Jährige war der elfte Trainer, der im dritten Jahrtausend die Adlerträger betreute, der neunte, der vorzeitig seine Aufgabe beenden musste, aber wohl auch der, der mit der hochkarätigsten Platzierung seinen Dienst quittieren musste. Loose hinterließ seinen SCP auf Platz sechs der 3. Liga. Lediglich Georg Kreß war im April 2007 besser platziert.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Carsten Gockel war vom 5. bis 15.9.2012 Interimstrainer.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Pavel Dotchev trainierte die Preußen vom 24.1.2012 bis 5.9.2013. Dotchev hatte den SCP im Januar 2012 im Abstiegskampf ans sichere Ufer geführt, dann fußballerisch weiterentwickelt. Der Vertrag des 47-Jährigen wäre noch bis Sommer 2014 gelaufen und hätte sich im Fall des Zweitliga-Aufstiegs bis 2015 verlängert. In der Vorsaison aber verpasste der SCP auf der Zielgeraden den Zweitliga-Aufstieg und stolperte bis auf Rang 16 – drei Punkte vor einem Abstiegsrang. Beim Abschied des Trainers schwang viel Sympathie mit. Einige Spieler rangen mit den Tränen, auch Dotchev kämpfte um Fassung. Interimsmäßig sprangen Gockel und Co-Trainer Babacar N´Diaye ein.

    Foto: Christian Butzhammer
  • Marc Fascher trainierte die Preußen vom 21.3.2010 bis 23.1.2012. Der gebürtige Hamburger hatte im März 2010 beim damaligen Regionalligisten aus Münster den beurlaubten Roger Schmidt ersetzt. In der Saison 2010/11 gelang der Gewinn der Meisterschaft und der Aufstieg in die 3. Liga. Es war Münsters erster Aufstieg seit 1989, Faschers Renommee glich ab sofort fast schon dem eines Helmut Horsch. Letztgenannter hatte 1989 den SCP in die 2. Bundesliga geführt. Nach einer Talfahrt der Preußen beendete Fascher im Januar 2012 die Debatten um seine Person, die Hängepartie um eine Vertragsverlängerung, mit einem Handstreich, und ging.

    Foto: Wilfried Hiegemann

Bei den Adlern tritt er am 3. Januar zum Dienst an, dann beginnt die Wintervorbereitung für die Mannschaft, die aktuell fünf Zähler Rückstand aufs rettende Ufer hat. Interessant: In Kaiserslautern, wo Hildmann auch geboren wurde, arbeitete er bereits mit Jan Löhmannsröben, dem ersten SCP-Neuzugang dieser Transferperiode, zusammen.

Als Spieler brachte es Hildmann zwar für ein Jahr (1994/95) in den Profikader des FCK, seine 36 Zweitliga-Partien aber bestritt er für Alemannia Aachen. Ansonsten war er lange für die Reserve der Roten Teufel am Ball, spielte auch für den 1. FC Saarbrücken, den FK Pirmasens und den FC Homburg. Beim SV Rodenbach wurde der Abwehrspieler 2006 Spielertrainer, danach coachte er den SC Idar-Oberstein, den SC Hauenstein in der vierten und fünften Liga und schließlich die Jugend der SV Elversberg und des FSV Mainz 05, ehe er in Aspach in den Profifußball einstieg.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7155487?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686217%2F2820606%2F
Nachrichten-Ticker