Fußball: 3. Liga
Vertrag erst mal bis Saisonende – Hildmann soll zum Preußen-Retter werden

Münster -

Sascha Hildmann wird neuer Trainer des SC Preußen. „Er stand für uns schnell ganz oben auf der Liste und kennt die 3. Liga aus dem Eff-Eff“, sagt SCP-Sportchef Malte Metzelder. „Das war ja auch Teil des Profils.“ Wie genau sich die Verpflichtung letztlich stemmen ließ, blieb offen. Ab sofort gilt die volle Konzentration dem Kampf um den Klassenerhalt.

Freitag, 27.12.2019, 16:40 Uhr aktualisiert: 27.12.2019, 18:44 Uhr
Sascha Hildmann soll die kriselnden Preußen vor dem Abstieg bewahren.
Sascha Hildmann soll die kriselnden Preußen vor dem Abstieg bewahren. Foto: imago-images

Als Drittliga-Insider geht Sascha Hildmann allemal durch. Im Sommer 2017 übernahm er die SG Sonnenhof Großaspach, im Dezember 2018 den 1. FC Kaiserslautern – und ab sofort ist er neuer Trainer von Preußen Münster. Nach fast vier Wochen Bedenkzeit und der Suche nach den passenden Geldern vermeldete der Tabellenvorletzte direkt im Anschluss an die Feiertage Vollzug. Der 47-Jährige soll die Adler, die fünf Punkte hinter den Nichtabstiegsplätzen liegen, ans rettende Ufer führen. Sein Vertrag läuft zunächst bis zum Saisonende. Schafft er doch noch den Klassenerhalt, verlängert er sich automatisch. Eine logische Klausel.

„Ich bin absolut von der Qualität der Mannschaft überzeugt“, sagt Hildmann und beschreibt den Großauftrag als „reizvolle Aufgabe in einem spannenden Umfeld“. Mit ihm kommt Assistent Louis Cordes zum SCP, mit dem er einst im Nachwuchs des FSV Mainz 05 zusammenarbeitete und der zuletzt die U 19 des FSV Frankfurt (Regionalliga) coachte. Auch die bisherige Interimslösung Arne Barez soll neben dem Job bei der U 19 definitiv weiter zum Stab zählen.

Sportchef Malte Metzelder sagt: „Wir waren auf der Suche nach einem Trainer, der zu uns und zu unserer Philosophie passt und der sich sicher ist, gemeinsam mit uns das Ruder rumzureißen.“ Der 37-Jährige verweist darauf, dass sein neuer Cheftrainer bereits unter schwierigen Bedingungen erfolgreich gewirkt habe. Stimmt, in Großaspach fließen nicht die ganz großen Gelder. Den „Dorfclub“ führte Hildmann relativ sicher zum Klassenerhalt, ehe er nach missglücktem Saisonstart im Herbst vergangenen Jahres gehen musste. Die Lauterer stabilisierte er ab Dezember 2018. Dort hatte er auch mit Jan Löhmannsröben zu tun, den die Preußen am Montag als ersten Winterneuzugang präsentiert hatten. Beide hatten in dieser Zeit allerdings auch einen kleinen Zwist, als der Spieler dem Coach im März bei einer Auswechslung den Handschlag verweigerte. Im Sommer wurde sein Vertrag nicht verlängert. Im Netz kursiert ein Audio mit weniger netten Aussagen des Profis. Metzelder aber ist ohne Sorge: „Was in der Vergangenheit liegt, kann da bleiben.“ In den Transfer war Hildmann bereits eingebunden. Weil die Roten Teufel in die laufende Saison nicht wie erhofft starteten (unter anderem 2:3 in Münster) musste der Fußballlehrer in seiner Geburtsstadt im Oktober nach einem 1:6 in Meppen den Hut nehmen.

Am 3. Januar stellt sich Hildmann an der Hammer Straße vor, lernt den Rest seines Stabs kennen. Die erste Einheit folgt tags darauf. Zwei bis vier Tests sollen vereinbart werden. Zusätzliche Transfers könnten ab der kommenden Woche noch folgen. Vielleicht wird ja Innenverteidiger Jose-Junior Matuwila vom FCK ein Thema. Er war unter Hildmann Stammkraft, zuletzt aber nicht mehr im Kader.

Was den Spielraum erweitern würde, wäre ein Wechsel Hübscher zu Zweitligist Hannover 96. „Bild“ berichtet zumindest von einem Interesse der Niedersachsen, den 40-Jährigen als Co-Trainer zu holen. Er hat in Münster noch einen Vertrag bis 2021.

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